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Einlagensicherung Santander: aus Santander wurde Openbank
Auf Ihren Kontoauszügen steht plötzlich Openbank statt Santander. Sie fragen sich, ob Ihr Erspartes jetzt bei einer spanischen Bank liegt und anders geschützt ist.
Hier steht mit Impressum und EdB-Liste, wer Ihre Bank heute ist, welche Sicherung gilt und was beim Hauserlös zu beachten ist.
Die Einlagensicherung bei Santander gilt heute unter neuem Namen: Die frühere Santander Consumer Bank AG aus Mönchengladbach tritt als Openbank Deutschland AG auf, santander.de leitet auf openbank.de weiter. Es bleibt eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz am Santander-Platz 1. Gesichert ist sie wie bisher in zwei Stufen: über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bis 100.000 € je Person und über den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, laut Bank bis 3 Mio. € je natürlicher Person.
Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir
Kurz beantwortet
- Die Website santander.de leitet am 01.10.2026 auf openbank.de weiter; Anbieter laut Impressum ist die Openbank Deutschland AG, Santander-Platz 1, Mönchengladbach, HRB 1747.
- In der Liste der EdB steht keine Santander Consumer Bank mehr, sondern die Openbank Deutschland Aktiengesellschaft als Mitglied des Einlagensicherungsfonds.
- Gesetzlich: 100.000 € je Person; freiwillig laut Openbank seit 01.01.2025 bis 3 Mio. € je natürlicher Person, ab 01.01.2030 nach Statut höchstens 1 Mio. €.
- Aktion Tagesgeld: 4,00 % p. a. für 4 Monate nur bis 100.000 €, darüber 2,00 % (Preisverzeichnis 28.09.2026).
Mein Santander-Tagesgeld mit 80.000 € heißt jetzt Openbank: ist das Geld noch genauso geschützt?
Ja, 80.000 € sind weiter voll gesetzlich gesichert, denn Ihr Geld liegt bei derselben deutschen Bank wie vorher, nur unter neuem Namen. Es gilt: bis 100.000 € gesetzlich über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, darüber über den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken. Die Bank schreibt auf ihrer Startseite, sie sei seit 1957 in Deutschland zu Hause und heute Openbank und Teil der Santander Gruppe. Im Kleingedruckten heißt das Produkt Openbank Tagesgeld, ehemals Santander Tagesgeld.
Das Impressum nennt als Anbieter die Openbank Deutschland AG, Santander-Platz 1, 41061 Mönchengladbach, eingetragen beim Amtsgericht Mönchengladbach unter HRB 1747, beaufsichtigt von BaFin und Europäischer Zentralbank. Die Bank nimmt am Schlichtungsverfahren des Ombudsmanns der privaten Banken teil. Auf ihrer Einlagensicherungsseite schreibt sie: Ihre Einlagen unterliegen dem deutschen Sicherungsverfahren.
| Merkmal | Stand 01.10.2026 | Quelle |
|---|---|---|
| Name der Bank | Openbank Deutschland AG | Impressum openbank.de |
| Sitz | Santander-Platz 1, 41061 Mönchengladbach | Impressum, EdB-Liste |
| Rechtsform und Recht | deutsche Aktiengesellschaft, 100-prozentige Tochter der Banco Santander | Openbank Einlagensicherungsseite |
| Gesetzliche Sicherung | Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, 100.000 € je Person | Openbank, EdB-Liste |
| Freiwillige Sicherung | Einlagensicherungsfonds, laut Bank 3 Mio. € je natürlicher Person | Openbank Einlagensicherungsseite |
| Website santander.de | leitet auf openbank.de weiter | Abruf 01.10.2026 |
Quelle: Openbank Impressum und Einlagensicherungsseite, Liste der EdB, Abruf 01.10.2026
Liegt mein Geld jetzt bei einer spanischen Bank?
Nein, die Openbank Deutschland AG ist eine Bank deutschen Rechts, auch wenn sie zu einem spanischen Konzern gehört. Die Bank beschreibt sich als 100-prozentige Tochter der spanischen Banco Santander, die als Bank deutschen Rechts der deutschen Einlagensicherung unterliegt und von deutschen Behörden kontrolliert wird. Die Töchter der Santander Gruppe seien eigenständige Banken nach nationalem Recht.
Genau darauf kommt es an. Eine Tochter mit eigener deutscher Erlaubnis gehört einem deutschen Sicherungssystem an, eine bloße Zweigniederlassung einer spanischen Bank wäre über das spanische System gesichert. In der Liste der EdB ist die Openbank Deutschland AG unter dem Banktyp Auslandsbanken einsortiert; das beschreibt die ausländische Konzernmutter, nicht das Sicherungssystem. Für Kunden, die irgendwann ein Konto direkt bei der spanischen Openbank eröffnet haben, gelten andere Regeln; dazu Einlagensicherung Openbank und Einlagensicherung Spanien. Maßgeblich ist der Name im Informationsbogen.
Wie hoch ist der freiwillige Schutz bei Openbank, ehemals Santander?
Laut Bank liegt die Sicherungsgrenze des Einlagensicherungsfonds seit dem 01.01.2025 bei 3 Mio. € je natürlicher Person. Die Bank erklärt dazu, die Grenze betrage höchstens 8,75 % des haftenden Eigenkapitals; geschützt seien alle Verbindlichkeiten, die in der Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stehen, darunter Girokonto, Tagesgeld, Sparkonto, Festgeld und Namenssparbriefe. Nicht geschützt seien etwa Inhaber- und Orderschuldverschreibungen. Bei Gemeinschaftskonten zählt laut Bank jeder Inhaber einzeln.
Ab dem 01.01.2030 sinkt der Deckel für Privatpersonen nach dem Statut des Fonds auf 1 Mio. €; das erwähnt die Bankseite nicht. Einen Rechtsanspruch auf Fondsleistungen gibt es nicht (§ 6 Abs. 19 Statut). Eine Unschärfe auf der Bankseite: In einer Antwort heißt es, „Santander“ sei als Verbandsmitglied dem Fonds angeschlossen. Mitglied laut Fondsliste ist die Openbank Deutschland Aktiengesellschaft, also dieselbe Bank unter neuem Namen. Mehr zum Fonds unter freiwillige Einlagensicherung.
Ich bin 65 und habe 230.000 € aus dem Verkauf meiner Eigentumswohnung bei Santander geparkt: was ist sicher?
Sechs Monate nach der Gutschrift sind alle 230.000 € gesetzlich gesichert, wenn Sie die Wohnung selbst bewohnt haben und das nachweisen; danach sind es 100.000 € gesetzlich und 130.000 € im Einlagensicherungsfonds. Die erhöhte Deckung nach § 8 Abs. 2 EinSiG gilt für Beträge aus Transaktionen mit privat genutzten Wohnimmobilien bis insgesamt 500.000 €. Sie verlangt eine schriftliche Glaubhaftmachung mit Belegen, etwa Kaufvertrag und Kontoauszug.
Zum Zins (berechnet von geld-was-nun.de): Die Aktion von 4,00 % p. a. für vier Monate gilt nur für Guthaben bis 100.000 € und nur, wenn Sie in den zwölf Monaten vorher kein Tagesgeld bei Openbank oder Santander hatten. Ein Bestandskunde bekommt also 2,00 % auf alles. Ein Neukunde bekäme in vier Monaten 100.000 € × 4,00 % × 4/12 = 1.333 € plus 130.000 € × 2,00 % × 4/12 = 867 €, zusammen 2.200 € vor Steuer.
Die sechs Monate erhöhter Deckung sind die Zeit, um das Geld zu ordnen. Wie ein Verkaufserlös aufgeteilt werden kann, steht unter Geld anlegen nach Hausverkauf, die Regeln der erhöhten Deckung unter Einlagensicherung über 100.000 Euro.
| Aufteilung | Gesetzlich gesichert | Im Fonds ohne Anspruch | Abwägung |
|---|---|---|---|
| Alles bei Openbank | 100.000 € | 130.000 € | ein Konto, Fonds als zweite Stufe |
| 100.000 € Openbank, 130.000 € auf zwei weitere Banken | 230.000 € | 0 € | drei Konten, je Bank Zins prüfen |
| 100.000 € Openbank, 130.000 € Festgeld bei derselben Bank | 100.000 € | 130.000 € | kein Gewinn an Schutz, nur fester Zins |
Berechnet von geld-was-nun.de nach § 7 Abs. 3, § 8 EinSiG; Zinsen unberücksichtigt
Hauserlös oder Erbe auf mehrere Banken verteilen
Raisin vermittelt Tages- und Festgeld bei Partnerbanken aus mehreren EU-Ländern über ein Konto. So liegt neben Openbank jeder weitere Betrag bei einer Bank mit eigener gesetzlicher Sicherung bis 100.000 €.
Raisin/WeltSparen
Tages- und Festgeld bei Partnerbanken aus mehreren EU-Ländern über ein Konto. So lässt sich ein großer Betrag auf mehrere Banken verteilen, jede mit eigener Einlagensicherung bis 100.000 €.
Im Vergleich ansehenWerbehinweis: Einige Links führen zu Anbietern, die uns bei Abschluss eine Provision zahlen. Die Reihenfolge richtet sich nach dem Thema dieser Seite, nicht nach der Provision. Mehr dazu.
Welche Zinsen zahlt die Bank heute auf Tagesgeld und Festgeld?
Die Zinsen stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis vom 28.09.2026 und sind Momentaufnahmen.
| Produkt | Zins p. a. | Bedingung | Stand |
|---|---|---|---|
| Tagesgeld, Aktion 4 Monate | 4,00 % | bis 100.000 €, Konten ab 28.09.2026, 12 Monate vorher kein Tagesgeld bei Openbank oder Santander | 28.09.2026 |
| Tagesgeld, regulär und über 100.000 € | 2,00 % variabel | ohne Höchstbetrag | 28.09.2026 |
| Festgeld 1 und 2 Jahre | 2,25 % | ab 2.500 €, Tagesgeld als Referenzkonto | 28.09.2026 |
| Festgeld 4 Jahre | 2,50 % | ab 2.500 € | 28.09.2026 |
Quelle: Openbank Preis- und Leistungsverzeichnis, S. 8, Ziffer 5.1 und 5.3; Abruf 01.10.2026
Festgeld verlängert sich laut Bank nicht automatisch, das Geld fließt am Ende aufs Tagesgeld zurück. Wer dort mehr als 100.000 € sammelt, liegt wieder über der gesetzlichen Grenze.
So prüfen Sie, bei welcher Bank Ihr Geld liegt
Am verlässlichsten ist der Informationsbogen für den Einleger, den jede Bank vor der Kontoeröffnung und danach einmal im Jahr aushändigen muss (§ 23a KWG). Unter der Zeile „Einlagen bei“ steht das Institut, darunter das Sicherungssystem. Steht dort die Openbank Deutschland AG und die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, ist alles in deutscher Hand. Die Bank verweist zusätzlich auf Ziffer 20 ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen, in der die Einlagensicherung geregelt ist.
Ein zweiter Prüfweg ist die Liste der EdB im Internet. Am 01.10.2026 stand dort keine Santander Consumer Bank mehr, wohl aber die Openbank Deutschland Aktiengesellschaft mit derselben Anschrift in Mönchengladbach. Haben Sie ältere Unterlagen, auf denen noch Santander steht, gelten die Regeln unverändert weiter, weil sich nur der Name, nicht das Institut geändert hat. Wer neben dem deutschen Konto Geld bei einer anderen Bank der Gruppe hat, rechnet getrennt: Jede eigenständige Bank hat eine eigene Grenze.
Depot, Santander Fonds und Versicherungen
Fondsanteile im Depot, auch die unter dem Namen Santander Fonds angebotenen, sind keine Einlagen; sie gehören Ihnen und fallen in einer Insolvenz nicht in die Masse. Versicherungen wie Santander Protect sind Verträge mit einem Versicherer, keine Bankeinlage, und fallen ebenfalls nicht unter die Einlagensicherung. Einzelheiten zum Depot unter Einlagensicherung im Depot.
Mehr als 100.000 Euro: was tun?
Bei Openbank Deutschland liegt alles über 100.000 € im Fonds ohne Rechtsanspruch. Wer das nicht will, verteilt auf weitere Institute. Welche Banken zusammengehören, zeigt Einlagensicherung mehrere Banken, Banken mit Zins und Stand der Vergleich, alle Systeme im Überblick Einlagensicherung Banken Übersicht.
Mit dem Rechner sehen Sie, wie viel Ihres Guthabens bei Openbank, ehemals Santander, gesetzlich gedeckt ist.
Häufige Fragen
Gibt es die Santander Consumer Bank noch?
Nicht mehr unter diesem Namen. Die Bank in Mönchengladbach tritt als Openbank Deutschland AG auf, santander.de leitet auf openbank.de weiter, und die Liste der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken führt die Openbank Deutschland Aktiengesellschaft am Santander-Platz 1. Sie gehört weiter zur Santander Gruppe. Produkte wie das Tagesgeld tragen jetzt den Namen Openbank.
Wie hoch ist die Einlagensicherung bei Santander, heute Openbank?
Gesetzlich 100.000 € je Person über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, mit Rechtsanspruch und Erstattung binnen sieben Arbeitstagen. Darüber hinaus ist die Bank Mitglied im Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, laut Bank bis 3 Mio. € je natürlicher Person. Ab 2030 sinkt diese Grenze nach Statut auf 1 Mio. €, einen Anspruch darauf gibt es nicht.
Gilt jetzt die spanische Einlagensicherung für mein Santander-Konto?
Nein. Die Openbank Deutschland AG ist eine Bank deutschen Rechts mit eigener Erlaubnis und gehört dem deutschen System an. Laut Bank unterliegen Ihre Einlagen dem deutschen Sicherungsverfahren. Dass die Mutter Banco Santander in Spanien sitzt, ändert daran nichts. Anders wäre es nur bei einem Konto, das direkt bei einer spanischen Bank geführt wird.
Ist Festgeld bei Santander über 100.000 Euro sicher?
Bis 100.000 € mit Rechtsanspruch, darüber im Rahmen des Einlagensicherungsfonds bis 3 Mio. € je Person, ohne Anspruch. Alle Konten bei der Bank werden addiert, Tagesgeld und Festgeld zusammen. Beträge aus dem Verkauf einer selbst bewohnten Immobilie oder einer Abfindung sind sechs Monate lang bis insgesamt 500.000 € gesetzlich gedeckt.
Wir haben 260.000 € auf einem gemeinsamen Santander-Tagesgeld: was ist gesetzlich gesichert?
Für zwei Kontoinhaber sind zusammen 200.000 € gesetzlich gesichert, weil jeder einen eigenen Anspruch von 100.000 € hat. Ohne andere Vereinbarung werden jedem 130.000 € zugerechnet. Die übrigen 2 × 30.000 € = 60.000 € liegen im Einlagensicherungsfonds, bei dem laut Bank ebenfalls jeder Inhaber einzeln zählt.
Bekomme ich den Aktionszins von 4 Prozent, wenn ich schon Santander-Kunde war?
Nur, wenn Sie in den zwölf Monaten vor der Eröffnung kein Tagesgeld bei Openbank oder Santander hatten. So steht es im Preisverzeichnis vom 28.09.2026. Der Aktionszins gilt vier Monate und nur auf Guthaben bis 100.000 €, darüber und danach zahlt die Bank 2,00 % p. a. variabel. Zinsen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand.
Muss ich nach dem Wechsel von Santander zu Openbank etwas tun?
Für die Einlagensicherung nicht. Ihre Bank ist dieselbe deutsche Aktiengesellschaft, nur unter neuem Namen, und bleibt bei der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken und im Einlagensicherungsfonds. Prüfen Sie aber, ob Ihre Guthaben dort zusammen über 100.000 € liegen. Dann entscheiden Sie, ob Ihnen der Fonds genügt oder ob Sie einen Teil zu einer anderen Bank bringen.
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WeiterlesenQuellen
- Openbank Deutschland AG: Einlagensicherung, Stand ohne Seitendatum, Abruf 01.10.2026
- Openbank Deutschland AG: Impressum, Stand Abruf 01.10.2026
- Openbank Deutschland AG: Startseite (Weiterleitung von santander.de), Stand Weiterleitung auf openbank.de, Abruf 01.10.2026
- Openbank Deutschland AG: Preis- und Leistungsverzeichnis (PDF), Stand 28.09.2026, Abruf 01.10.2026
- EdB: Zugeordnete Banken, Stand Abruf 01.10.2026
- Einlagensicherungsfonds: Mitwirkende Institute, Stand Abruf 01.10.2026
- Statut des Einlagensicherungsfonds (PDF), Stand Fassung Oktober 2023, Abruf 01.10.2026
- Einlagensicherungsgesetz § 8 (erhöhte Deckung), Stand zuletzt geändert durch Art. 26 Abs. 5 G v. 25.3.2026, Abruf 01.10.2026
- Kreditwesengesetz § 23a (Informationsbogen), Stand Abruf 01.10.2026
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