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Vermögensverwaltung Commerzbank: cominvest und klassisches Mandat
Die Bank bietet Ihnen ein Mandat an, der Preis steht nur im Preisverzeichnis. Bei 500.000 € geht es um bis zu 10.700 € Gebühr im Jahr.
Diese Seite zeigt beide Commerzbank-Angebote mit Preis, rechnet zwei Fälle durch und stellt digitale Verwalter daneben.
Die Vermögensverwaltung der Commerzbank gibt es in zwei sehr verschiedenen Formen: digital als cominvest über die Marke comdirect ab 3.000 € und klassisch mit persönlichem Ansprechpartner ab 250.000 €. Die digitale Variante kostet laut Preisverzeichnis 0,75 % im Jahr plus rund 0,23 % Fondskosten. Das klassische Mandat kostet 1,79 % bis 2,14 % im Jahr inklusive Umsatzsteuer, ohne die Kosten der eingesetzten Fonds. Hier stehen beide Preislisten mit Stand, zwei Rechenbeispiele und der Vergleich mit digitalen Verwaltern bei 100.000 € und 500.000 €.
Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir
Kurz beantwortet
- Klassische Vermögensverwaltung der Commerzbank ab 250.000 €: 1,79 % bis 2,14 % im Jahr inklusive Umsatzsteuer im Pauschalmodell, Fondskosten kommen hinzu (Preisverzeichnis Stand 01.10.2026).
- Alternativ 1,43 % bis 1,79 % im Jahr plus 10 % der positiven Wertentwicklung zuzüglich Umsatzsteuer; ab etwa 2,9 % Wertentwicklung im Jahr ist das Pauschalmodell günstiger (berechnet).
- Digitale Vermögensverwaltung cominvest über comdirect ab 3.000 €: 0,75 % inklusive Umsatzsteuer plus Ø 0,23 % Fondskosten, zusammen 980 € bei 100.000 € (berechnet).
- In der Vermögensverwaltung darf die Bank Provisionen von Fondsgesellschaften nicht behalten, sie muss sie vollständig an Sie auskehren (§ 64 Abs. 7 WpHG).
Welche Anlage passt zu Ihrem Betrag?
Drei Fragen, dann die passenden Anbieter, sortiert nach Kosten laut Kosteninformation.
Welche Vermögensverwaltungen bietet die Commerzbank an?
Die Commerzbank bietet eine digitale Vermögensverwaltung ab 3.000 € und klassische Mandate ab 250.000 € an. Beides ist rechtlich Finanzportfolioverwaltung: Die Bank entscheidet selbst über Käufe und Verkäufe, innerhalb der Anlagerichtlinie, die Sie vereinbaren. Die Erlaubnis dafür hat die Commerzbank AG laut BaFin-Datenbank seit 01.01.1998.
Die digitale Variante heißt cominvest und läuft über comdirect, eine Marke der Commerzbank AG. Sie investiert in ETFs, es gibt sie als classic und als green zum selben Preis. Die klassische Vermögensverwaltung führt die Commerzbank in drei Mandatslinien mit festen Preisen: ACTIVE Selection mit aktiven Fonds, ETFs und Gold-ETC, INDEX Selection nur mit ETFs und die Vermögensverwaltung Nachhaltigkeit mit Einzeltiteln. Darüber liegen Stiftungsmandat und Einzelmodule mit höheren Mindestbeträgen.
| Angebot | Mindestanlage | Gebühr p. a. inkl. USt | Fondskosten p. a. |
|---|---|---|---|
| cominvest classic / green (comdirect) | 3.000 € | 0,75 % | Ø 0,23 % |
| ACTIVE Selection | 250.000 € | 1,79 bis 2,14 % | nicht beziffert |
| INDEX Selection (nur ETFs) | 250.000 € | 1,79 bis 2,14 % | nicht beziffert |
| Vermögensverwaltung Nachhaltigkeit | 250.000 € | 1,79 bis 2,14 % | nicht beziffert |
| DIVIDEND Selection (Aktienmodul) | 500.000 € | nicht veröffentlicht | nicht beziffert |
| Stiftungsmandat, QUALITY, VALUE | 1.000.000 € | nicht veröffentlicht | nicht beziffert |
| SOVEREIGN / CORPORATE Selection | 3 / 5 Mio. € | nicht veröffentlicht | nicht beziffert |
Quelle: Commerzbank Preis- und Leistungsverzeichnis, Stand 1. Oktober 2026, Kapitel C VIII (Pauschalmodell); Produktseite Vermögensverwaltung, Abruf 01.10.2026; comdirect Preis- und Leistungsverzeichnis Juli 2026 und Kundeninformation März 2026.
Was kostet die klassische Vermögensverwaltung der Commerzbank?
Im Pauschalmodell kostet das Mandat je nach Aktienanteil 1,79 % bis 2,14 % im Jahr inklusive Umsatzsteuer. Das Honorar ersetzt Depotentgelt und Orderprovisionen und enthält die Vergütung für das Management. Die Bank belastet es vierteljährlich nachträglich, Grundlage ist der Wert des verwalteten Vermögens am Quartalsende.
Wählen Sie das erfolgsorientierte Modell, sinkt der feste Satz auf 1,43 % bis 1,79 %. Dafür erhöht sich das Honorar um 10 % der positiven Wertentwicklung laut Bericht zum 31. Dezember, zuzüglich Umsatzsteuer. Mit Steuer gehen also 11,9 % eines Wertzuwachses an die Bank. In Verlustjahren fällt nur der feste Satz an.
| Anlageprofil (Beispiel INDEX Selection) | Pauschal inkl. USt | Erfolgsorientiert inkl. USt | zusätzlich |
|---|---|---|---|
| Fixed Income (0 % Aktien) | 1,79 % | 1,43 % | 10 % der Wertsteigerung + USt |
| 25 (25 % Aktien neutral) | 1,90 % | 1,55 % | 10 % der Wertsteigerung + USt |
| 50 (50 % Aktien neutral) | 2,02 % | 1,67 % | 10 % der Wertsteigerung + USt |
| 75 (75 % Aktien neutral) | 2,14 % | 1,79 % | 10 % der Wertsteigerung + USt |
| 95 (95 % Aktien neutral) | 2,14 % | 1,79 % | 10 % der Wertsteigerung + USt |
Quelle: Commerzbank Preis- und Leistungsverzeichnis, Stand 1. Oktober 2026, Kapitel C VIII 1.1 bis 1.3; die Sätze für ACTIVE Selection und Nachhaltigkeit sind je Stufe gleich. Nettopreise 1,20 bis 1,80 %.
Welches Modell günstiger ist, hängt allein von der Wertentwicklung ab. Der Unterschied zwischen beiden festen Sätzen beträgt 0,35 Prozentpunkte. Die Erfolgskomponente kostet 11,9 % des Zuwachses. Gleich teuer sind beide Modelle bei einer Wertentwicklung von 0,35 geteilt durch 0,119, also rund 2,9 % im Jahr (berechnet von geld-was-nun.de, vereinfacht ohne Zinseszins und ohne die genaue Definition im Wertentwicklungsbericht). Liegt das Depot darüber, zahlen Sie im Erfolgsmodell mehr.
Nicht im Honorar stecken die laufenden Kosten der Fonds und ETFs im Depot. Das Preisverzeichnis beziffert sie nicht. Sie stehen in der Kosteninformation, die die Bank Ihnen vor Vertragsschluss als Euro-Betrag und Prozentsatz geben muss (§ 63 Abs. 7 WpHG). Lassen Sie sich diese für Ihren Betrag und Ihr Profil ausrechnen, bevor Sie unterschreiben.
Was kostet cominvest bei comdirect?
cominvest kostet 0,75 % im Jahr inklusive Umsatzsteuer und ohne Staffel, dazu kommen im Schnitt 0,23 % Kosten der ETFs. Zusammen sind das 0,98 %, so rechnet auch die Kosteninformation von comdirect in ihrem Beispiel über 10.000 €. Transaktionen und Depot sind im Entgelt enthalten.
Zwei Details stehen nur im Kleingedruckten. Das Entgelt fällt auch auf das Guthaben des Verrechnungskontos an, nicht nur auf das Depot. Und eine auf der Produktseite verlinkte Broschüre von 08/2025 nennt noch 0,95 %; maßgeblich ist laut Broschüre selbst das Preisverzeichnis mit 0,75 %. Gemeinschafts- und Minderjährigendepots sind laut Broschüre nicht möglich, je Strategie ist ein eigenes Depot nötig. Ab 3.000 € einmalig oder 1.000 € plus 100 € im Monat können Sie starten.
Ich habe 100.000 € geerbt und bin Commerzbank-Kunde: Welche Vermögensverwaltung kommt infrage?
Mit 100.000 € kommt bei der Commerzbank nur cominvest infrage, denn die klassischen Mandate beginnen bei 250.000 €. cominvest kostet bei diesem Betrag 980 € im Jahr. Digitale Verwalter anderer Anbieter liegen bei 450 € bis 850 € (berechnet aus Preisverzeichnissen, Beispielrechnung, keine Anlageberatung).
Bevor Sie über einen Verwalter entscheiden, gehören vier Schritte davor. Erst das Geld sichern: Gesetzlich geschützt sind 100.000 € je Person und Bank, ein Erbe steht nicht im Katalog der erhöhten Deckung nach § 8 Abs. 3 EinSiG. Dann die Erbschaftsteuer klären, die Meldung ans Finanzamt läuft innerhalb von drei Monaten. Danach eine Reserve festlegen, typischerweise drei bis sechs Monatsausgaben auf Tagesgeld. Erst der Rest geht in die Anlage. Die Reihenfolge erklärt Erbe anlegen, die Sicherung bei dieser Bank Einlagensicherung Commerzbank.
| Anbieter / Produkt | Gebühr p. a. | Fondskosten p. a. | Kosten im Jahr |
|---|---|---|---|
| comdirect cominvest | 0,75 % | 0,23 % | 980 € |
| Raisin Vermögensverwaltung | 0,32 % | 0,13 % | 450 € |
| Whitebox Global | 0,35 % | 0,21 % | 560 € |
| LIQID CORE Global | 0,60 % | 0,07 bis 0,22 % | 670 bis 820 € |
| bevestor Select | 0,60 % | bis 0,24 % | bis 840 € |
| OSKAR klassik | 0,70 % | 0,15 % | 850 € |
Berechnet von geld-was-nun.de: Betrag mal (Gebühr plus Fondskosten), ohne Wertentwicklung. LIQID und OSKAR weisen die Gesamtkosten für 100.000 € selbst aus. Bei Raisin steht die Grenze 100.000 € im Preisverzeichnis in beiden Stufen; mit 0,46 % wären es 590 €. Quellen: Preisverzeichnisse und Kosteninformationen der Anbieter, Abruf 01.10.2026.
Der Unterschied von 530 € im Jahr zwischen günstigstem und teuerstem Angebot summiert sich über zehn Jahre auf 5.300 €, bei gleichbleibendem Betrag. Dafür bekommen Sie bei cominvest Depot und Konto bei Ihrer bisherigen Bankgruppe. Ob das den Aufpreis wert ist, entscheiden Sie. Alle Anbieter im Vergleich stehen unter Vermögensverwaltung Vergleich.
Ich bin 58 und lege 500.000 € aus dem Hausverkauf an: Was kostet das Commerzbank-Mandat?
Ein Commerzbank-Mandat INDEX Selection 50 kostet bei 500.000 € im Pauschalmodell 10.100 € im Jahr, ohne Fondskosten; mit 75 % oder 95 % Aktienanteil sind es 10.700 €. Im Erfolgsmodell sind es 8.350 € fest; bei einer angenommenen Wertentwicklung von 5 % kommen 2.975 € dazu, zusammen 11.325 € (berechnet von geld-was-nun.de, die 5 % sind eine Rechenannahme, keine Prognose).
Bei 500.000 € kommt auch die Einlagensicherung ins Spiel. Stammt das Geld aus dem Verkauf der selbst genutzten Wohnimmobilie, ist es nach § 8 Abs. 3 EinSiG sechs Monate lang bis 500.000 € gesetzlich gedeckt, danach wieder 100.000 € je Bank. Wertpapiere im Depot zählen nicht zu den Einlagen, sie gehören Ihnen.
| Anbieter / Produkt | Gebühr p. a. | Kosten im Jahr ohne Fondskosten | Kosten mit Fondskosten |
|---|---|---|---|
| Commerzbank INDEX Selection 50, pauschal | 2,02 % | 10.100 € | nicht beziffert |
| Commerzbank INDEX Selection 50, erfolgsorientiert | 1,67 % + Erfolgsanteil | 8.350 € + 11,9 % des Zuwachses | nicht beziffert |
| comdirect cominvest | 0,75 % | 3.750 € | 4.900 € |
| LIQID CORE Global | 0,50 % | 2.500 € | bis 3.600 € |
| Whitebox Global | 0,35 % | 1.750 € | 2.800 € |
| OSKAR klassik | 0,70 % | 3.500 € | 4.250 € |
Berechnet von geld-was-nun.de aus den Preisverzeichnissen, Stand Juli bis Oktober 2026; ohne Wertentwicklung, ohne Steuern. Fondskosten der Commerzbank-Mandate stehen nur in der individuellen Kosteninformation.
Für den Mehrpreis bekommen Sie beim Mandat einen persönlichen Ansprechpartner, Einzeltitel in einzelnen Linien und eine aktive Steuerung der Aktienquote. Ob das den Unterschied von 5.200 € bis 7.300 € pro Jahr gegenüber den digitalen Angeboten in der Tabelle aufwiegt (ohne die Fondskosten des Mandats), lässt sich vorab nicht belegen; eine Mehrrendite verspricht die Bank nicht. Wer mit 58 Jahren an eine spätere Entnahme denkt, sollte die Kosten auch über den Entnahmeplan rechnen, denn sie fallen jedes Jahr auf das restliche Vermögen an. Mehr zur Anlage dieser Summe unter 500.000 Euro anlegen.
Darf die Commerzbank in der Vermögensverwaltung Provisionen behalten?
Nein, in der Vermögensverwaltung darf die Bank Geldzahlungen von Fondsgesellschaften nicht behalten. § 64 Abs. 7 WpHG verlangt, dass sie solche Zuwendungen so schnell wie möglich und vollständig an Sie auskehrt und Sie darüber informiert. Für die Anlageberatung gilt dagegen § 70 WpHG: Dort darf eine Bank Zuwendungen annehmen, wenn sie die Qualität der Dienstleistung verbessern und vorher offengelegt werden.
Die Commerzbank schreibt in ihrem Preisverzeichnis offen, dass sie von Dritten umsatzabhängige Vertriebsvergütungen erhält, vor allem für Investmentfonds, Zertifikate und strukturierte Anleihen, einmalig oder laufend. Für Sie als Mandatskunde heißt das: Fragen Sie, wie viel die Bank im letzten Jahr ausgekehrt hat, und lassen Sie sich die jährliche Aufstellung zeigen. Wer statt eines Mandats lieber eine provisionsfreie Beratung will, findet sie unter Honorarberater finden.
Wie sicher ist das Vermögen in der Commerzbank-Vermögensverwaltung?
Die Wertpapiere im Depot sind vor einer Bankinsolvenz geschützt, das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist bis 100.000 € gesetzlich gesichert. comdirect beschreibt das in den cominvest-Unterlagen so: Die verwahrten Wertpapiere sind Sondervermögen und fallen nicht in die Insolvenzmasse. Für das Konto kommt der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken hinzu.
Vor Kursverlusten schützt das nicht. Ein Mandat mit 75 % Aktienanteil kann in einem schlechten Börsenjahr einen fünfstelligen Betrag verlieren, die Gebühr fällt trotzdem an. Was Sicherung beim Depot genau umfasst, steht unter Einlagensicherung Depot.
Was sollten Sie vor dem Termin in der Filiale klären?
Nehmen Sie fünf Fragen mit, dann vergleichen Sie das Angebot mit festen Zahlen statt mit Prospektsätzen.
- Welche Gesamtkosten in Euro weist die Kosteninformation für meinen Betrag und mein Profil aus, einschließlich Fondskosten?
- Pauschal oder erfolgsorientiert: Wie ist die Wertentwicklung im Bericht zum 31. Dezember genau definiert?
- Welche Fonds aus dem Commerzbank-Konzern setzt das Mandat ein, und wie viel Zuwendungen wurden im Vorjahr ausgekehrt?
- Mit welcher Frist kann ich kündigen, und was kostet die Auflösung oder der Übertrag des Depots?
- Wie hoch ist die maximale Aktienquote, und ab welchem Verlust informiert mich die Bank?
Für den Vergleich mit Anbietern ohne Filiale lohnt ein Blick auf Vermögensverwaltung Kosten und auf den Robo-Advisor Vergleich.
Häufige Fragen
Ab welchem Betrag bietet die Commerzbank eine Vermögensverwaltung an?
Die klassische Vermögensverwaltung der Commerzbank beginnt bei 250.000 € für ACTIVE Selection, INDEX Selection und die Vermögensverwaltung Nachhaltigkeit. Einzelmodule wie DIVIDEND Selection starten bei 500.000 €, das Stiftungsmandat bei 1 Mio. €. Darunter bleibt die digitale Vermögensverwaltung cominvest über comdirect, die ab 3.000 € einmalig oder ab 1.000 € plus 100 € Sparplan im Monat möglich ist.
Was kostet die Commerzbank Vermögensverwaltung bei 300.000 €?
Im Pauschalmodell 5.370 € bis 6.420 € im Jahr, je nach Aktienanteil, also 1,79 % bis 2,14 % inklusive Umsatzsteuer (berechnet aus dem Preisverzeichnis vom 01.10.2026). Hinzu kommen die laufenden Kosten der Fonds im Depot, die erst die individuelle Kosteninformation beziffert. Im Erfolgsmodell zahlen Sie 4.290 € bis 5.370 € fest plus 11,9 % des Wertzuwachses.
Ist cominvest dasselbe wie die Vermögensverwaltung der Commerzbank?
Rechtlich ja, beides ist Finanzportfolioverwaltung der Commerzbank AG; comdirect ist eine Marke der Commerzbank. Inhaltlich unterscheiden sie sich stark. cominvest ist digital, investiert nur in ETFs und kostet 0,75 % plus Ø 0,23 % Fondskosten. Die klassischen Mandate ab 250.000 € kosten 1,79 % bis 2,14 % und arbeiten teils mit aktiven Fonds und Einzeltiteln.
Lohnt sich das erfolgsorientierte Honorarmodell der Commerzbank?
Nur in Jahren mit schwacher Wertentwicklung. Der feste Satz ist 0,35 Prozentpunkte niedriger, dafür gehen 10 % des Zuwachses plus Umsatzsteuer an die Bank. Ab rund 2,9 % Wertentwicklung im Jahr ist das Pauschalmodell günstiger (berechnet, vereinfacht). Wer ein aktienstarkes Profil wählt, zahlt im Erfolgsmodell in guten Börsenjahren deutlich mehr; eine Garantie für gute Jahre gibt es nicht.
Ich bin 70 und habe 250.000 € bei der Commerzbank: Brauche ich eine Vermögensverwaltung?
Nötig ist sie nicht, sie ist eine Möglichkeit. Ein Mandat kostet bei 250.000 € zwischen 4.475 € und 5.350 € im Jahr plus Fondskosten (berechnet). Ein konservatives Profil mit wenig Aktien kostet am wenigsten, bedeutet weniger Schwankung, aber auch weniger Ertragschance. Alternativen mit festen Zinsen und ohne Gebühr beschreibt Geld anlegen als Rentner. Das ist eine Beispielrechnung, keine Anlageberatung.
Kann ich die Commerzbank-Vermögensverwaltung jederzeit kündigen?
Bei cominvest ja: Sie können Vermögensverwaltungs- und Depotvertrag jederzeit ohne Frist in Textform kündigen, die Bank selbst braucht zwei Monate Frist, Vertragsstrafen gibt es nicht. Für die klassischen Mandate veröffentlicht die Commerzbank die Kündigungsregeln nicht im Preisverzeichnis, sie stehen im Vermögensverwaltungsvertrag. Lassen Sie sich die Klausel vor Abschluss zeigen.
Bekommt die Commerzbank Kick-backs, wenn sie mein Geld verwaltet?
Die Commerzbank erhält laut Preisverzeichnis Vertriebsvergütungen von Fondsgesellschaften und Emittenten. In der Vermögensverwaltung darf sie diese aber nicht behalten: § 64 Abs. 7 WpHG schreibt vor, Geldzuwendungen vollständig an den Kunden auszukehren und darüber zu informieren. Fragen Sie nach der jährlichen Aufstellung und danach, wie viele hauseigene Produkte im Depot liegen.
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WeiterlesenQuellen
- Commerzbank AG: Preis- und Leistungsverzeichnis, Kapitel C VIII Vermögensverwaltung und X Zuwendungen, Stand 1. Oktober 2026, Abruf 01.10.2026
- Commerzbank: Vermögensverwaltung, Mandatslinien und Mindestanlagen, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
- comdirect: Preis- und Leistungsverzeichnis, Abschnitt Digitale Vermögensverwaltung, Stand Juli 2026, gültig ab 15.07.2026
- comdirect: Kundeninformation cominvest mit Ex-ante-Kostenausweis, Stand März 2026
- comdirect: Fernabsatzinformationen cominvest (Kündigung, Sondervermögen, Einlagensicherung), Stand 06/2026
- BaFin-Unternehmensdatenbank: Commerzbank AG, Stand Abruf 01.10.2026
- § 64 WpHG (Finanzportfolioverwaltung, Zuwendungen), Stand zuletzt geändert durch Art. 11 G v. 26.5.2026 I Nr. 156
- § 70 WpHG (Zuwendungen und Gebühren), Stand zuletzt geändert durch Art. 11 G v. 26.5.2026 I Nr. 156
- § 8 EinSiG (Deckungsumfang), Stand Abruf 01.10.2026
- LIQID Vertragsbedingungen mit Preisverzeichnis, Stand September 2026
- Whitebox: Höhe der Gebühren, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
- OSKAR / Scalable Capital: Kundendokumente mit Kosteninformation, Stand Juli 2026
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