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Einlagensicherung Bank of Scotland: deutsche GmbH, 100.000 € Grenze

Die Bank of Scotland lockt mit 3,40 % aufs Festgeld, der Name klingt nach Großbritannien und Brexit. Ist das Geld überhaupt in Deutschland gesichert?

Hier steht aus Informationsbogen, Preisverzeichnis und Kontobedingungen, welche Bank dahintersteht und wo der Schutz endet.

Die Einlagensicherung bei der Bank of Scotland in Deutschland ist die der Lloyds Bank GmbH in Berlin, denn „Bank of Scotland“ ist nur eine Geschäftsbezeichnung dieser deutschen Bank. Die gesetzliche Grenze liegt bei 100.000 € je Person, gezahlt von der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Einen freiwilligen Fonds darüber gibt es nicht, und Gemeinschaftskonten eröffnet die Bank nicht. Wer mehr als 100.000 € anlegt, hat den Überhang also ohne Schutz.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Person prüft ihr Konto in der Banking-App

Kurz beantwortet

  • „Bank of Scotland“ ist laut Preisverzeichnis (Stand 28.09.2026) eine Geschäftsbezeichnung der Lloyds Bank GmbH, Karl-Liebknecht-Str. 5, Berlin, HRB 190317 B.
  • Gesetzlich: Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, 100.000 € je Einleger, Erstattung binnen 7 Arbeitstagen; laut EdB-Liste nur EdB-gesichert, kein freiwilliger Fonds.
  • Gemeinschaftskonten werden laut Kontobedingungen (Stand 01.07.2026) nicht eröffnet; Konten nur für volljährige Privatpersonen mit Wohnsitz in Deutschland.
  • Tagesgeld 1,25 % p. a., Neukunden 3,00 % für 12 Monate bis 50.000 €; Festgeld 2,90 % bis 3,40 % p. a. für 100 € bis 500.000 €.

Welche Bank steckt hinter der Bank of Scotland in Deutschland?

Hinter der Bank of Scotland in Deutschland steckt die Lloyds Bank GmbH, eine Bank deutschen Rechts mit Sitz in Berlin. Das Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand 28.09.2026) beginnt mit dem Satz, dass Bank of Scotland eine Geschäftsbezeichnung der Lloyds Bank GmbH ist, unter der sie auf dem deutschen Markt tätig ist. Eingetragen ist die Lloyds Bank GmbH beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 190317 B, Anschrift Karl-Liebknecht-Straße 5, 10178 Berlin.

Eine Zweigniederlassung einer britischen Bank ist die Bank of Scotland in Deutschland damit nicht; eine britische Sicherung spielt für Ihr deutsches Tages- oder Festgeld keine Rolle. In der Liste der EdB steht neben der Lloyds Bank GmbH unter derselben Adresse noch die „Lloyds Bank plc Niederlassung Berlin“, ebenfalls mit dem Vermerk nur EdB-gesichert. Vertragspartner für Sparer ist laut allen Bank-of-Scotland-Unterlagen die Lloyds Bank GmbH.

Einlagensicherung bei der Bank of Scotland auf einen Blick
MerkmalAngabe
KreditinstitutLloyds Bank GmbH, Berlin
Bank of ScotlandGeschäftsbezeichnung der Lloyds Bank GmbH
Gesetzliches SystemEntschädigungseinrichtung deutscher Banken
Grenze100.000 € je Einleger
Erstattungsfrist7 Arbeitstage
Freiwilliger Fondskeiner (laut EdB-Liste nur EdB-gesichert)
Gemeinschaftskontowird nicht eröffnet
Höchstbetrag Festgeld500.000 € je Anlage

Quelle: Bank of Scotland Informationsbogen für den Einleger, Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand 28.09.2026), Bedingungen Tagesgeld (Stand 01.07.2026), EdB-Liste; Abruf 01.10.2026

Wie hoch ist die Einlagensicherung bei der Bank of Scotland?

Bei der Bank of Scotland sind 100.000 € je Person gesetzlich gesichert, mehr nicht. Der Informationsbogen für den Einleger nach § 23a KWG nennt als System die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, die Obergrenze von 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut, eine Erstattungsfrist von 7 Arbeitstagen und die Währung Euro. Tagesgeld und Festgeld werden zusammengerechnet.

Ein freiwilliger Zusatzschutz fehlt: In der Mitgliederliste des Einlagensicherungsfonds der privaten Banken kommt die Lloyds Bank GmbH nicht vor, die EdB führt sie als „nur EdB-gesichert“. Banken im Fonds sichern seit 2025 bis zu 3 Mio. € je Person freiwillig ab. Bei der Bank of Scotland endet der Schutz bei 100.000 €, außer in den befristeten Sonderfällen des Gesetzes. Was ein freiwilliger Fonds leisten würde, erklärt freiwillige Einlagensicherung.

Ich habe 180.000 € bei der Bank of Scotland, ist das sicher?

Gesetzlich gesichert sind 100.000 €, die übrigen 80.000 € sind ohne Schutz, weil kein freiwilliger Fonds dahintersteht. Daran ändert auch eine Aufteilung auf Tagesgeld und Festgeld nichts, denn beides liegt bei der Lloyds Bank GmbH.

Rechenweg (berechnet von geld-was-nun.de): 30.000 € Tagesgeld plus 150.000 € Festgeld ergeben 180.000 € bei einem Institut. Die EdB erstattet höchstens 100.000 €. Hinzu kommt ein Detail der Bank of Scotland: Festgeld wird vom Tagesgeld abgebucht und am Ende automatisch dorthin zurücküberwiesen, eine Wiederanlage bietet die Bank derzeit nicht an. Das Geld bleibt also immer im selben Haus. Beispiele zur Grenze je Person stehen unter Einlagensicherung pro Person.

Beispiel: 180.000 € bei der Bank of Scotland
PositionBetrag
Tagesgeld30.000 €
Festgeld 12 Monate150.000 €
Summe bei der Lloyds Bank GmbH180.000 €
gesetzlich gesichert (EdB)100.000 €
nicht gesichert80.000 €

Berechnet von geld-was-nun.de nach § 7 Abs. 3 und § 8 Abs. 1 EinSiG; Beispielrechnung, keine Anlageberatung

Wir sind ein Ehepaar mit 200.000 €, geht das ohne Gemeinschaftskonto?

Ja, mit zwei Einzelkonten zu je 100.000 € sind bei der Bank of Scotland 200.000 € gesetzlich gesichert, weil jede Person eine eigene Grenze hat. Ein Gemeinschaftskonto ist dafür nicht nötig und bei dieser Bank auch nicht möglich: Die Bedingungen für das Tagesgeld (Stand 01.07.2026) schließen Gemeinschaftskonten ausdrücklich aus.

Wichtig ist, dass das Geld rechtlich der jeweiligen Person gehört, auf deren Namen das Konto läuft. Schiebt ein Partner sein eigenes Geld auf das Konto des anderen, kann das steuerlich eine Schenkung sein; das klärt im Zweifel das Finanzamt oder eine Steuerberatung. Wie die Grenze bei Banken mit Gemeinschaftskonto gerechnet wird, zeigt Einlagensicherung Gemeinschaftskonto.

Hände mit Bankkarte und Smartphone

Was über 100.000 € liegt, woanders anlegen

Ohne freiwilligen Fonds gehört der Betrag über 100.000 € zu einer anderen Bank. Über Raisin lassen sich dafür Fest- und Tagesgelder bei Partnerbanken mit eigener gesetzlicher Grenze abschließen.

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Tages- und Festgeld bei Partnerbanken aus mehreren EU-Ländern über ein Konto. So lässt sich ein großer Betrag auf mehrere Banken verteilen, jede mit eigener Einlagensicherung bis 100.000 €.

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Welche Zinsen zahlt die Bank of Scotland?

Die Bank of Scotland zahlt laut Preisverzeichnis vom 28.09.2026 auf das Tagesgeld 1,25 % p. a. variabel auf die gesamte Einlage, gültig seit 21.05.2025. Neukunden, die sechs Monate kein Tagesgeld bei der Bank hatten, erhalten 3,00 % p. a. für 12 Monate auf Guthaben bis 50.000 €; fällt der Einlagenzins der EZB unter 1,50 %, endet dieser Willkommens-Zins vorzeitig. Ab einem Guthaben von 500.000 € behält sich die Bank vor, einen abweichenden Zins zu vereinbaren.

Bank of Scotland Tagesgeld und Festgeld
ProduktZins p. a.BetragStand
Tagesgeld1,25 %ab 0,01 €PLV 28.09.2026
Tagesgeld Willkommens-Zins3,00 % für 12 Monatebis 50.000 €Abruf 01.10.2026
Festgeld 3 Monate2,90 %100 € bis 500.000 €PLV 28.09.2026
Festgeld 6 Monate3,10 %100 € bis 500.000 €PLV 28.09.2026
Festgeld 9 Monate3,20 %100 € bis 500.000 €PLV 28.09.2026
Festgeld 12 Monate3,40 %100 € bis 500.000 €PLV 28.09.2026

Quelle: Bank of Scotland Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand 28.09.2026), Tagesgeld-, Willkommens-Zins- und Festgeld-Seite; Abruf 01.10.2026; Momentaufnahme

Auf der Festgeld-Seite rechnet die Bank ein Beispiel mit 2,20 % für drei Monate vor, während Tabelle und Preisverzeichnis 2,90 % nennen. Maßgeblich ist das Preisverzeichnis. Beim Tagesgeld werden die Zinsen laut Bedingungen erst am Ende des Kalenderjahres gutgeschrieben. Welche Summe auf einem Tagesgeld sinnvoll liegt, bespricht Wie viel Geld auf Tagesgeld.

Ich habe 300.000 € aus dem Hausverkauf, darf ich sie hier parken?

Für sechs Monate nach der Gutschrift sind bis zu 500.000 € aus dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie auch bei der Bank of Scotland gesetzlich gesichert, weil die Lloyds Bank GmbH der EdB zugeordnet ist und § 8 Abs. 2 EinSiG gilt. Der Informationsbogen verweist ausdrücklich darauf. Nach den sechs Monaten fällt der Schutz auf 100.000 €, und einen Fonds für den Rest gibt es hier nicht.

Sie müssen den Anlass im Ernstfall schriftlich mit Belegen glaubhaft machen (§ 8 Abs. 5 EinSiG). Ein Festgeld über 12 Monate reicht über die sechs Monate hinaus; ein Teil des Betrags läge danach ohne Schutz, wenn er nicht vorher verteilt wird. Für eine gewöhnliche Erbschaft ist der Katalog nicht eindeutig. Den Ablauf nach dem Verkauf beschreibt Geld anlegen nach Hausverkauf.

Was steht in den Kontobedingungen, das große Beträge betrifft?

Die Bedingungen (Stand 01.07.2026) beschreiben das Tagesgeld selbst als Konto für „kleinere und mittelgroße Geldbeträge“. Führt eine Einzahlung zu mehr als 500.000 € Guthaben, darf die Bank sie zurückweisen oder anders verzinsen. Jede Person darf nur ein Tagesgeldkonto haben, und das Tagesgeld dient als Verrechnungskonto für alle Festgelder; kündigen können Sie es erst, wenn kein Festgeld mehr läuft.

Zwei Punkte betreffen besonders ältere Sparer und Menschen, die ins Ausland ziehen. Erstens: Eine Vollmacht für das Tagesgeldkonto kann laut Bedingungen nicht erteilt werden, Aufträge von Bevollmächtigten muss die Bank nicht ausführen. Wer für Angehörige vorsorgt, plant das bei der Wahl der Bank ein; den Umgang mit Konten im Erbfall beschreibt Erbengemeinschaft Konto. Zweitens: Wer seinen Wohnsitz aus Deutschland verlegt oder das innerhalb von drei Monaten vorhat, muss die Bank informieren und das Konto schließen, sonst schließt die Bank es selbst. Für die Einlagensicherung ändert das nichts, wohl aber für die Planung, wo das Geld nach einem Umzug liegen soll.

Was tun, wenn mehr als 100.000 Euro bei der Bank of Scotland liegen sollen?

Weil hier kein freiwilliger Fonds hilft, ist die Rechnung einfach: Was über 100.000 € je Person liegt, gehört zu einer anderen Bank.

  • Tagesgeld und alle Festgelder bei der Lloyds Bank GmbH addieren, aufgelaufene Zinsen eingeschlossen.
  • Paare legen zwei Einzelkonten an, jedes mit eigener Grenze von 100.000 €.
  • Für den Rest Banken mit eigener Sicherung wählen, Übersicht in der Einlagensicherung Banken Übersicht.
  • Banken mit freiwilligem Fonds und Zins mit Stand zeigt der Vergleich im Hub Einlagensicherung.
  • Wie die Sicherung bei einer Vermittlungsplattform mit vielen Partnerbanken funktioniert, erklärt Einlagensicherung Raisin.

Der Rechner zeigt, ab welchem Betrag ein Guthaben bei der Lloyds Bank GmbH ungeschützt wäre.

Kundin in einer Bankfiliale

Häufige Fragen

Ist die Bank of Scotland in Deutschland eine deutsche Bank?

Ja. Bank of Scotland ist in Deutschland eine Geschäftsbezeichnung der Lloyds Bank GmbH mit Sitz in Berlin, eingetragen unter HRB 190317 B. Deshalb gilt die deutsche Einlagensicherung über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bis 100.000 € je Person. Eine britische Sicherung ist für das deutsche Tages- und Festgeld nicht zuständig.

Wie hoch ist die Einlagensicherung bei der Bank of Scotland?

100.000 € je Person über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, Erstattung binnen 7 Arbeitstagen. Einen freiwilligen Fonds gibt es nicht; die EdB führt die Lloyds Bank GmbH als nur EdB-gesichert. In befristeten Sonderfällen wie einem Wohnungsverkauf gilt sechs Monate lang eine höhere gesetzliche Grenze bis insgesamt 500.000 €.

Ist Festgeld bei der Bank of Scotland über 100.000 Euro sicher?

Nein, nur bis 100.000 € je Person, zusammen mit dem Tagesgeld. Die Bank nimmt zwar je Festgeld bis 500.000 € an, sichert den Teil über 100.000 € aber nicht über einen Fonds ab. Ausnahme sind befristet hohe Guthaben nach § 8 EinSiG, etwa aus einem Hausverkauf, für sechs Monate nach Gutschrift.

Kann ich bei der Bank of Scotland ein Gemeinschaftskonto eröffnen?

Nein. Die Bedingungen für das Tagesgeldkonto (Stand 01.07.2026) schließen Gemeinschaftskonten aus; Konten gibt es nur für volljährige Privatpersonen mit Wohnsitz in Deutschland, die im eigenen Namen handeln. Paare eröffnen zwei Einzelkonten. Jede Person hat dann ihre eigene gesetzliche Grenze von 100.000 €.

Ich bin 68 und habe 140.000 € geerbt, wie viel davon bei der Bank of Scotland?

Gesetzlich gesichert sind dort höchstens 100.000 €; mit aufgelaufenen Zinsen sollte die Summe darunter bleiben. Die übrigen 40.000 € wären bei der Bank of Scotland ungeschützt, weil kein Fonds dahintersteht. Ein gewöhnliches Erbe gehört nicht eindeutig zur erhöhten Deckung. Sicher ist das Verteilen auf eine zweite Bank. Beispielrechnung, keine Anlageberatung.

Was hat der Brexit an der Sicherung der Bank of Scotland geändert?

Für heutige Konten zählt, dass Ihr Vertragspartner laut aktuellem Informationsbogen die Lloyds Bank GmbH in Berlin ist, eine deutsche Bank, die der EdB zugeordnet ist. Damit gilt die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 € je Person. Wie ältere Verträge vor dem Brexit gestaltet waren, haben wir nicht geprüft; maßgeblich ist der Informationsbogen Ihres Kontos.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bank of Scotland: Informationsbogen für den Einleger der Lloyds Bank GmbH (PDF), Stand Abruf 01.10.2026
  2. Bank of Scotland: Preis- und Leistungsverzeichnis (PDF), Stand Stand 28.09.2026, Abruf 01.10.2026
  3. Bank of Scotland: Bedingungen Tagesgeld (PDF), Stand Stand 01.07.2026, Abruf 01.10.2026
  4. Bank of Scotland: Informationen zur Einlagensicherung, Stand Abruf 01.10.2026
  5. Bank of Scotland: Tagesgeld und Willkommens-Zins, Stand Abruf 01.10.2026
  6. Bank of Scotland: Festgeld, Stand Abruf 01.10.2026
  7. EdB: Zugeordnete Banken, Stand Abruf 01.10.2026
  8. Einlagensicherungsfonds: Mitwirkende Institute, Stand Abruf 01.10.2026
  9. Einlagensicherungsgesetz § 8, Stand zuletzt geändert durch Art. 26 Abs. 5 G v. 25.3.2026, Abruf 01.10.2026
  10. Einlagensicherungsgesetz § 7, Stand Abruf 01.10.2026

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