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OSKAR Erfahrungen im Faktencheck: Kosten, Verwalter, Vertrag

Auf der Website steht OSKAR, im Vertrag die Scalable Capital Bank als Verwalter. Wer 50.000 € anlegt, sollte wissen, wer haftet und was 425 € im Jahr abdecken.

Dieser Faktencheck zeigt Verwalter, Depotbank, Kosten nach Betrag, Kündigungsregeln und jeden Widerspruch zwischen Website und Vertrag.

OSKAR Erfahrungen prüfen Sie am besten an den Kundendokumenten vom Juli 2026, denn dort steht, wer Ihr Geld tatsächlich verwaltet: nicht die Oskar.de GmbH, sondern die Scalable Capital Bank. Das Depot liegt bei der Baader Bank. OSKAR klassik kostet 1,00 % bis 0,70 % im Jahr nach Betrag, plus 0,15 % Fondskosten; ab 50.000 € weist die Kosteninformation 0,85 % Gesamtkosten aus. Website und Vertrag widersprechen sich an fünf Stellen, die wir hier einzeln zeigen. Kundenstimmen oder Sterne geben wir nicht wieder.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Kurz beantwortet

  • Verwalter ist die Scalable Capital Bank GmbH, ein Kreditinstitut mit BaFin-ID 10141823; die Oskar.de GmbH erbringt nur Service und Reporting, das Depot führt die Baader Bank.
  • Gebühr inklusive USt: 1,00 % unter 10.000 €, 0,80 % bis unter 50.000 €, 0,70 % ab 50.000 €, jeweils auf das ganze Depot, plus 0,15 % Fondskosten bei OSKAR klassik.
  • Die Kosteninformation vom Juli 2026 nennt für 50.000 € und 100.000 € je 0,85 % Gesamtkosten, also 425 € und 850 € im Jahr.
  • Mindestanlage laut Vertrag 1.000 €, Sparplan ab 25 € im Monat; die Website spricht nur von 25 € im Monat.

Welche Anlage passt zu Ihrem Betrag?

Drei Fragen, dann die passenden Anbieter, sortiert nach Kosten laut Kosteninformation.

Was zeigt der OSKAR-Faktencheck auf einen Blick?

OSKAR ist eine ETF-Vermögensverwaltung, bei der zwei Firmen zusammenarbeiten: Die Scalable Capital Bank verwaltet, die Oskar.de GmbH betreibt Website und App und kümmert sich um Reporting und Kommunikation. Für Sie bedeutet das zwei Verträge, die nur gemeinsam laufen. Erfahrungsberichte werten wir nicht aus, weil sich deren Echtheit nicht prüfen lässt; maßgeblich sind die Kundendokumente.

OSKAR im Steckbrief
MerkmalAngabe laut Unterlagen
VermögensverwalterScalable Capital Bank GmbH, München, CRR-Kreditinstitut, BaFin-ID 10141823
Service und AppOskar.de GmbH, Karlsruhe, HRB Mannheim 730224; eigene Erlaubnis nicht angegeben
DepotbankBaader Bank AG, Unterschleißheim
VariantenOSKAR klassik, OSKAR pro (Value & Dividende, Megatrends, Krypto), ZinsInvest
Gebühr p. a. inkl. USt1,00 % / 0,80 % / 0,70 % nach Depotwert
Fondskosten p. a.klassik 0,15 %, pro 0,29 % bis 1,03 %, ZinsInvest 0,13 %
Mindestanlage1.000 € laut Vertrag, Sparplan ab 25 €
Gewinnbeteiligung, Ausgabeaufschlagkeine
Kündigungjederzeit mit sofortiger Wirkung; Verwalter 6 Wochen oder 2 Monate (widersprüchlich)

Quellen: OSKAR/Scalable Kundendokumente Stand Juli 2026; Servicevertrag Oskar.de 15.03.2026; BaFin-Unternehmensdatenbank, Stand der Daten 30.09.2026; Impressum OSKAR.

Was kostet OSKAR bei 5.000 € bis 1 Million €?

OSKAR klassik kostet 1,15 % unter 10.000 €, 0,95 % bis unter 50.000 € und 0,85 % ab 50.000 €, Gebühr und Fondskosten zusammen. Die Gebühr setzt sich aus drei Teilen zusammen: Vermögensverwaltung durch Scalable, Servicevergütung für Oskar.de und eine Transaktionspauschale der Baader Bank von 0,15 %. Sie wird auf den durchschnittlichen Depotwert im Quartal berechnet.

Wichtig ist, dass der Satz auf das ganze Depot gilt, nicht nur auf den Teil über der Grenze. Wer von 49.000 € auf 50.000 € wächst, zahlt danach 0,70 % auf alles. Über 50.000 € gibt es keine weitere Stufe; bei 1 Mio. € bleibt es bei 0,85 % gesamt.

OSKAR klassik: Kosten nach Betrag im Jahr
BetragGebührFondskostenKosten im Jahr
5.000 €1,00 %0,15 %57,50 €
25.000 €0,80 %0,15 %237,50 €
50.000 €0,70 %0,15 %425 €
100.000 €0,70 %0,15 %850 €
500.000 €0,70 %0,15 %4.250 €
1.000.000 €0,70 %0,15 %8.500 €

50.000 € und 100.000 €: Anbieterangabe laut Kosteninformation Juli 2026. Übrige Beträge berechnet von geld-was-nun.de aus Staffel und Fondskosten, ohne Wertentwicklung.

Die Varianten OSKAR pro kosten wegen teurerer Fonds mehr. Laut Kosteninformation liegen die Gesamtkosten bei 100.000 € für Value & Dividende bei 0,99 %, für Megatrends bei 1,13 % und für Krypto bei 1,73 %. ZinsInvest kommt auf 0,83 %.

Ich bin 35, habe 40.000 € geerbt und will 300 € im Monat dazusparen: Was kostet OSKAR?

Im ersten Jahr kostet OSKAR klassik bei 40.000 € rund 380 €, also 0,95 % einschließlich Fondskosten. Sobald das Depot 50.000 € erreicht, sinkt der Satz auf 0,85 % für das ganze Depot. Mit 300 € im Monat und ohne Kursgewinne wäre das nach knapp drei Jahren der Fall (berechnet von geld-was-nun.de, Beispielrechnung, keine Anlageberatung).

Zum Vergleich kostet Whitebox Global bei 40.000 € 224 € im Jahr, ohne Staffel. Bevor Sie anlegen, gehören zwei Dinge geklärt: die Erbschaftsteuer, für die ein Kind einen Freibetrag von 400.000 € hat (§ 16 ErbStG), und eine Reserve auf Tagesgeld. Mehr dazu unter Erbe anlegen und Einmalanlage oder Sparplan.

Ich bin 60 und habe 200.000 €: OSKAR oder LIQID?

Bei 200.000 € kostet OSKAR klassik 1.700 € im Jahr, LIQID CORE Global 1.340 € bis 1.640 € je nach Risikoklasse (berechnet aus den Unterlagen, Abruf 01.10.2026). LIQID verlangt mindestens 100.000 € und senkt die Gebühr ab 250.000 € weiter, OSKAR bleibt ab 50.000 € bei 0,70 %.

Mit 60 Jahren zählt auch, wie flexibel Sie an das Geld kommen. Bei OSKAR können Sie jederzeit mit sofortiger Wirkung kündigen, bei LIQID mit zwei Wochen Frist. Wie lange ein Betrag bei regelmäßiger Entnahme reicht, rechnet der Entnahmeplan durch. Die Einzelheiten zu LIQID stehen unter LIQID Erfahrungen.

Kosten bei 200.000 € im Jahr
Anbieter / StrategieGebühr p. a.Fondskosten p. a.Kosten im Jahr
OSKAR klassik0,70 %0,15 %1.700 €
LIQID CORE Global0,60 %0,07 bis 0,22 %1.340 bis 1.640 €
Whitebox Global0,35 %Ø 0,21 %1.120 €
comdirect cominvest0,75 %Ø 0,23 %1.960 €

Berechnet von geld-was-nun.de, ohne Wertentwicklung. Quellen: OSKAR Kundendokumente Juli 2026; LIQID Vertragsbedingungen September 2026; Whitebox Gebühren-FAQ; comdirect Preisverzeichnis Juli 2026.

Wie sicher ist das Geld bei OSKAR?

Die Wertpapiere liegen in Ihrem Depot bei der Baader Bank. Bei einer Insolvenz der Depotbank haben Sie laut Sicherheitsseite einen Herausgabeanspruch, die Wertpapiere fallen nicht in die Insolvenzmasse. Der Verwalter darf weder Besitz noch Eigentum an Ihrem Vermögen erlangen.

Guthaben auf dem Verrechnungskonto bei der Baader Bank ist gesetzlich bis 100.000 € gesichert, zusätzlich über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Wie weit diese freiwillige Sicherung reicht, erklärt Freiwillige Einlagensicherung, was im Depot geschützt ist Einlagensicherung Depot. Vor Kursverlusten schützt beides nicht.

Wo widersprechen sich Website und Vertrag bei OSKAR?

Wir fanden fünf Abweichungen. Maßgeblich ist jeweils die Kosteninformation und der Vertrag, die Sie vor Abschluss erhalten.

  • Fondskosten klassik: Website 0,14 % und Gesamtkosten 1,14 / 0,94 / 0,84 %; Kosteninformation 0,15 % und 1,15 / 0,95 / 0,85 %.
  • Fondskosten pro: Website nennt für Krypto 0,56 % im Text und 0,59 % in der Fußnote, die Kosteninformation 1,03 %.
  • Kündigungsfrist des Verwalters: Vorabinformation zwei Monate, Vertragsbedingungen im selben Dokument sechs Wochen.
  • Schutz der Depotwerte: Die Seite zu OSKAR black spricht von rechtlich geschütztem Sondervermögen, Sicherheitsseite und Kundendokumente von einem Herausgabeanspruch.
  • Mindestanlage: Website „ab 25 Euro pro Monat“, Vertrag 1.000 € als vereinbarter Mindestbetrag, darunter ist ein Sparplan nötig.

OSKAR black ist übrigens kein eigener Tarif, sondern die Stufe ab 50.000 € mit 0,70 % Gebühr. Auf der Seite mit den Vertragsunterlagen stehen zwei Fassungen der Kundendokumente; gültig ist die neuere vom 23.07.2026.

Für wen passt OSKAR nach den Unterlagen?

OSKAR rechnet sich vor allem für Depots ab 50.000 €, weil darunter die höheren Stufen von 1,00 % und 0,80 % greifen. Über 50.000 € bleibt der Satz konstant, bei sehr großen Beträgen holen Anbieter mit weiterer Staffel auf. Wer eine App mit einfacher Bedienung und Sparplan ab 25 € sucht, findet das bei OSKAR; wer Einzeltitel oder persönliche Betreuung will, nicht.

Ein Kostenvergleich aller Verwalter in Euro steht unter Vermögensverwaltung Kosten. Ein ETF-Verwalter ohne Staffel mit niedrigerer Pauschale ist Whitebox, siehe Whitebox Erfahrungen.

Wie kündigen Sie bei OSKAR?

Sie können den Vermögensverwaltungsvertrag jederzeit mit sofortiger Wirkung kündigen, in Textform oder im Kundenbereich, ebenso den Servicevertrag. Wer einen der beiden Verträge kündigt, beendet automatisch auch den anderen. Eine Mindestlaufzeit oder Vertragsstrafen gibt es nicht, Einrichtungs- und Schließungskosten fallen laut Website nicht an.

Fällt das Depot durch Auszahlungen unter 1.000 €, ist das laut Vertrag ein Kündigungsgrund für den Verwalter. Wer Steuern auf Gewinne aufschieben will, lässt die ETFs auf ein anderes Depot übertragen, statt zu verkaufen. Alle Robo-Advisor mit niedriger Mindestanlage stehen im Robo-Advisor Vergleich, alle Verwalter im Vermögensverwaltung Vergleich.

Häufige Fragen

Wer steckt hinter OSKAR?

Hinter OSKAR stehen zwei Firmen. Die Oskar.de GmbH aus Karlsruhe betreibt Website und App und erbringt laut Servicevertrag Reporting und Kommunikation. Vermögensverwalter ist die Scalable Capital Bank GmbH in München, ein Kreditinstitut unter Aufsicht von BaFin und Bundesbank, BaFin-ID 10141823. Das Depot führt die Baader Bank AG.

Was kostet OSKAR bei 100.000 €?

Laut Kosteninformation vom Juli 2026 0,85 % im Jahr, also 850 €: 0,70 % Gebühr inklusive Umsatzsteuer und 0,15 % Fondskosten bei OSKAR klassik. Die Gebühr enthält Verwaltung, Service und Transaktionen. Bei OSKAR pro Value & Dividende sind es 0,99 % oder 990 €, bei Megatrends 1,13 %. Eine Gewinnbeteiligung gibt es nicht.

Ist OSKAR seriös?

Der Verwalter, die Scalable Capital Bank, ist ein beaufsichtigtes Kreditinstitut mit Erlaubnis zur Finanzportfolioverwaltung, die Wertpapiere liegen bei der Baader Bank in Ihrem Depot. Das sind belastbare Strukturen. Über die künftige Rendite sagt das nichts. Ein Schwachpunkt sind die Abweichungen zwischen Website und Kosteninformation, etwa bei den Fondskosten; maßgeblich sind die Vertragsunterlagen.

Was ist OSKAR black?

OSKAR black ist kein eigenes Produkt, sondern die Bezeichnung für Kunden ab 50.000 € Depotwert. Für sie gilt die niedrigste Gebührenstufe von 0,70 % im Jahr inklusive Umsatzsteuer, plus Fondskosten. Bei OSKAR klassik ergibt das 0,85 % gesamt. Die black-Seite spricht von Sondervermögen, die übrigen Unterlagen von einem Herausgabeanspruch bei der Depotbank.

Ich habe 8.000 €: Ist OSKAR teuer?

Unter 10.000 € gilt die höchste Stufe: 1,00 % Gebühr plus 0,15 % Fondskosten, bei 8.000 € also 92 € im Jahr (berechnet). Whitebox Global käme auf 44,80 €. Bei kleinen Beträgen fällt der Satz stärker ins Gewicht als der Euro-Betrag. Wer regelmäßig spart und die 10.000 € bald erreicht, rutscht automatisch in die Stufe mit 0,80 %.

Kann ich bei OSKAR jederzeit an mein Geld?

Ja. Sie können den Vertrag jederzeit mit sofortiger Wirkung kündigen oder Teilbeträge auszahlen lassen, solange 1.000 € im Depot bleiben; fällt das Depot darunter, darf der Verwalter kündigen. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht. Beim Verkauf werden Gewinne mit Abgeltungsteuer belegt, die Baader Bank führt sie direkt ab.

Was passiert, wenn Scalable Capital oder OSKAR insolvent wird?

Ihre ETFs liegen nicht bei Scalable oder OSKAR, sondern bei der Baader Bank in Ihrem Depot. Bei einer Insolvenz des Verwalters bleibt das Depot unberührt, Sie können es einem anderen Verwalter übertragen. Bei einer Insolvenz der Depotbank haben Sie einen Herausgabeanspruch; Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist bis 100.000 € gesetzlich gesichert.

Weiterlesen

Quellen

  1. OSKAR/Scalable Capital: Kundendokumente mit Vertragsbedingungen, Preisverzeichnis und Kosteninformation, Stand Juli 2026
  2. Oskar.de GmbH: Vertragsbedingungen Servicevertrag, Stand 15.03.2026
  3. OSKAR: Kosten, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  4. OSKAR: Sicherheit, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  5. OSKAR: black, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  6. BaFin-Unternehmensdatenbank: Scalable Capital Bank GmbH (ID 10141823), Stand Stand der Daten 30.09.2026
  7. BaFin-Unternehmensdatenbank: Baader Bank AG, Stand Stand der Daten 30.09.2026
  8. Baader Bank: Informationsbogen zum Einlagensicherungsschutz, Stand 21.08.2015
  9. § 16 ErbStG (Freibeträge), Stand zuletzt geändert durch Art. 10 G v. 22.6.2026 I Nr. 192
  10. LIQID Vertragsbedingungen mit Preisverzeichnis, Stand September 2026
  11. Whitebox: Höhe der Gebühren, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026

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