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50.000 Euro anlegen: Zinsen, Anbieter und Kosten im Vergleich
50.000 € auf dem Girokonto bringen keinen Zins, während die Preise zuletzt um 3,3 % stiegen. Das sind rechnerisch 1.650 € Kaufkraft in einem Jahr.
Diese Seite zeigt belegte Zinsen, die Kosten aller Verwalter für 50.000 € und wie viel davon steuerfrei bleibt.
Wer 50.000 Euro anlegen möchte, kommt mit einer einzigen Bank aus und bleibt trotzdem vollständig in der gesetzlichen Einlagensicherung. Gleichzeitig ist 50.000 € die Schwelle, ab der mehrere Vermögensverwalter günstiger werden oder überhaupt erst Kunden aufnehmen. Hier stehen die Zinsen mit Stand, die Kosten jedes Verwalters in Euro und die Steuer auf die Erträge. Wer 50.000 Euro geerbt hat, findet unten die Reihenfolge vom Sichern über die Erbschaftsteuer bis zur Anlage.
Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Kurz beantwortet
- Gesetzlich gesichert sind 100.000 € je Person und Bank (§ 8 Abs. 1 EinSiG); 50.000 € samt Zinsen passen damit vollständig auf eine Bank.
- Festgeld für zwölf Monate bringt auf 50.000 € zwischen 975 € (Skatbank, 1,95 %) und 1.600 € (norisbank, 3,20 %) Zinsen vor Steuern, Stand September und Oktober 2026.
- Eine digitale Vermögensverwaltung kostet bei 50.000 € zwischen 280 € (Whitebox Global) und 745 € (Estably) im Jahr, berechnet aus den Preisverzeichnissen.
- Steuerfrei bleiben 1.000 € Ertrag im Jahr (§ 20 Abs. 9 EStG). Bei 50.000 € reicht das bis 2,0 % Zins, bei zusammen veranlagten Paaren bis 4,0 %.
Welche Anlage passt zu Ihrem Betrag?
Drei Fragen, dann die passenden Anbieter, sortiert nach Kosten laut Kosteninformation.
Wie legen Sie 50.000 Euro sicher an?
Sicher im Sinne der gesetzlichen Einlagensicherung legen Sie 50.000 € an, wenn das Geld als Tagesgeld, Festgeld oder Sparbrief bei einer Bank mit Sitz im EWR liegt. Der Schutz umfasst 100.000 € je Person und Bank (§ 8 Abs. 1 EinSiG), die Erstattung kommt binnen sieben Arbeitstagen nach Feststellung durch die BaFin, ohne Antrag (§ 14 Abs. 3 EinSiG).
Sicher heißt dabei nur: Die Bankpleite kostet Sie nichts. Gegen die Teuerung schützt die Einlagensicherung nicht. Die Inflationsrate lag im September 2026 bei voraussichtlich 3,3 % (Statistisches Bundesamt, vorläufig, 30.09.2026). Kein Zins in unserer Recherche liegt darüber. Wer 50.000 € ganz in Tagesgeld hält, verliert in diesem Umfeld also real an Kaufkraft, nur weniger als auf dem Girokonto.
Wer zusätzlich in Wertpapiere anlegt, tauscht diesen Nachteil gegen Kursrisiko. Der Anteil im Depot kann fallen, auch über Jahre. Wie Sie den Betrag aufteilen, hängt von Ihren Terminen ab. Die Grundlagen der Aufteilung stehen auf der Übersichtsseite 100.000 Euro anlegen.
Wie viel Zinsen bringen 50.000 Euro für ein Jahr?
50.000 € bringen für ein Jahr Festgeld zwischen 975 € und 1.600 € Zinsen vor Steuern, je nach Bank. Das sind 81,25 € bis 133,33 € im Monat. Tagesgeld liegt darunter, wenn kein Neukundenzins greift.
Zwei Neukundenangebote passen genau zu 50.000 €. Raisin zahlt einen StartZins von 3,00 % für drei Monate auf höchstens 50.000 €, das sind 375 € (berechnet). Die Tagesgeld-Seite von Raisin nennt in den FAQ dagegen 3,50 %; maßgeblich ist die Seite des Angebots mit 3,00 %. ING zahlt 3,20 % für vier Monate auf ein neues Extra-Konto, danach 0,75 %. Auf ein Jahr gerechnet ergibt das 783,33 € (berechnet).
| Bank, Produkt | Zins p. a. | Stand | Zinsen pro Jahr |
|---|---|---|---|
| norisbank Festzins-Sparen, 12 Monate | 3,20 % | 01.10.2026 | 1.600 € |
| Deutsche Bank FestzinsSparen, Neugeld-Aktion | 3,0 % | 01.10.2026 | 1.500 € |
| Commerzbank Online-Festgeld, 1 Jahr | 2,75 % | 14.09.2026 | 1.375 € |
| Skatbank Festgeld, 12 Monate | 1,95 % | 24.09.2026 | 975 € |
| ING Extra-Konto, 4 Monate 3,20 %, dann 0,75 % | variabel | 01.10.2026 | 783,33 € |
| Skatbank Tagesgeld | 1,42 % | 24.09.2026 | 710 € |
Quelle: Zinsaushänge und Konditionenseiten der Banken, Abruf 01.10.2026. Zinsen pro Jahr berechnet, vor Steuern. Die norisbank-Website nennt für das Neugeld-Angebot 3,2 % für 6 Monate, der Zinsaushang 2,90 % für 6 und 3,20 % für 12 Monate.
Deutsche Bank und norisbank gehören zur selben Gruppe. Die Deutsche-Bank-Aktion gilt nur für Geld, das vorher nicht bei Deutsche Bank, Postbank, norisbank, BHW oder DWS lag. Festgeld ist bis zum Ende der Laufzeit gebunden; die norisbank verlangt eine Kündigung drei Monate vor Ende der Festzinsdauer, sonst verlängert sich die Anlage automatisch.
Auf wie viele Banken müssen Sie 50.000 Euro verteilen?
Für 50.000 € reicht eine Bank: Betrag und Zinsen bleiben deutlich unter der gesetzlichen Grenze von 100.000 € je Person und Bank. Selbst mit 1.600 € Zinsen nach einem Jahr liegen Sie bei 51.600 €.
Eine zweite Bank brauchen Sie erst, wenn dort bereits anderes Geld liegt. Die Grenze gilt für alle Konten eines Kunden bei einem Institut zusammen, gleich welche Währung und welcher Ort (§ 7 Abs. 3 EinSiG). Liegen 60.000 € schon auf dem Girokonto derselben Bank, wären 110.000 € dort, 10.000 € davon außerhalb der gesetzlichen Sicherung. Marken derselben Bank zählen gemeinsam, etwa Commerzbank und comdirect. Welche Marken zusammengehören, steht auf der Seite welche Banken gehören zusammen.
Der Rechner prüft das für Ihren eigenen Betrag, auch für ein Gemeinschaftskonto.
Welche Vermögensverwalter nehmen 50.000 Euro an?
Neun von zehn digitalen Vermögensverwaltern aus unserer Recherche nehmen 50.000 € an. Nur LIQID CORE Global verlangt mindestens 100.000 € Erstanlage (Vertragsbedingungen September 2026).
Für drei Anbieter ist 50.000 € eine Schwelle. Estably nimmt die Strategien Modern Value und Best of Funds erst ab 50.000 € an, Depotbank ist dann die Baader Bank. OSKAR berechnet ab 50.000 € statt 0,80 % nur noch 0,70 % Gebühr auf das ganze Portfolio. Whitebox senkt bei der Strategie Value den Satz ab 50.000 € von 0,85 % auf 0,75 %.
| Anbieter, Produkt | Gebühr p. a. | Produktkosten p. a. | Kosten pro Jahr | Art der Angabe |
|---|---|---|---|---|
| Whitebox Global | 0,35 % | 0,21 % | 280 € | berechnet |
| Raisin Vermögensverwaltung | 0,46 % | 0,18 bis 0,19 % | 320 bis 325 € | berechnet |
| FollowMyMoney MyInvestor | 0,49 % + 0,175 bis 0,25 % | nicht gefunden | 332,50 bis 370 € + Performance-Gebühr | berechnet |
| bevestor Select | 0,60 % | 0,12 bis 0,24 % | 360 bis 420 € | berechnet |
| OSKAR klassik | 0,70 % | 0,15 % | 425 € | Anbieterangabe |
| Whitebox Value | 0,75 % | 0,22 % | 485 € | berechnet |
| comdirect cominvest | 0,75 % | 0,23 % | 490 € | berechnet |
| Fidelity Wealth Expert | 0,55 % | 0,56 % | 555 € | berechnet |
| froots | 1,00 % | 0,17 % | 585 € | berechnet |
| Estably Modern Value | 1,19 % + 0,30 % Bankspesen | keine ausgewiesen | 745 € + Performance-Gebühr | berechnet |
| LIQID CORE Global | 0,60 % | 0,07 bis 0,22 % | nicht möglich | Mindestanlage 100.000 € |
Stand der Preisverzeichnisse Juni bis September 2026, Abruf 01.10.2026. Berechnet: Satz der erreichten Staffel auf den ganzen Betrag plus durchschnittliche Produktkosten.
Die Spanne beträgt 465 € im Jahr. Zwei Anbieter verlangen zusätzlich eine Gebühr auf Gewinne: Estably 10 % bei neuem Höchststand, FollowMyMoney 19 % über einer Mindestrendite. FollowMyMoney wirbt mit „reinen Performance-Gebühren“, das Preisverzeichnis nennt zusätzlich 0,49 % Service-Entgelt. Wie sich die Kosten bei höheren Beträgen entwickeln, zeigt die Seite Vermögensverwaltung Kosten.

Wie viel Steuer zahlen Sie auf Erträge aus 50.000 Euro?
Bis 1.000 € Ertrag im Jahr zahlen Sie keine Steuer, bei Zusammenveranlagung bis 2.000 € (Sparer-Pauschbetrag, § 20 Abs. 9 EStG). Darüber gelten 25 % Abgeltungsteuer (§ 32d Abs. 1 EStG) und 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf (§ 4 SolZG), bei Kirchenmitgliedern zusätzlich Kirchensteuer.
Bei 50.000 € ist der Pauschbetrag für eine Person bei 2,0 % Ertrag ausgeschöpft, für ein Paar bei 4,0 %. Zwei Rechenbeispiele, ohne Kirchensteuer:
- Commerzbank-Festgeld 2,75 %: 1.375 € Zinsen, 375 € steuerpflichtig, 93,75 € Abgeltungsteuer und 5,16 € Solidaritätszuschlag. Netto 1.276,09 €.
- norisbank Festzins-Sparen 3,20 %: 1.600 € Zinsen, 600 € steuerpflichtig, 150 € Abgeltungsteuer und 8,25 € Solidaritätszuschlag. Netto 1.441,75 €.
- Ein Paar mit Zusammenveranlagung zahlt in beiden Fällen keine Steuer, weil 2.000 € frei bleiben.
Die Gebühr einer Vermögensverwaltung mindert die Steuer nicht, weil tatsächliche Werbungskosten bei Kapitalerträgen nicht abziehbar sind (§ 20 Abs. 9 Satz 1 EStG). Ob in Ihrem Fall weniger Steuer anfällt, etwa bei geringem Einkommen, klärt das Finanzamt oder eine Steuerberatung.
50.000 Euro geerbt: was tun?
Wer 50.000 € geerbt hat, geht in vier Schritten vor: Geld sichern, Erbschaftsteuer prüfen, eine Reserve festlegen und erst dann den Rest anlegen. Für die Anlage gibt es keine Frist, für die Anzeige beim Finanzamt drei Monate (§ 30 Abs. 1 ErbStG). Bei diesem Betrag ist die Reihenfolge schnell erledigt, weil eine Bank zur Sicherung reicht und enge Verwandte keine Steuer zahlen.
- Sichern: 50.000 € passen samt Zinsen auf ein Konto, gesetzlich gesichert sind 100.000 € je Person und Bank (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Liegt bei derselben Bank schon Erspartes, zählt es mit, denn die Grenze gilt für alle Konten eines Kunden zusammen (§ 7 Abs. 3 EinSiG).
- Steuer prüfen: Kinder, Ehegatten, Enkel und Eltern zahlen auf 50.000 € nichts. Geschwister zahlen 4.500 €, nicht verwandte Erben 9.000 € (Tabelle unten). Diesen Betrag bis zum Bescheid verfügbar halten.
- Reserve festlegen: Was in den nächsten Jahren sicher gebraucht wird, bleibt auf Tages- oder Festgeld. Beispielrechnung: Sechs Monatsausgaben von je 2.500 € ergeben 15.000 € Reserve (berechnet von geld-was-nun.de). Wie groß der Puffer sein kann, steht unter wie viel Geld auf Tagesgeld.
- Anlegen: Im Beispiel bleiben 35.000 € für Festgeld oder ein Depot. Zinsen und Verwalterkosten stehen weiter oben, die Frage nach ETF und Einstiegszeitpunkt unter Erbe in ETF investieren.
| Erbe | Steuerklasse | Freibetrag | Steuer ohne Abzüge | mit 15.000 € Erbfallkosten |
|---|---|---|---|---|
| Ehegatte, eingetragener Lebenspartner | I | 500.000 € | 0 € | 0 € |
| Kind, Stiefkind | I | 400.000 € | 0 € | 0 € |
| Enkel (Elternteil lebt) | I | 200.000 € | 0 € | 0 € |
| Eltern, Großeltern | I | 100.000 € | 0 € | 0 € |
| Geschwister, Nichte, Neffe | II | 20.000 € | 4.500 € | 2.250 € |
| nicht verwandt, Lebensgefährte | III | 20.000 € | 9.000 € | 4.500 € |
Berechnet von geld-was-nun.de nach §§ 15, 16 und 19 ErbStG, Stand 01.10.2026: Erbe minus Freibetrag, auf volle 100 € abgerundet (§ 10 Abs. 1 Satz 6 ErbStG), mal Steuersatz, Härteausgleich nach § 19 Abs. 3 ErbStG geprüft. Rechte Spalte zusätzlich mit dem Erbfallkosten-Pauschbetrag von 15.000 € (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG). Ohne Vorschenkungen, Schulden und Versorgungsfreibetrag.
Bei 50.000 € geerbt zahlen Ehegatten, Kinder, Enkel und Eltern keine Erbschaftsteuer, weil ihr Freibetrag bei mindestens 100.000 € liegt (§ 16 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 ErbStG). Geschwister, Nichten, Neffen und nicht verwandte Personen haben nur 20.000 € Freibetrag (§ 16 Abs. 1 Nr. 5 und 7 ErbStG).
Ein Beispiel: Eine Schwester erbt 50.000 €. Steuerpflichtig sind 30.000 €, in Steuerklasse II gilt bis 75.000 € ein Satz von 15 % (§ 19 Abs. 1 ErbStG). Die Steuer beträgt 4.500 € (berechnet). Bei einer nicht verwandten Person gilt Steuerklasse III mit 30 %, das wären 9.000 €. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 12.10.2026 über Freibeträge und Steuersätze; bis dahin gelten die Werte unverändert. Mehr auf der Seite Erbschaftsteuer-Freibeträge, die Anlagefragen nach einem Erbe stehen unter Erbe anlegen.
Jedes Erbe ist binnen drei Monaten dem Erbschaftsteuer-Finanzamt anzuzeigen (§ 30 Abs. 1 ErbStG), es sei denn, ein Gericht oder Notar hat das Testament eröffnet und das Verhältnis zum Erblasser geht daraus hervor.
Den Pauschbetrag von 15.000 € für Bestattung, Grabmal und Nachlassabwicklung zieht das Finanzamt ohne Nachweis ab (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG); bei der Schwester im Beispiel sinkt die Steuer dadurch auf 2.250 €. Wie die Steuer bei Geschwistern im Detail berechnet wird, steht unter Erbschaftsteuer Geschwister.
Welche Risiken haben die Anlageformen bei 50.000 Euro?
Festgeld trägt das Inflationsrisiko und bindet das Geld bis zum Laufzeitende. Tagesgeld ist jederzeit verfügbar, aber der Zins kann jederzeit sinken; der Skatbank-Satz von 1,42 % etwa folgt monatlich einem Referenzzins der EZB.
Eine Vermögensverwaltung in ETFs trägt Kursrisiko. Fällt der Markt, fällt das Depot, und kein Verwalter gleicht das aus. Die Wertpapiere selbst sind bei einer Pleite der Depotbank geschützt, weil sie Ihnen gehören und ausgesondert werden (§ 47 InsO). Die Anlegerentschädigung von höchstens 20.000 € greift nur, wenn ein Institut Wertpapiere nicht herausgeben kann (§ 4 Abs. 2 AnlEntG).
Bei froots, Sitz Wien, war in den Unterlagen nicht zu finden, ob Kunden mit Steuersitz in Deutschland aufgenommen werden und wie die Kapitalertragsteuer abgeführt wird. Fragen Sie das vor einem Vertrag direkt nach.
Was ist der nächste Schritt mit 50.000 Euro?
Der nächste Schritt ist eine Liste: Welcher Betrag muss in den nächsten Jahren verfügbar sein, und welcher darf schwanken. Der verfügbare Teil kommt auf Tages- oder Festgeld, der Rest kann in eine Verwaltung oder ein eigenes Depot.
- Für den sicheren Teil: Zinsen vergleichen, auf Stand-Datum und Neukundenbedingungen achten. Mehr unter Einlagensicherung.
- Für den Depot-Teil: Kosten im Rechner oben prüfen und die Merkmale im Vermögensverwaltung-Vergleich ansehen.
- Wer mit mehr Geld rechnet, etwa aus einem weiteren Erbteil: Ab 100.000 € öffnet sich zusätzlich LIQID, siehe Vermögensverwaltung ab welchem Betrag.

Häufige Fragen
Wie viel Zinsen bekomme ich für 50.000 Euro?
Für zwölf Monate Festgeld zwischen 975 € (Skatbank, 1,95 %, Stand 24.09.2026) und 1.600 € (norisbank, 3,20 %, Stand 01.10.2026) vor Steuern. Im Monat sind das 81,25 € bis 133,33 €. Tagesgeld ohne Neukundenzins bringt weniger, bei der Skatbank mit 1,42 % zum Beispiel 710 € im Jahr. Zinsen ändern sich laufend, deshalb gilt jeder Satz nur mit seinem Stand.
Ist es sinnvoll, 50.000 Euro auf mehrere Banken zu verteilen?
Für die gesetzliche Einlagensicherung ist es nicht nötig, weil 100.000 € je Person und Bank gedeckt sind (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Eine zweite Bank wird nötig, wenn bei derselben Bank schon anderes Guthaben liegt, denn alle Konten eines Kunden zählen zusammen (§ 7 Abs. 3 EinSiG). Marken derselben Bank, etwa Commerzbank und comdirect, gelten als ein Institut.
Lohnt sich eine Vermögensverwaltung ab 50.000 Euro?
Ob sie sich lohnt, hängt von der Wertentwicklung ab, die niemand vorhersagen kann. Feststehen nur die Kosten: 280 € bis 745 € im Jahr bei 50.000 €, berechnet aus den Preisverzeichnissen. Neun von zehn Verwaltern aus unserer Recherche nehmen den Betrag an, LIQID erst ab 100.000 €. Dem stehen Kursschwankungen gegenüber, Verluste sind möglich.
Muss ich Zinsen aus 50.000 Euro versteuern?
Nur den Teil über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr, bei Zusammenveranlagung 2.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG). Darauf fallen 25 % Abgeltungsteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag an. Bei 2,75 % Zins sind das 98,91 € Steuer auf 1.375 € Zinsen. Ein Paar zahlt bis 4,0 % Zins auf 50.000 € keine Steuer.
Wie viel Erbschaftsteuer zahle ich auf 50.000 Euro?
Ehegatten, Kinder, Enkel und Eltern zahlen nichts, ihr Freibetrag liegt bei mindestens 100.000 € (§ 16 ErbStG). Geschwister haben 20.000 € frei und zahlen auf die übrigen 30.000 € 15 %, also 4.500 €. Nicht verwandte Erben zahlen nach Abzug von 20.000 € Freibetrag 30 %, das sind 9.000 €. Die Werte gelten bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nach dem 12.10.2026.
Kann ich 50.000 Euro für ein Jahr fest anlegen und trotzdem rankommen?
Beim Festgeld nicht ohne Weiteres; die ING schließt Verfügungen während der Laufzeit aus. Die norisbank lässt eine vorzeitige Kündigung grundsätzlich nicht zu und prüft nur bei Krankheit oder Todesfall im Einzelfall. Wer jederzeit an einen Teil kommen will, teilt den Betrag: einen Teil auf Tagesgeld, den Rest auf Festgeld. Die Einlagensicherung gilt für beide Kontoarten gleich, zusammen bis 100.000 € je Bank.
Ich habe 50.000 € geerbt. Soll ich das Geld aufs Tagesgeld legen oder in ETFs stecken?
Das hängt davon ab, wann Sie das Geld brauchen; eine persönliche Empfehlung geben wir nicht. Was Sie in den nächsten Jahren ausgeben wollen, gehört auf Tages- oder Festgeld, dort sind 50.000 € samt Zinsen bei einer Bank gesetzlich gesichert. Nur Geld, das viele Jahre liegen bleiben kann, eignet sich für breit gestreute ETFs, weil Kursverluste auch über mehrere Jahre möglich sind. Beides lässt sich kombinieren.
Ich bin 30 und habe 50.000 € von meiner Oma geerbt. Was mache ich jetzt?
Zuerst melden Sie das Erbe binnen drei Monaten dem Finanzamt (§ 30 Abs. 1 ErbStG); Steuer fällt nicht an, Enkel haben mindestens 200.000 € Freibetrag (§ 16 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG). Danach legen Sie eine Reserve für feste Ausgaben auf ein Tagesgeldkonto. Mit 30 liegen bis zur Regelaltersgrenze von 67 Jahren (§ 35 SGB VI) noch 37 Jahre, ein Teil kann also lange angelegt bleiben. Kursverluste sind dabei möglich, eine Garantie gibt es nicht.
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WeiterlesenQuellen
- Einlagensicherungsgesetz § 8, Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
- Einkommensteuergesetz § 20 (Sparer-Pauschbetrag), Stand zuletzt geändert 29.06.2026, Abruf 01.10.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 16 (Freibeträge), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
- norisbank Zinsaushang, Stand 01.10.2026
- Commerzbank Online-Termingeld EUR, Stand 14.09.2026
- Skatbank Konditionen- und Preisverzeichnis, Stand gültig ab 24.09.2026
- Raisin StartZins, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
- OSKAR Kundendokumente mit Kosteninformation, Stand Juli 2026
- Estably Kosten, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
- Whitebox Gebühren, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 348: Inflationsrate September 2026, Stand 30.09.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 10 (steuerpflichtiger Erwerb, Erbfallkosten-Pauschbetrag), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 19 (Steuersätze, Härteausgleich), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 30 (Anzeige des Erwerbs), Stand Abruf 01.10.2026
- Einlagensicherungsgesetz § 7 (Berechnung der Entschädigung), Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
- SGB VI § 35 (Regelaltersgrenze), Stand Abruf 01.10.2026
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