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Robo-Advisor Vergleich: sechs Anbieter nach Kosten und Merkmalen

Jeder Robo-Advisor wirbt mit niedrigen Kosten, doch die Fondskosten stehen im Kleingedruckten. Bei 100.000 € liegen zwischen zwei Anbietern 660 € im Jahr.

Diese Seite stellt sechs Robo-Advisor nach Merkmalen aus Vertrag und Preisverzeichnis nebeneinander, mit Kosten in Euro.

Ein Robo-Advisor-Vergleich ist am aussagekräftigsten über Merkmale, die in Preisverzeichnis und Vertrag stehen: Mindestanlage, Gebühr, Fondskosten, Depotbank und nachhaltige Variante. Bei den sechs hier ausgewerteten Anbietern reicht die Mindestanlage von 25 € bis 3.000 €, die laufenden Kosten liegen bei 10.000 € zwischen 56 € und 111 € im Jahr (berechnet aus Gebühr und Fondskosten). Testnoten und Rangfolgen vergeben wir nicht.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

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Kurz beantwortet

  • Mindestanlage laut Anbieter: Whitebox 25 €, bevestor und Fidelity 500 €, OSKAR 1.000 €, comdirect 3.000 €; Raisin nennt im Vertrag keinen Betrag, Sparplan ab 25 €.
  • Kosten bei 10.000 € im Jahr (berechnet): Whitebox Global 56 €, Raisin 59 €, bevestor 84 €, OSKAR 95 €, comdirect 98 €, Fidelity 111 €.
  • Nachhaltige Varianten bieten Whitebox (Global Green), bevestor (Select ESG) und comdirect (cominvest green) zum selben Preis.
  • Die Depotbanken sind flatexDEGIRO, Raisin Bank, DekaBank, Baader Bank, Commerzbank und FIL Fondsbank; die Fondsanteile gehören dem Kunden.

Welche Anlage passt zu Ihrem Betrag?

Drei Fragen, dann die passenden Anbieter, sortiert nach Kosten laut Kosteninformation.

Was vergleicht ein Robo-Advisor-Vergleich?

Ein seriöser Robo-Advisor-Vergleich vergleicht Merkmale, die sich belegen lassen, und keine Renditeversprechen. Ein Robo-Advisor legt Geld nach einer Strategie in ETF oder Fonds an und schichtet automatisch um. Rechtlich ist das Finanzportfolioverwaltung, für die der Verwalter eine Erlaubnis der BaFin braucht. Nicht jede Marke ist selbst Verwalter: Bei bevestor verwaltet die Deka Vermögensmanagement GmbH, bevestor vermittelt nur; bei OSKAR ist die Scalable Capital Bank der Verwalter.

Diese Seite behandelt Anbieter, die schon mit kleinen Beträgen und Sparplänen arbeiten. Klassische Vermögensverwalter mit hohen Mindestbeträgen, etwa LIQID ab 100.000 € oder Estably ab 50.000 €, stehen im Vermögensverwaltung Vergleich. Ab welchem Betrag sich welches Modell öffnet, zeigt Vermögensverwaltung ab welchem Betrag.

Sechs Robo-Advisor im Vergleich: die Merkmale

Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Rangfolge. Alle Gebühren stammen aus Preisverzeichnis, Vertrag oder Kostenseite, abgerufen am 01.10.2026. Fondskosten sind Durchschnittswerte der eingesetzten ETF und kommen zur Gebühr hinzu.

Robo-Advisor nach Merkmalen, Stand 01.10.2026
Anbieter, ProduktMindestanlageSparplan abGebühr p. a.Fondskosten p. a.DepotbankESG-Variante
bevestor Select500 € (Vertrag: 200 € binnen 24 Monaten)25 €0,60 % inkl. USt, mit Anlageschutz 0,80 %0,12 bis 0,24 %DekaBankja, Select ESG
comdirect cominvest classic3.000 € oder 1.000 € plus Sparplan100 €0,75 % inkl. UStØ 0,23 %Commerzbank (comdirect)ja, cominvest green
Fidelity Wealth Expert500 €50 €0,55 %, Staffel angekündigt, nicht veröffentlichtØ 0,56 % (ältere Seiten 0,88 %)FIL Fondsbankin den Unterlagen nicht ausgewiesen
OSKAR klassik1.000 €25 €1,00 %, ab 10.000 € 0,80 %, ab 50.000 € 0,70 %, inkl. USt0,15 %Baader Bankin den Unterlagen nicht ausgewiesen
Raisin Vermögensverwaltungim Vertrag kein Betrag25 €0,46 %, ab 100.000 € 0,32 %, ab 250.000 € 0,29 %, ab 500.000 € 0,25 %0,09 bis 0,13 %Raisin Bankin den Unterlagen nicht ausgewiesen
Whitebox Global25 €25 €0,35 % inkl. MwStØ 0,21 %flatexDEGIRO Bankja, Global Green

Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse, Verträge und Kostenseiten der Anbieter, Abruf 01.10.2026. Staffelsätze bei OSKAR und Raisin gelten auf das ganze Depot.

Whitebox bietet daneben die Strategie Value ab 5.000 € mit 0,95 Prozent Gebühr, sinkend auf 0,35 Prozent ab 500.000 €. bevestor nennt die Fondskosten ohne zuwählbare Themenfonds; der Vertrag erlaubt bis 1 Prozent.

Was kosten die Robo-Advisor in Euro?

Bei 10.000 € liegen die laufenden Kosten zwischen 56 € und 111 € im Jahr, bei 100.000 € zwischen 450 € und 1.110 € (berechnet aus Gebühr plus durchschnittlichen Fondskosten). Bei 100.000 € beträgt der Abstand zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter 660 € im Jahr. Spreads beim Handel und Steuern sind nicht enthalten.

Laufende Kosten pro Jahr nach Anlagebetrag
Anbieter10.000 €50.000 €100.000 €
bevestor Select84 €420 €840 €
comdirect cominvest98 €490 €980 €
Fidelity Wealth Expert111 €555 €1.110 €
OSKAR klassik95 €425 €850 €
Raisin Vermögensverwaltung59 €295 €450 €
Whitebox Global56 €280 €560 €

Berechnet von geld-was-nun.de: Betrag × (Gebühr der Staffel + Fondskosten), bei Spannen der Höchstwert. OSKAR weist bei 50.000 und 100.000 € selbst 0,85 % aus. Raisin weist für 10.000 € ex ante 0,64 bis 0,65 % inklusive Transaktionskosten in den Fonds aus.

Was diese Unterschiede über 20 Jahre bedeuten und wie sich ein selbst geführtes ETF-Depot schlägt, rechnet Vermögensverwaltung oder ETF vor. Der Rechner zeigt die Kosten aller ausgewerteten Anbieter für Ihren Betrag.

Ich habe 30.000 € und will monatlich 300 € dazusparen: Welcher Robo-Advisor passt?

Alle sechs nehmen 30.000 € und einen Sparplan über 300 €; die laufenden Kosten liegen im ersten Jahr zwischen 168 € und 333 € (berechnet). Whitebox Global kostet 168 €, Raisin 177 €, bevestor 252 €, OSKAR 285 €, comdirect 294 € und Fidelity 333 €. Bei comdirect liegt der Mindest-Sparplan bei 100 €, bei Fidelity bei 50 €, bei den anderen bei 25 €.

Neben den Kosten zählen zwei Fragen. Wollen Sie eine nachhaltige Variante, bleiben Whitebox, bevestor und comdirect. Wollen Sie Depot und Konto bei einer Bank, die Sie schon kennen, passen comdirect bei Commerzbank-Kunden oder bevestor bei Sparkassen-Kunden. Bevor Sie anlegen, gehören drei bis sechs Monatsausgaben auf Tagesgeld, siehe Wie viel Geld auf das Tagesgeldkonto.

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Ich habe 150.000 € geerbt: Robo-Advisor oder klassische Vermögensverwaltung?

Bei 150.000 € kommen beide in Frage, und der Robo-Advisor ist laut Preisverzeichnis meist günstiger. Raisin kostet ab 100.000 € 0,32 Prozent plus bis 0,13 Prozent Fondskosten, also 675 € im Jahr, Whitebox Global 840 € (beides berechnet). LIQID, ein Verwalter ab 100.000 €, nennt in seiner Kosteninformation bei 100.000 € 0,67 bis 0,82 Prozent, bei 150.000 € wären das bis 1.230 €.

Der Unterschied liegt in der Betreuung: LIQID und Estably bieten Ansprechpartner und eigene Strategien, Robo-Advisor arbeiten fast nur digital. Ob ein Mehrpreis gerechtfertigt ist, hängt davon ab, wie viel Begleitung Sie wollen. Vor der Anlage gehören Steuer, Reserve und Einlagensicherung geklärt; wie das bei einem Erbe aussieht, zeigt Erbe in ETF investieren.

Wie sicher ist das Geld bei einem Robo-Advisor?

Die Fondsanteile liegen in einem Depot auf Ihren Namen bei der Depotbank und gehören Ihnen; bei einer Insolvenz der Bank oder des Robo-Advisors werden sie ausgesondert (§ 47 InsO). ETF sind zusätzlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt. Kann eine Depotbank Wertpapiere nicht herausgeben, zahlt die Anlegerentschädigung 90 Prozent, höchstens 20.000 € (§ 4 Abs. 2 AnlEntG).

Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist dagegen eine Einlage und bis 100.000 € je Person und Bank gesetzlich gesichert (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Achtung bei comdirect: comdirect und Commerzbank sind ein Institut, Guthaben bei beiden zählen zusammen. bevestor führt kein eigenes Geldkonto. Vor Kursverlusten schützt keine dieser Regeln.

Nach welchen Kriterien wählen Sie einen Robo-Advisor aus?

Die Kosten sind das am leichtesten vergleichbare Merkmal, aber nicht das einzige. Diese Punkte lassen sich vor Vertragsschluss aus den Unterlagen prüfen:

  • Kostenausweis für Ihren Betrag: Fordern Sie den Ex-ante-Ausweis in Euro an. Er enthält Gebühr, Fondskosten und Transaktionskosten in den Fonds.
  • Aktienquote der Strategie: Die Anbieter bieten Stufen von wenig bis 100 Prozent Aktien. Die Stufe bestimmt das Risiko stärker als die Wahl des Anbieters.
  • Depotbank und Sitz: Alle sechs hier verglichenen Anbieter verwahren bei Banken in Deutschland; Kapitalertragsteuer und Freistellungsauftrag laufen dann wie bei jedem deutschen Depot.
  • Mindestanlage und Sparplan: Von 25 € bis 3.000 € Start und 25 € bis 100 € Sparrate.
  • Ausstieg: Prüfen Sie, ob Sie die ETF-Anteile auf ein eigenes Depot übertragen können oder ob verkauft werden muss. Ein Verkauf löst Steuer auf Gewinne aus.
  • Erlaubnis: Den Verwalter finden Sie in der Unternehmensdatenbank der BaFin.

Eine Strategie mit hoher Aktienquote kann in einem schlechten Jahr ein Fünftel und mehr verlieren; der MSCI World fiel 2022 um 18,14 Prozent (Netto, US-Dollar, MSCI-Factsheet). Wählen Sie die Stufe danach, wie lange Sie das Geld nicht brauchen.

Wo widersprechen sich Werbung und Unterlagen?

  • comdirect: Eine verlinkte Broschüre nennt noch 0,95 Prozent Gebühr, das Preisverzeichnis 0,75 Prozent; maßgeblich ist das Preisverzeichnis. Das Entgelt fällt auch auf das Verrechnungskonto an.
  • Fidelity: Die Fondskosten stehen auf der aktuellen Produktseite mit 0,56 Prozent, auf älteren Seiten mit 0,88 Prozent; eine angekündigte Staffel nach Betrag ist nicht veröffentlicht.
  • bevestor: Website 500 € Mindestanlage, Vertrag 200 € binnen 24 Monaten.
  • Whitebox: Gebührensätze stehen nur auf Website und FAQ; Vertrag (2021) und Preisverzeichnis (2021) verweisen darauf.
  • Raisin: Der Vertrag nennt keine Mindestanlage, die Website einen Sparplan ab 25 € im Monat.

Vor Vertragsschluss muss jeder Anbieter alle Kosten als Euro-Betrag und Prozentsatz ausweisen (§ 63 Abs. 7 WpHG). Vergleichen Sie diesen Ausweis für Ihren Betrag, nicht die Werbeseite. Wir vermitteln nichts und beraten nicht im Einzelfall.

Hand hält Smartphone mit Anlage-App: Blick in den Raum

Häufige Fragen

Welcher Robo-Advisor ist der günstigste?

Nach Gebühr plus Fondskosten laut Preisverzeichnis liegen Whitebox Global mit 0,56 Prozent und Raisin mit 0,59 Prozent unter 100.000 € vorn, ab 100.000 € Raisin mit 0,45 Prozent (berechnet). Am oberen Ende stehen comdirect mit 0,98 Prozent und Fidelity mit 1,11 Prozent. Ein Urteil über die Qualität der Strategie ist das nicht; Rendite verspricht keiner der Anbieter.

Lohnt sich ein Robo-Advisor bei 10.000 €?

Er kostet bei 10.000 € zwischen 56 € und 111 € im Jahr (berechnet). Dafür übernimmt er Auswahl, Umschichtung und Sparplan. Wer selbst einen breit gestreuten ETF kauft, zahlt laut Factsheet großer Welt-ETF etwa 0,20 Prozent, also 20 €, plus Ordergebühren. Der Robo-Advisor lohnt sich, wenn Sie die Arbeit nicht selbst machen wollen oder sich bei Kursrückgängen nicht zutrauen, ruhig zu bleiben.

Ich habe 50.000 €: Was kostet ein Robo-Advisor im Jahr?

Laut Preisverzeichnissen zwischen 280 € und 555 € im Jahr (berechnet). Whitebox Global kostet 280 €, Raisin 295 €, bevestor 420 €, OSKAR 425 €, comdirect 490 €, Fidelity 555 €. OSKAR weist für 50.000 € selbst 0,85 Prozent Gesamtkosten aus. Hinzu kommen Spreads beim Handel; Steuern zahlen Sie wie bei jedem Depot.

Was passiert mit meinem Geld, wenn der Robo-Advisor pleitegeht?

Die Fondsanteile gehören Ihnen und liegen bei der Depotbank, nicht beim Robo-Advisor. Bei einer Insolvenz werden sie ausgesondert (§ 47 InsO) und können auf ein anderes Depot übertragen werden. Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist bis 100.000 € je Person und Bank gesetzlich gesichert (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Gegen Kursverluste schützt das nicht.

Gibt es Robo-Advisor mit nachhaltigen ETF?

Ja. Whitebox bietet Global Green, bevestor Select ESG und comdirect cominvest green, jeweils zum selben Preis wie die Standardvariante: 0,35, 0,60 und 0,75 Prozent Gebühr plus Fondskosten. Für OSKAR, Fidelity und Raisin weisen die ausgewerteten Unterlagen keine eigene nachhaltige Variante aus. Was als nachhaltig gilt, legt jeder Anbieter selbst fest; die Kriterien stehen in den Vertragsunterlagen.

Robo-Advisor oder Vermögensverwaltung: Was ist der Unterschied?

Rechtlich ist beides Finanzportfolioverwaltung mit BaFin-Erlaubnis oder EU-Pass. Robo-Advisor arbeiten digital, mit niedrigen Mindestbeträgen ab 25 € und Gebühren von 0,35 bis 1,00 Prozent. Klassische Verwalter wie LIQID ab 100.000 € oder Estably ab 50.000 € bieten Ansprechpartner und eigene Strategien, Estably mit 1,49 Prozent inklusive Bankspesen. Den Vergleich der Verwalter finden Sie im Vermögensverwaltung Vergleich.

Weiterlesen

Quellen

  1. Whitebox: Höhe der Gebühren, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  2. OSKAR Kundendokumente (Scalable Capital), Stand Juli 2026
  3. bevestor Vertragsunterlagen, Stand Abruf 01.10.2026
  4. Fidelity Wealth Expert, Stand Stand 09.2026
  5. comdirect Preis- und Leistungsverzeichnis cominvest, Stand Abruf 01.10.2026
  6. comdirect cominvest, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  7. Raisin Geschäftsbedingungen mit Preisverzeichnis, Version 19, Stand Juni 2026
  8. Raisin Ex-ante-Kostenausweis, Stand Mai 2026
  9. LIQID Vertragsbedingungen mit Preisverzeichnis, Stand September 2026
  10. Factsheet iShares Core MSCI World UCITS ETF, Stand August 2026
  11. § 63 WpHG Kosteninformation, Stand Abruf 01.10.2026
  12. § 8 EinSiG Deckungssumme, Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
  13. § 47 InsO Aussonderung, Stand Abruf 01.10.2026
  14. § 4 AnlEntG Entschädigungsanspruch, Stand Abruf 01.10.2026
  15. MSCI ACWI Index Factsheet (mit MSCI World Netto), Stand 31.08.2026

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