Start · Summen anlegen · 500.000 Euro anlegen: Kosten, Einlagensicherung und Staffeln

500.000 Euro anlegen: Kosten, Einlagensicherung und Staffeln

500.000 € auf einem Konto sind gesetzlich dauerhaft nur zu 100.000 € gesichert. Und die teuerste Verwaltung kostet 4.300 € im Jahr mehr als die günstigste.

Hier stehen Preisstufen, Kosten in Euro, Banken-Zahl und Steuer für genau 500.000 €, jede Zahl mit Quelle.

Wer 500.000 Euro anlegen will, erreicht bei mehreren Vermögensverwaltern die nächste Preisstufe und braucht für den gesicherten Teil fünf Banken. Genau diese Summe deckt die Einlagensicherung nach einer Abfindung oder dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie, aber nur für sechs Monate; bei einem gewöhnlichen Erbe ist das nicht eindeutig. Diese Seite zeigt Kosten in Euro, Banken-Zahl, Zinsen und Steuer für eine halbe Million. Wer 500.000 Euro geerbt hat, findet unten die Reihenfolge und die Erbschaftsteuer je Verwandtschaftsgrad.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Person prüft eine Anlageübersicht am Laptop

Kurz beantwortet

  • Nach einer Abfindung wegen Arbeitsplatzverlust oder dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie sind bis zu 500.000 € gesichert, aber nur sechs Monate nach Gutschrift (§ 8 Abs. 2 EinSiG). Ein gewöhnliches Erbe ist davon nicht eindeutig erfasst.
  • Dauerhaft gesetzlich gesichert braucht eine Person für 500.000 € fünf Banken, mit Zinsen sechs.
  • Eine digitale Vermögensverwaltung kostet bei 500.000 € zwischen 2.150 € (Raisin) und 6.450 € (Estably Modern Value) im Jahr, berechnet aus den Preisverzeichnissen.
  • Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG) ist bei 500.000 € schon ab 0,2 % Ertrag aufgebraucht.

Welche Anlage passt zu Ihrem Betrag?

Drei Fragen, dann die passenden Anbieter, sortiert nach Kosten laut Kosteninformation.

Wie sicher sind 500.000 Euro nach Hausverkauf, Abfindung oder Erbe?

Nach dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie oder einer Abfindung wegen Verlust des Arbeitsplatzes sind 500.000 € auf einer Bank gesetzlich gesichert, aber nur für sechs Monate nach der Gutschrift; nach einem gewöhnlichen Erbe ist das nicht eindeutig. § 8 Abs. 2 EinSiG erhöht die Deckung auf insgesamt bis zu 500.000 € nur für drei Gruppen: Erlöse aus privaten Wohnimmobilien, Beträge mit sozialem, gesetzlich vorgesehenem Zweck wie Sozialleistungen, Abfindungen, Kapitalauszahlungen aus Betriebsrente, Riester oder Versorgungswerk und Versorgungsausgleich (Katalog in § 8 Abs. 3 EinSiG) sowie Entschädigungen für Opfer von Gewalttaten. Eine gewöhnliche Erbschaft und die Auszahlung einer privaten Lebensversicherung stehen nicht im Katalog des Gesetzes; dort ist die erhöhte Deckung nicht eindeutig. Der sichere Weg ist, auf mehrere Banken je 100.000 € zu verteilen.

Die Regel hat drei Haken. Sie müssen den Anlass schriftlich mit Belegen glaubhaft machen (§ 8 Abs. 5 EinSiG). Die Erstattung kommt erst sieben Arbeitstage nach Ihrer Anmeldung (§ 14 Abs. 3 Satz 2 EinSiG) und kann aufgeschoben werden (§ 15 Abs. 2 EinSiG). Und nach sechs Monaten fällt der Schutz auf 100.000 € je Person und Bank zurück (§ 8 Abs. 1 EinSiG).

Die sechs Monate sind deshalb eine Frist zum Verteilen, kein Dauerzustand. Die Fallgruppen der Regel und ihre Belege stehen auf der Seite Einlagensicherung über 100.000 Euro. Eine EU-Richtlinie von 2026 (RL (EU) 2026/804) erweitert den Schutz, muss aber erst bis 11.05.2028 in deutsches Recht umgesetzt werden; ein Entwurf dafür lag am 01.10.2026 nicht vor.

Kommt das Geld aus dem Verkauf eines Hauses, stellen sich vorher Fragen zu Spekulationsfrist und Steuer auf den Verkaufserlös. Die beantwortet Saxon Capital, diese Seite beginnt beim Geldeingang.

Auf wie viele Banken verteilen Sie 500.000 Euro?

Eine einzelne Person verteilt 500.000 € auf fünf Banken, um dauerhaft gesetzlich voll gesichert zu sein, und auf sechs, wenn auch die Zinsen gedeckt sein sollen. Ein Paar mit Gemeinschaftskonten ist mit 200.000 € je Bank gesichert (§ 7 Abs. 4 EinSiG) und braucht drei Banken.

Fünf Banken heißen fünf verschiedene Institute, nicht fünf Marken. Deutsche Bank, Postbank, DSL Bank, FYRST und maxblue zählen als eine Bank, Commerzbank und comdirect ebenfalls. Bei Plattformen wie Raisin ist die jeweilige Partnerbank Vertragspartner und Sicherungsträger, gesichert über das System ihres Sitzlandes bis 100.000 €.

Banken für 500.000 € bei gesetzlicher Sicherung
Fallgesichert je BankBanken nötig
Eine Person, dauerhaft100.000 €5, mit Zinsen 6
Paar, Gemeinschaftskonten200.000 €3
Eine Person, binnen 6 Monaten nach Abfindung oder Verkauf einer privaten Wohnimmobiliebis 500.000 €1
Eine Person, gewöhnliches Erbe oder private Lebensversicherungnicht eindeutig über 100.000 €5

Berechnet nach § 7 Abs. 4 und § 8 Abs. 1 und 2 EinSiG, Fassung vom 25.03.2026.

Bei privaten Banken kommt der freiwillige Einlagensicherungsfonds hinzu. Er deckt seit 2025 höchstens 8,75 % der Eigenmittel der Bank, gedeckelt auf 3 Mio. € je Person; bei neu aufgenommenen Instituten gelten zunächst 250.000 € (§ 6 Abs. 8 Statut ESF). Einen Rechtsanspruch gibt es nicht (§ 6 Abs. 19 Statut ESF). Wer ausschließlich auf den gesetzlichen Schutz bauen will, rechnet mit 100.000 € je Bank.

Was kostet eine Vermögensverwaltung bei 500.000 Euro?

Bei 500.000 € kostet eine digitale Vermögensverwaltung zwischen 2.150 € und 6.450 € im Jahr, berechnet aus Gebühr und Produktkosten. Keiner der Anbieter weist diesen Betrag in seiner Kosteninformation selbst aus. Alle Werte unten sind deshalb selbst gerechnet, mit dem Satz der erreichten Stufe auf den ganzen Betrag.

500.000 € ist bei vier Anbietern eine Stufengrenze. LIQID senkt die Gebühr von 0,55 % auf 0,50 %, Whitebox Value von 0,45 % auf 0,35 %, Raisin von 0,29 % auf 0,25 %, Estably von 1,09 % auf 0,99 %. Wer 499.000 € anlegt, zahlt den höheren Satz.

Kosten pro Jahr bei 500.000 €
Anbieter, ProduktGebühr p. a.Produktkosten p. a.Kosten pro Jahr
Raisin Vermögensverwaltung0,25 %0,18 bis 0,19 %2.150 bis 2.200 €
Whitebox Global0,35 %0,21 %2.800 €
LIQID CORE Global0,50 %0,07 bis 0,22 %2.850 bis 3.600 €
Whitebox Value0,35 %0,22 %2.850 €
FollowMyMoney MyInvestor0,49 % + 0,175 bis 0,25 %nicht gefunden3.325 bis 3.700 € + Performance-Gebühr
bevestor Select0,60 %0,12 bis 0,24 %3.600 bis 4.200 €
OSKAR klassik0,70 %0,15 %4.250 €
comdirect cominvest0,75 %0,23 %4.900 €
Fidelity Wealth Expert0,55 %0,56 %5.550 €
froots1,00 % (Vertrag)0,17 %5.850 €
Estably Modern Value0,99 % + 0,30 % Bankspesenkeine ausgewiesen6.450 € + Performance-Gebühr

Alle Werte berechnet aus Staffel plus durchschnittlichen Produktkosten laut Preisverzeichnis, Stand Juni bis September 2026, Abruf 01.10.2026. Keine Anbieterangabe für 500.000 €.

Bei froots widersprechen sich Website und Vertrag. Die Website nennt eine Staffel je Kapitaltranche, von 1,00 % bis 150.000 € über 0,90 % bis 500.000 €. Vertrag und MiFID-Broschüre kennen nur 1,00 %, 0,95 % und 0,90 % nach Dauer der Kundenbeziehung. Mit der Website-Staffel ergäben sich 1,10 % oder 5.500 € (berechnet). bevestor nennt auf der Website für die Einmalanlage höchstens 100.000 €; ob 500.000 € auf einmal angenommen werden, klärt nur der Anbieter. FollowMyMoney und Estably verlangen zusätzlich eine Gebühr auf Gewinne.

Bei 500.000 € kostet jeder Zehntelprozentpunkt 500 € im Jahr. Wie sich die Kostenarten zusammensetzen, steht unter Vermögensverwaltung Kosten.

Brauchen Sie bei 500.000 Euro einen persönlichen Berater?

Einen persönlichen Berater brauchen Sie bei 500.000 € rechtlich nicht. Wichtig ist, welche Rolle Ihr Gegenüber hat. Ein Vermögensverwalter entscheidet selbst über die Anlage, das heißt Finanzportfolioverwaltung und braucht eine BaFin-Erlaubnis (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG, § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG). Ein Anlageberater gibt nur eine Empfehlung, die Entscheidung treffen Sie. Auch dafür ist eine BaFin-Erlaubnis nötig, außer bei Beratung allein zu Fonds und Vermögensanlagen.

Für diesen Ausschnitt genügt eine Gewerbeerlaubnis: als Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO, der von Produktgebern bezahlt werden darf, oder als Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h GewO, der nur vom Kunden bezahlt wird und Provisionen auskehren muss. In jedem Fall muss Ihnen vorab eine Kosteninformation in Euro und Prozent vorliegen (§ 63 Abs. 7 WpHG). Wer Sie berät, muss Ihnen vor Vertragsschluss eine Geeignetheitserklärung geben (§ 64 Abs. 4 WpHG).

Unter den digitalen Verwaltern bieten nicht alle einen festen Ansprechpartner. Der Anlage-Finder oben auf dieser Seite filtert danach.

Person prüft eine Anlageübersicht am Laptop: Details

Wie viel Zinsen bringen 500.000 Euro?

500.000 € bringen bei den geprüften Banken zwischen 7.100 € und 13.750 € Zinsen im Jahr vor Steuern, wenn der ganze Betrag bei einer Bank liegt. Das sind 591,67 € bis 1.145,83 € im Monat. Wie oben beschrieben, ist ein solcher Betrag bei einer Bank aber nur zu 100.000 € gesetzlich gesichert.

Zinsen auf 500.000 € pro Jahr
Bank, ProduktZins p. a.StandZinsen pro Jahr
Commerzbank Online-Festgeld, 1 Jahr2,75 %14.09.202613.750 €
ING Festgeld, 12 Monate, ab 250.000 €2,70 %22.09.202613.500 €
Commerzbank Topzinskonto Plus, Neugeld bis 1 Mio. €2,25 %01.10.202611.250 €
Skatbank Festgeld, 12 Monate1,95 %24.09.20269.750 €
Skatbank Tagesgeld, kein Höchstbetrag1,42 %24.09.20267.100 €

Quelle: Preisaushänge und Konditionenseiten der Banken, Abruf 01.10.2026. Zinsen pro Jahr berechnet, vor Steuern.

Verteilt auf fünf Banken mischen sich die Sätze. Über Raisin bieten ausgewählte deutsche Partnerbanken Festgeld bis 500.000 € oder 1 Mio. € je Anleger an; die Zinssätze waren ohne Konto nicht abrufbar. Die Inflationsrate lag im September 2026 bei voraussichtlich 3,3 % (Statistisches Bundesamt, vorläufig). Alle Sätze der Tabelle liegen darunter.

Wie viel Steuer zahlen Sie auf Erträge aus 500.000 Euro?

Auf Erträge über 1.000 € im Jahr, für zusammen veranlagte Paare über 2.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG), zahlen Sie 25 % Abgeltungsteuer (§ 32d Abs. 1 EStG) und 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf (§ 4 SolZG), Kirchenmitglieder zusätzlich Kirchensteuer. Bei 500.000 € spielt der Pauschbetrag kaum noch eine Rolle: Er ist ab 0,2 % Ertrag ausgeschöpft.

Rechenbeispiel mit 2,75 % Zins, eine Person, ohne Kirchensteuer: 13.750 € Zinsen, 12.750 € steuerpflichtig, 3.187,50 € Abgeltungsteuer und 175,31 € Solidaritätszuschlag. Netto bleiben 10.387,19 €, also 865,60 € im Monat.

Gebühren der Vermögensverwaltung sind nicht als Werbungskosten abziehbar (§ 20 Abs. 9 Satz 1 EStG). Ob bei Ihnen eine andere Besteuerung günstiger ist, klärt das Finanzamt oder eine Steuerberatung. Bei einem Erbe in dieser Höhe kommt Erbschaftsteuer hinzu, sobald der Freibetrag überschritten ist; Kinder haben 400.000 € frei (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG). Mehr unter Erbschaftsteuer-Freibeträge.

Welche Risiken wiegen bei 500.000 Euro schwerer?

  • Kursverlust: Ein Rückgang des Depots um ein Zehntel kostet bei 500.000 € 50.000 €. Verluste dieser Größe sind an Aktienmärkten möglich, und kein Verwalter gleicht sie aus.
  • Fristablauf: Die erhöhte Einlagensicherung endet sechs Monate nach der Gutschrift. Wer bis dahin nicht verteilt hat, ist zu 400.000 € nur noch freiwillig oder gar nicht gesichert.
  • Inflation: Bei 3,3 % Teuerung verlieren 500.000 € rechnerisch 16.500 € Kaufkraft im Jahr, wenn sie unverzinst liegen.
  • Ausland: Estably sitzt in Liechtenstein, froots in Wien. Bei froots war nicht zu finden, ob Kunden mit Steuersitz in Deutschland aufgenommen werden.
  • Gebundenes Kapital: Private-Equity-Fonds wie LIQID PRO schließen die Rückgabe aus; Festgeld ist bis zum Ende der Laufzeit fest.

500.000 Euro geerbt: was tun?

Wer 500.000 € geerbt hat, verteilt das Geld zuerst auf fünf Banken, legt die Erbschaftsteuer zurück, die bei diesem Betrag schon für Kinder anfällt, und entscheidet erst nach Reserve und Steuerrücklage über die Anlage. Anders als nach einem Hausverkauf deckt die Einlagensicherung ein gewöhnliches Erbe nicht eindeutig bis 500.000 €.

  • Sichern: fünf Banken je 100.000 €, mit Zinsen sechs (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Wie man ein Erbe übergangsweise auf Tages- und Festgeld verteilt, steht unter Erbe auf Tagesgeld und Festgeld.
  • Steuer prüfen: Ein Kind zahlt 11.000 €: 500.000 € minus 400.000 € Freibetrag ergibt 100.000 €, darauf 11 % in Steuerklasse I (§ 16 Abs. 1 Nr. 2, § 19 Abs. 1 ErbStG). Ehegatten zahlen bei 500.000 € Freibetrag nichts, Geschwister 120.000 €.
  • Reserve und Steuerrücklage: Neben dem Puffer für Ausgaben der nächsten Jahre bleibt die Steuer bis zum Bescheid auf Tages- oder Festgeld. Wann gezahlt werden muss, steht unter Erbschaftsteuer zahlen: Frist.
  • Anlegen: Die Kosten der Verwalter für diesen Betrag stehen oben. Ob ein Teil in eine Immobilie fließen soll, wägt Immobilie oder ETF ab, wie lange der Betrag bei Entnahmen reicht, rechnet von 500.000 Euro leben.
Erbschaftsteuer auf 500.000 € nach Verwandtschaft
ErbeSteuerklasseFreibetragSteuer ohne Abzügemit 15.000 € Erbfallkosten
Ehegatte, eingetragener LebenspartnerI500.000 €0 €0 €
Kind, StiefkindI400.000 €11.000 €9.350 €
Enkel (Elternteil lebt)I200.000 €33.000 €31.350 €
Eltern, GroßelternI100.000 €60.000 €57.750 €
Geschwister, Nichte, NeffeII20.000 €120.000 €116.250 €
nicht verwandt, LebensgefährteIII20.000 €144.000 €139.500 €

Berechnet von geld-was-nun.de nach §§ 15, 16 und 19 ErbStG, Stand 01.10.2026: Erbe minus Freibetrag, auf volle 100 € abgerundet (§ 10 Abs. 1 Satz 6 ErbStG), mal Steuersatz, Härteausgleich nach § 19 Abs. 3 ErbStG geprüft. Rechte Spalte zusätzlich mit dem Erbfallkosten-Pauschbetrag von 15.000 € (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG). Ohne Vorschenkungen, Schulden und Versorgungsfreibetrag.

Den Pauschbetrag von 15.000 € für Bestattung, Grabmal und Nachlassabwicklung zieht das Finanzamt ohne Nachweis ab (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG), beim Kind sinkt die Steuer damit auf 9.350 €. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 12. und 13.10.2026 über das Erbschaftsteuergesetz; bis zu einer Entscheidung gelten die Werte der Tabelle. Freibeträge im Detail: Erbschaftsteuer für Kinder, Erbschaftsteuer für Ehepartner.

Wie gehen Sie mit 500.000 Euro in den ersten sechs Monaten vor?

  • Gutschrift und Anlass belegen, etwa mit Aufhebungsvertrag oder Kaufvertrag. Die erhöhte Deckung müssen Sie schriftlich glaubhaft machen (§ 8 Abs. 5 EinSiG). Bei einem gewöhnlichen Erbe sofort auf mehrere Banken je 100.000 € verteilen, weil die erhöhte Deckung dort nicht eindeutig gilt.
  • Innerhalb der sechs Monate auf mehrere Institute verteilen, Hilfe dazu unter Verkaufserlös parken.
  • Den Teil festlegen, der verfügbar bleiben muss, und den Teil für ein Depot.
  • Kosten im Rechner oben vergleichen, die Merkmale im Vermögensverwaltung-Vergleich prüfen und die Ex-ante-Kosteninformation anfordern.
  • Übersicht zu kleineren und größeren Summen: 100.000 Euro anlegen und 1 Million Euro anlegen.
Person prüft eine Anlageübersicht am Laptop: Blick in den Raum

Häufige Fragen

Wie viel Zinsen bekomme ich für 500.000 Euro im Monat?

Bei den geprüften Banken zwischen 591,67 € (Skatbank Tagesgeld, 1,42 %) und 1.145,83 € (Commerzbank Festgeld 1 Jahr, 2,75 %) im Monat vor Steuern, Stand September 2026. Nach Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag bleiben beim Festgeld 865,60 € im Monat. Auf einer einzigen Bank sind davon aber nur 100.000 € gesetzlich gesichert.

Sind 500.000 Euro auf einer Bank sicher?

Dauerhaft nur zu 100.000 € gesetzlich (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Stammt das Geld aus einer Abfindung oder dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie, sind sechs Monate nach der Gutschrift bis zu 500.000 € gesichert (§ 8 Abs. 2 EinSiG); ein gewöhnliches Erbe ist nicht eindeutig erfasst. Darüber hinaus hilft bei privaten Banken nur der freiwillige Einlagensicherungsfonds, auf den kein Rechtsanspruch besteht.

Welcher Vermögensverwalter ist bei 500.000 Euro am günstigsten?

Nach unserer Rechnung aus den Preisverzeichnissen Raisin mit 2.150 bis 2.200 € im Jahr, vor Whitebox Global mit 2.800 € und LIQID und Whitebox Value ab 2.850 €. Kein Anbieter weist die Kosten für 500.000 € selbst aus, alle Werte sind berechnet. Günstig sagt nichts über die Strategie: Die Anbieter legen unterschiedlich an, Kursverluste sind bei allen möglich.

Wie lange gilt die Einlagensicherung bis 500.000 Euro?

Sechs Monate. Der erhöhte Schutz greift nur, wenn der Entschädigungsfall bis zu sechs Monate nach der Gutschrift eintritt, bei zunächst gesperrten Beträgen ab dem Tag, an dem sie übertragen werden dürfen (§ 8 Abs. 2 Nr. 2 EinSiG). Den Anlass müssen Sie schriftlich mit Belegen nachweisen. Danach gelten wieder 100.000 € je Person und Bank.

Muss ich für 500.000 Euro fünf Konten eröffnen?

Für volle gesetzliche Sicherung als Einzelperson ja, bei fünf verschiedenen Instituten. Marken derselben Bank zählen als eine, etwa Commerzbank und comdirect. Ein Paar kommt mit Gemeinschaftskonten bei drei Banken aus, weil jeder Inhaber mit seinem Anteil gesichert ist (§ 7 Abs. 4 EinSiG). Plattformen wie Raisin vermitteln mehrere Partnerbanken über ein Konto.

Wie viel Steuer zahle ich auf die Zinsen von 500.000 Euro?

Bei 2,75 % Zins sind es 3.362,81 € im Jahr für eine Person ohne Kirchensteuer: 3.187,50 € Abgeltungsteuer und 175,31 € Solidaritätszuschlag auf 12.750 € steuerpflichtigen Ertrag. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € ist schon ab 0,2 % Ertrag aufgebraucht. Gebühren für die Verwaltung mindern die Steuer nicht (§ 20 Abs. 9 EStG).

Ich habe 500.000 € von meinem Vater geerbt. Wie viel Erbschaftsteuer zahle ich?

11.000 € nach heutiger Rechtslage, ohne weitere Abzüge. Vom Erbe gehen 400.000 € Freibetrag ab (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG), auf die übrigen 100.000 € gelten in Steuerklasse I 11 % (§ 19 Abs. 1 ErbStG). Mit dem Pauschbetrag von 15.000 € für Bestattung und Nachlassabwicklung (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG) sinkt die Steuer auf 9.350 €. Schenkungen des Vaters aus den letzten zehn Jahren zählen mit (§ 14 Abs. 1 ErbStG).

Ich habe 500.000 € geerbt. Kann ich jetzt aufhören zu arbeiten?

Das hängt von Ihren Ausgaben und Ihrem Alter ab. Beispielrechnung ohne Zinsen und Inflation: Wer 2.000 € im Monat entnimmt, braucht 24.000 € im Jahr, 500.000 € reichen damit knapp 21 Jahre (berechnet von geld-was-nun.de). Eine Inflation von zuletzt 3,3 % verkürzt diesen Zeitraum, Zinsen und Erträge verlängern ihn, Kursverluste können ihn verkürzen. Die Rechnung mit Zinsen und Entnahmeplan steht auf der Seite zu 500.000 € zum Leben.

Weiterlesen

Quellen

  1. Einlagensicherungsgesetz § 8 (erhöhte Deckung), Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
  2. Einlagensicherungsgesetz § 14 (Erstattungsfrist), Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
  3. Statut des Einlagensicherungsfonds, Stand Fassung Oktober 2023, Abruf 01.10.2026
  4. Gewerbeordnung § 34h (Honorar-Finanzanlagenberater), Stand zuletzt geändert 20.07.2026, Abruf 01.10.2026
  5. Wertpapierhandelsgesetz § 63 (Kosteninformation), Stand zuletzt geändert 26.05.2026, Abruf 01.10.2026
  6. LIQID Vertragsbedingungen mit Preisverzeichnis, Stand September 2026
  7. froots Vermögensverwaltungsvertrag, Stand September 2026
  8. froots Sicherheit und Kosten (Website-Staffel), Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  9. Raisin Geschäftsbedingungen Version 19 mit Preisverzeichnis, Stand Juni 2026
  10. Commerzbank Preise und Konditionen, Stand 01.10.2026
  11. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 348: Inflationsrate September 2026, Stand 30.09.2026
  12. Erbschaftsteuergesetz § 10 (steuerpflichtiger Erwerb, Erbfallkosten-Pauschbetrag), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
  13. Erbschaftsteuergesetz § 14 (frühere Erwerbe), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
  14. Erbschaftsteuergesetz § 16 (Freibeträge), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
  15. Erbschaftsteuergesetz § 19 (Steuersätze, Härteausgleich), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
  16. BVerfG, Pressemitteilung Nr. 48/2026 (Verhandlung ErbStG am 12.10.2026), Stand 30.07.2026

Über diese Seite. Wir sind keine Steuerberater, keine Bank und kein Vermögensverwalter und vermitteln keine Finanzprodukte. Wir werten Gesetze, BMF-Schreiben, Sicherungssysteme und die Kosteninformationen der Anbieter aus und nennen jede Quelle. Fehler gefunden? Schreiben Sie an r.peuker@rp-realestate.de.