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Einlagensicherung Deutsche Bank: was zur Bank gehört und was nicht

Ein Erbe von 900.000 € soll bei der Deutschen Bank bleiben, Ihr Berater spricht von bester Sicherheit. Gesetzlich gedeckt sind davon nur 100.000 €.

Hier steht, was zur Deutsche Bank AG zählt, wie weit der Fonds reicht und wie ZinsMarkt-Festgeld anders geschützt ist.

Die Einlagensicherung der Deutschen Bank besteht aus dem gesetzlichen Schutz der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) bis 100.000 € je Person und der Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Die Grenze gilt für die ganze Deutsche Bank AG mit ihren Marken Postbank, DSL Bank, FYRST und maxblue. Die norisbank, die BHW Bausparkasse und die Festgeld-Partnerbanken im ZinsMarkt sind dagegen eigene Institute mit eigener Sicherung.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Kurz beantwortet

  • Der Informationsbogen der Deutsche Bank AG (Kennung 251113) nennt Postbank, DSL Bank, FYRST und maxblue als Marken desselben Instituts: zusammen 100.000 € gesetzlicher Schutz je Person.
  • Die Deutsche Bank ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds; nach dessen Statut liegt die Obergrenze für Privatpersonen bei 3 Mio. €, ab 01.01.2030 bei 1 Mio. €, ohne Rechtsanspruch.
  • norisbank GmbH und BHW Bausparkasse AG stehen in der EdB-Liste als eigene Institute; Festgeld im ZinsMarkt ist nur durch die Sicherung der jeweiligen Partnerbank gedeckt.
  • Neugeld im FestzinsSparen: 3,0 % p. a. für 12 Monate, 2.500 € bis 250.000 € (Stand 01.10.2026).

Wie sicher ist mein Geld bei der Deutschen Bank?

Ihr Geld bei der Deutschen Bank ist bis 100.000 € je Person mit Rechtsanspruch gesichert, darüber greift der freiwillige Einlagensicherungsfonds der privaten Banken. Der Informationsbogen der Deutsche Bank AG nennt als gesetzliches System die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH in Berlin, eine Obergrenze von 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut und eine Erstattungsfrist von 7 Arbeitstagen. Im Begleittext steht, die Einlagen seien außerdem durch den Einlagensicherungsfonds geschützt.

Der Preisaushang vom 01.10.2026 bestätigt unter Ziffer 12 beide Mitgliedschaften und fügt hinzu, dass Inhaberschuldverschreibungen der Bank nicht geschützt sind. Eine Zahl für die Fondsgrenze nennt die Deutsche Bank auf ihren Seiten nicht. Der Fonds selbst zeigt in seiner Abfrage für alle Mitgliedsbanken ohne Sonderstatus „mindestens 438.000 Euro“; maßgeblich sind 8,75 % der Eigenmittel, gedeckelt bei 3 Mio. € je Privatperson (§ 6 Abs. 8 Statut). Bei einer Großbank liegt der Prozentwert weit über dem Deckel, also gilt der Deckel. Diese Ableitung stammt von uns, nicht von der Bank.

Was gehört zur Deutschen Bank und was nicht?

Zur Deutsche Bank AG gehören die Postbank, die DSL Bank, FYRST und maxblue, nicht dazu gehören norisbank, BHW Bausparkasse und Deutsche Bank Europe GmbH. Die Postbank ist erst seit der Verschmelzung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG auf die Deutsche Bank AG am 15. Mai 2020 Teil desselben Instituts; die Deutsche Bank führt sie seitdem als Marke und Niederlassung weiter. Die Einzelheiten zur Postbank stehen unter Einlagensicherung Postbank.

Deutsche Bank Gruppe: welche Namen eine gemeinsame Grenze haben
NameInstitutGesetzliche GrenzeEinlagensicherungsfonds
Deutsche BankDeutsche Bank AG100.000 € gemeinsamja
Postbank, DSL Bank (Niederlassungen), FYRST, maxblueDeutsche Bank AGin den 100.000 € enthaltenja
norisbanknorisbank GmbH, Bonneigene 100.000 €ja, eigene Mitgliedschaft
BHW BausparkasseBHW Bausparkasse AGeigene 100.000 €nein, nur EdB-gesichert
Deutsche Bank Europe GmbHeigenes Instituteigene 100.000 €ja, eigene Mitgliedschaft
ZinsMarkt-Partnerbankenjeweilige PartnerbankEU-harmonisiert bis 100.000 € je Banknicht über die Deutsche Bank

Quelle: Informationsbogen Deutsche Bank AG (251113), EdB-Liste und Liste des Einlagensicherungsfonds, ZinsMarkt-Seite der Deutschen Bank; Abruf 01.10.2026

Ein Detail zeigt, wie die Bank selbst rechnet: Für den Aktionszins im FestzinsSparen gilt nur Geld als neu, das nicht bei Deutsche Bank, Postbank, norisbank, BHW Bausparkasse oder DWS lag. Für die Einlagensicherung zählt aber nur das Institut, deshalb hat die norisbank trotzdem ihre eigene Grenze, siehe Einlagensicherung norisbank.

Ich bin 74 und habe 900.000 € geerbt: kann alles bei der Deutschen Bank bleiben?

Es kann bleiben, aber mit Rechtsanspruch gesichert sind davon nur 100.000 €, die übrigen 800.000 € liegen im Einlagensicherungsfonds, auf den es keinen Anspruch gibt. Die erhöhte Deckung bis 500.000 € hilft nicht sicher, weil eine gewöhnliche Erbschaft nicht im Katalog des § 8 Abs. 3 EinSiG steht. 900.000 € liegen unter dem Fondsdeckel von 3 Mio. € und auch unter der Grenze von 1 Mio. €, die ab dem 01.01.2030 gilt.

Rechenweg (berechnet von geld-was-nun.de): 900.000 € minus 100.000 € gesetzlich ergibt 800.000 € im Fonds. Kommen später Zinsen und weiteres Geld hinzu, etwa 150.000 € aus einem Hausverkauf, wären es 1.050.000 €; ab 2030 lägen dann 50.000 € oberhalb jeder Sicherung. Wer jeden Euro mit Rechtsanspruch will, bräuchte neun Institute zu je 100.000 €.

Zwischen diesen Polen liegen Mischformen. Vor jeder Entscheidung stehen Erbschaftsteuer, Nachlassfragen und eine Reserve für die nächsten Jahre; einen Ablauf zeigt Geld geerbt, was tun, die Steuer rechnet Erbschaftsteuer berechnen.

900.000 € Erbe: Varianten mit Schutzwirkung (Beispielrechnung, keine Anlageberatung)
VarianteMit RechtsanspruchOhne RechtsanspruchAbwägung
Alles als Einlage bei der Deutschen Bank100.000 €800.000 € im Fondsein Institut, Fonds ohne Anspruch
300.000 € Deutsche Bank, 600.000 € in Wertpapieren im Depot100.000 € plus Wertpapiere als Eigentum200.000 € im FondsKursrisiko beim Depot
100.000 € Deutsche Bank, 800.000 € auf 8 weitere Banken900.000 €0 €viele Konten, viel Verwaltung

Berechnet von geld-was-nun.de nach § 7 Abs. 3, § 8 EinSiG und § 6 Abs. 8 Statut; Zinsen unberücksichtigt

Ich lege 250.000 € Neugeld ins FestzinsSparen: wie viel ist geschützt?

100.000 € sind gesetzlich geschützt, die übrigen 150.000 € über den Einlagensicherungsfonds, solange Sie bei der Deutschen Bank und ihren Marken sonst nichts haben. Die Deutsche Bank zahlt am 01.10.2026 auf Neugeld von 2.500 € bis 250.000 € für 12 Monate 3,0 % p. a.; Geld, das schon bei Deutsche Bank, Postbank, norisbank, BHW oder DWS lag, ist ausgeschlossen. Für bestehende Guthaben nennt die Bank Regelsätze, etwa 2,30 % für 6 Monate bis 3 Jahre.

Rechenweg (berechnet von geld-was-nun.de): 250.000 € × 3,0 % = 7.500 € Zinsen im Jahr vor Steuer. Mit den Zinsen wächst die Einlage auf 257.500 €, gesetzlich gesichert bleiben 100.000 €. FestzinsSparen ist eine Spareinlage mit mindestens drei Monaten Kündigungsfrist zum Ende der Festzinsdauer; ohne Kündigung wird zum dann geltenden Satz neu angelegt. Wer das verpasst, legt erneut für dieselbe Dauer an.

Neben der Deutschen Bank weitere Institute nutzen

Raisin vermittelt Tages- und Festgeld bei Partnerbanken aus mehreren EU-Ländern über ein Konto. So lässt sich der Teil über 100.000 € auf Banken mit eigener gesetzlicher Sicherung legen.

Deutsche Bank

FestzinsSparen mit Neugeld-Aktion bis 250.000 € (3,0 % für 12 Monate, Stand 01.10.2026). Postbank-Einlagen zählen bei der Sicherung mit.

Im Vergleich ansehen

Raisin/WeltSparen

Tages- und Festgeld bei Partnerbanken aus mehreren EU-Ländern über ein Konto. So lässt sich ein großer Betrag auf mehrere Banken verteilen, jede mit eigener Einlagensicherung bis 100.000 €.

Im Vergleich ansehen

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Hausverkauf oder Abfindung: gilt die erhöhte Deckung auch bei der Deutschen Bank?

Ja, die erhöhte Deckung ist gesetzlich und läuft bei der Deutschen Bank über die EdB. Der Informationsbogen verweist ausdrücklich auf die Fälle des § 8 Absätze 2 bis 4 EinSiG, in denen Einlagen über 100.000 € hinaus gesichert sind. Dazu zählen der Erlös aus einer privat genutzten Wohnimmobilie, Abfindungen und Kapitalauszahlungen aus Betriebsrente oder Riester. Die Deckung reicht bis insgesamt 500.000 € und endet sechs Monate nach der Gutschrift.

Im Ernstfall schreibt die EdB die Kunden selbst an und zahlt bis 100.000 € ohne Antrag. Den erhöhten Teil müssen Sie schriftlich mit Belegen anmelden, etwa mit Notarvertrag und Kontoauszug; gezahlt wird dann binnen sieben Arbeitstagen ab Eingang der Anmeldung (§ 14 Abs. 3 EinSiG). Wie das im Einzelnen abläuft, steht unter Einlagensicherung über 100.000 Euro.

Wie ist Festgeld im ZinsMarkt der Deutschen Bank geschützt?

Festgeld im ZinsMarkt liegt bei einer Partnerbank, nicht bei der Deutschen Bank, und ist nur über deren Einlagensicherung gedeckt. Die Deutsche Bank nennt dafür EU-weit harmonisierte Einlagensicherung bis 100.000 € je Anleger und Bank. Unter den Partnerbanken waren am 01.10.2026 etwa die Aareal Bank in Deutschland, die Avida Finans in Schweden, die Banca Sistema in Italien und Crédit Agricole Savings in Frankreich. Der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken greift für diese Anlagen nicht über die Deutsche Bank.

Für die Verteilung großer Beträge kann das nützlich sein, weil jede Partnerbank eine eigene Grenze hat. Prüfen Sie aber den Anlagetyp: Bei der Aareal Bank nennt die Deutsche Bank eine Treuhandanlage, bei der Avida eine Direktanlage. Was bei ausländischen Banken zu beachten ist, steht unter Einlagensicherung EU.

Depot und Wertpapiere bei der Deutschen Bank

Wertpapiere im Depot der Deutschen Bank oder bei maxblue sind keine Einlagen und bleiben Ihr Eigentum. In einer Insolvenz werden sie ausgesondert. Fehlen Wertpapiere, zahlt die Anlegerentschädigung 90 % der Forderung, höchstens 20.000 € (§ 4 Abs. 2 AnlEntG). Nicht geschützt sind Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate der Deutschen Bank selbst. Einzelheiten unter Einlagensicherung im Depot, Kosten einer Verwaltung unter Vermögensverwaltung Deutsche Bank.

Mehr als 100.000 Euro: Fonds akzeptieren oder verteilen?

Bei der Deutschen Bank entscheiden Sie zwischen dem Fonds als zweiter Stufe und dem Verteilen auf mehrere Institute. Wie der Fonds rechnet und warum es keinen Anspruch gibt, erklärt freiwillige Einlagensicherung. Banken mit Zins und Stand stehen im Vergleich, welche Marken zusammenzählen, unter Einlagensicherung mehrere Banken.

Der Rechner zeigt, welcher Teil Ihres Guthabens bei der Deutschen Bank gesetzlich gesichert ist.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Einlagensicherung bei der Deutschen Bank?

Gesetzlich 100.000 € je Person über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken, mit Rechtsanspruch und Auszahlung binnen sieben Arbeitstagen. Darüber hinaus ist die Deutsche Bank Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands. Dessen Obergrenze für Privatpersonen liegt nach Statut bei 3 Mio. €, ab 2030 bei 1 Mio. €; einen Anspruch darauf gibt es nicht.

Sind Deutsche Bank und Postbank bei der Einlagensicherung eine Bank?

Ja. Die Postbank ist seit Mai 2020 eine Niederlassung der Deutsche Bank AG, der Informationsbogen nennt sie als Marke desselben Instituts. Guthaben bei beiden werden addiert, zusammen sind 100.000 € je Person gesetzlich gesichert. Dasselbe gilt für DSL Bank, FYRST und maxblue.

Gehört die norisbank bei der Einlagensicherung zur Deutschen Bank?

Nein. Die norisbank GmbH ist ein Unternehmen der Deutsche Bank Gruppe, aber ein eigenes Kreditinstitut mit Sitz in Bonn. Sie steht in der EdB-Liste und im Einlagensicherungsfonds als eigenes Mitglied. Deshalb hat sie ihre eigene gesetzliche Grenze von 100.000 € je Person neben der Deutschen Bank.

Ist mein Geld bei der Deutschen Bank über 100.000 Euro sicher?

Über 100.000 € schützt der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, nach Statut bis 3 Mio. € je Privatperson, den gesetzlichen Teil eingeschlossen. Auf diesen Teil besteht kein Rechtsanspruch. Beträge aus privatem Hausverkauf oder Abfindung sind zusätzlich sechs Monate lang bis insgesamt 500.000 € gesetzlich gedeckt, wenn Sie das nachweisen.

Ist Festgeld im ZinsMarkt der Deutschen Bank genauso sicher?

Nein, es ist anders gesichert. Das Geld liegt bei einer Partnerbank, etwa in Deutschland, Schweden, Italien oder Frankreich, und ist nur über deren gesetzliche Einlagensicherung gedeckt, EU-weit harmonisiert bis 100.000 € je Bank. Der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken gilt dafür nicht. Dafür hat jede Partnerbank eine eigene Grenze.

Wir sind ein Ehepaar mit 300.000 € bei der Deutschen Bank: wie viel ist gesetzlich gesichert?

Liegt alles auf einem Gemeinschaftskonto, sind 2 × 100.000 € = 200.000 € gesetzlich gesichert, weil jeder Kontoinhaber einen eigenen Anspruch hat. Die übrigen 100.000 € liegen im Einlagensicherungsfonds. Einzelkonten bei der Postbank, bei maxblue oder der Deutschen Bank zählen in die persönliche Grenze mit hinein.

Was passiert mit meinem Depot, wenn die Deutsche Bank ausfällt?

Aktien, Fonds und Anleihen anderer Emittenten bleiben Ihr Eigentum und werden ausgesondert, Sie können sie auf eine andere Bank übertragen. Fehlen Wertpapiere, zahlt die Anlegerentschädigung 90 %, höchstens 20.000 €. Zertifikate und Inhaberschuldverschreibungen der Deutschen Bank sind dagegen Forderungen gegen die Bank und nicht geschützt.

Weiterlesen

Quellen

  1. Deutsche Bank AG: Informationsbogen für den Einleger (PDF), Stand Formularkennung 251113, Abruf 01.10.2026
  2. Deutsche Bank: Preisaushang (PDF), Stand 01.10.2026, Abruf 01.10.2026
  3. Deutsche Bank: FestzinsSparen, Stand Aktion Stand 01.10.2026, Abruf 01.10.2026
  4. Deutsche Bank: ZinsMarkt, Stand Abruf 01.10.2026
  5. Deutsche Bank: DB Privat- und Firmenkundenbank AG geht in der Deutsche Bank AG auf, Stand Medieninformation 18.05.2020, Abruf 01.10.2026
  6. EdB: Zugeordnete Banken, Stand Abruf 01.10.2026
  7. Einlagensicherungsfonds: Abfrage Sicherungsgrenze, Stand Abruf 01.10.2026
  8. Statut des Einlagensicherungsfonds (PDF), Stand Fassung Oktober 2023, Abruf 01.10.2026
  9. Einlagensicherungsgesetz § 8 (erhöhte Deckung), Stand zuletzt geändert durch Art. 26 Abs. 5 G v. 25.3.2026, Abruf 01.10.2026
  10. Anlegerentschädigungsgesetz § 4, Stand Abruf 01.10.2026

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