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100.000 Euro Zinsen: was pro Jahr und Monat übrig bleibt

4 % Zinsen stehen in der Werbung. Nach vier Monaten fällt der Satz auf 2 %, und am Jahresende bleiben von 100.000 € weniger als 2.700 € übrig.

Hier steht für 20 Konten, was 100.000 € im ersten Jahr wirklich bringen, vor und nach Steuer, mit Stand-Datum.

Wie viel 100.000 Euro Zinsen bringen, entscheidet 2026 weniger der beworbene Satz als das Kleingedruckte: wie lange der Aktionszins gilt, bis zu welchem Betrag und was danach kommt. Wir haben für 20 Tages- und Festgeldkonten das erste Jahr mit genau 100.000 € durchgerechnet, mit Folgezins, Stand-Datum und Steuer. Ergebnis: zwischen 300 € und 3.200 € vor Steuer, nach Steuer höchstens 2.619,75 € für eine Person. Wie Sie 100.000 € insgesamt aufteilen, steht auf 100.000 Euro anlegen; hier geht es nur um den Zins.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Kurz beantwortet

  • 100.000 € bringen im ersten Jahr zwischen 300 € (Sparda-Bank Hamburg, 0,30 %) und 3.200 € (norisbank Festgeld 12 Monate, 3,20 %) Zinsen vor Steuer, Stand 01.10.2026.
  • Der höchste Tagesgeld-Aktionszins (Openbank 4,00 %) gilt nur 4 Monate und nur bis 100.000 €; aufs erste Jahr gerechnet bleiben 2.666,67 €, also 2,67 %.
  • Nach Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag bleiben vom besten Festgeld 2.619,75 € für eine Person und 2.883,50 € für ein Ehepaar (berechnet, ohne Kirchensteuer).
  • Gesetzlich gesichert sind 100.000 € je Person und Bank einschließlich Zinsen (§ 7 Abs. 1 und 2, § 8 Abs. 1 EinSiG); die Zinsen auf genau 100.000 € liegen darüber.

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Wie viel Zinsen bringen 100.000 Euro im Jahr?

100.000 Euro bringen im ersten Jahr zwischen 300 € und 3.200 € Zinsen vor Steuer, je nach Konto, Laufzeit und Aktionsbedingungen. Pro Monat sind das 25 € bis 266,67 €. Den oberen Wert erreicht das Festgeld der norisbank mit 3,20 % für 12 Monate, den unteren das Tagesgeld der Sparda-Bank Hamburg mit 0,30 %.

Beim Tagesgeld reicht ein Blick auf den Werbesatz nicht. Fast jeder hohe Satz gilt nur für Neukunden, nur einige Monate und oft nur bis zu einer Betragsgrenze. Danach greift ein Folgezins, der bei mehreren Banken bei 0,75 % liegt. Wir haben deshalb jedes Konto auf zwölf Monate mit 100.000 € gerechnet: Aktionsmonate mal Aktionszins plus Restmonate mal Folgezins, ohne Zinseszins. So rechnet auch die Tabelle unten.

Tagesgeld: Zinsen auf 100.000 € im ersten Jahr
Bank, ProduktZins und DauerdanachZinsen 1. Jahrpro Monat
Openbank Tagesgeld (Stand 28.09.2026)4,00 % für 4 Monate, bis 100.000 €2,00 %2.666,67 €222,22 €
norisbank Top-Zinskonto (01.10.2026)2,50 %, laut Website bis 31.12.20260,75 %1.187,50 bis 2.500 €98,96 bis 208,33 €
Commerzbank Topzinskonto Plus (01.10.2026)2,25 % für 12 Monate, Neugeld bis 1 Mio. €0,75 %2.250 €187,50 €
TF Bank Tagesgeld (21.09.2026)3,65 % für 4 Monate1,45 %2.183,33 €181,94 €
ING Extra-Konto (01.10.2026)3,20 % für 4 Monate, bis 250.000 €0,75 %1.566,67 €130,56 €
comdirect Tagesgeld PLUS (ohne Datum)1,50 %, bis auf Weiteres0,75 %1.500 €125 €
Skatbank Tagesgeld (24.09.2026)1,42 %, variabelvariabel1.420 €118,33 €
C24 Tagesgeldpocket (ohne Datum)0,75 %, bis 100.000 €0,75 %750 €62,50 €
Deutsche Bank Flexgeld (01.06.2025)0,50 %0,50 %500 €41,67 €
Sparda-Bank Hamburg Sparda Cash (16.01.2026)0,30 % ab 25.000 €0,30 %300 €25 €

Quelle: Preisverzeichnisse, Zinsaushänge und Konditionenseiten der Banken, Abruf 01.10.2026. Zinsen berechnet von geld-was-nun.de für 100.000 € über 12 Monate ohne Zinseszins, vor Steuer; Folgezins unverändert angenommen.

Drei Zeilen brauchen eine Erklärung. Bei der norisbank begrenzt die Website den Sonderzins bis 31.12.2026, der Zinsaushang nennt weder Grenze noch Enddatum; daher die Spanne. Den Aktionszins der Commerzbank zeigt der Preisaushang vom 01.10.2026 nicht, dort steht nur das normale Tagesgeld mit 0,75 %. Das StartZins-Angebot von Raisin mit 3,00 % fehlt in der Tabelle, weil es nur drei Monate und nur bis 50.000 € gilt; für 100.000 € lässt es sich nicht sauber rechnen.

Was bringt Festgeld mit 100.000 Euro für 12 Monate?

Festgeld bringt mit 100.000 Euro für 12 Monate zwischen 1.700 € und 3.200 € Zinsen vor Steuer. Der Satz steht für die ganze Laufzeit fest, dafür kommen Sie vorher nicht an das Geld. Bei der Commerzbank ist laut Bedingungen vor Laufzeitende keine Verfügung möglich, auch nicht über Teilbeträge; die TF Bank schließt die vorzeitige Kündigung aus.

Zwei der höheren Sätze sind Neugeld-Aktionen. Die Deutsche Bank zahlt 3,00 % nur auf Geld, das vorher nicht bei Deutsche Bank, Postbank, norisbank, BHW oder DWS lag, und nur bis 250.000 €. Die norisbank begrenzt ihr Angebot ebenfalls auf 250.000 €. Das ING-Festgeld steht nur bestehenden Kunden offen; für 12 Monate nennt die Konditionenseite erst ab 100.000 € einen Satz.

Festgeld 12 Monate: Zinsen auf 100.000 €
Bank, ProduktZins p. a.StandZinsen pro Jahrpro Monat
norisbank Festzins-Sparen, bis 250.000 €3,20 %01.10.20263.200 €266,67 €
TF Bank Festgeld, schwedische Sicherung3,10 %30.09.20263.100 €258,33 €
Deutsche Bank FestzinsSparen, Neugeld3,00 %01.10.20263.000 €250 €
Commerzbank Online-Festgeld2,75 %14.09.20262.750 €229,17 €
ING Festgeld ab 100.000 €, Bestandskunden2,60 %22.09.20262.600 €216,67 €
Sparda-Bank Hamburg Termin Extra2,50 %17.09.20262.500 €208,33 €
Openbank Festgeld2,25 %28.09.20262.250 €187,50 €
Skatbank Termingeld1,95 %24.09.20261.950 €162,50 €
comdirect Festgeld, höchstens 100.000 € je Anlage1,70 %ohne Datum1.700 €141,67 €

Quelle: Produktinformationsblätter und Konditionenseiten der Banken, Abruf 01.10.2026. Beträge berechnet von geld-was-nun.de, vor Steuer. Monatswerte sind Durchschnitt; ausgezahlt wird nach den Bedingungen der Bank.

Wie viel Zinsen bleiben von 100.000 Euro nach Steuer?

Nach Steuer bleiben von 3.200 € Festgeldzinsen einer Person 2.619,75 €, einem zusammen veranlagten Ehepaar 2.883,50 €. Der Rechenweg: Steuerfrei bleibt der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 €, bei Ehepaaren 2.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG). Auf den Rest fallen 25 % Abgeltungsteuer (§ 32d Abs. 1 EStG) und darauf 5,5 % Solidaritätszuschlag (§ 4 SolZG), zusammen 26,375 %.

Für eine Person sind das 2.200 € mal 26,375 % gleich 580,25 € Steuer. Für das Paar sind es 1.200 € mal 26,375 % gleich 316,50 €. Kirchensteuer kommt als Zuschlag hinzu, wenn Sie kirchensteuerpflichtig sind (§ 51a Abs. 2b EStG); sie ist hier nicht eingerechnet. Den Pauschbetrag teilen Sie der Bank über einen Freistellungsauftrag mit, sonst zieht sie die Steuer ab dem ersten Euro ab und Sie holen sie erst über die Steuererklärung zurück.

Zinsen auf 100.000 € nach Steuer, erstes Jahr
Kontovor Steuernetto, eine Personnetto pro Monatnetto, Ehepaar
norisbank Festgeld 3,20 %3.200 €2.619,75 €218,31 €2.883,50 €
Commerzbank Festgeld 2,75 %2.750 €2.288,44 €190,70 €2.552,19 €
Openbank Tagesgeld 4,00 % / 2,00 %2.666,67 €2.227,08 €185,59 €2.490,83 €
Commerzbank Tagesgeld 2,25 %2.250 €1.920,31 €160,03 €2.184,06 €
ING Extra-Konto 3,20 % / 0,75 %1.566,67 €1.417,21 €118,10 €1.566,67 €
Skatbank Tagesgeld 1,42 %1.420 €1.309,22 €109,10 €1.420 €
C24 Tagesgeldpocket 0,75 %750 €750 €62,50 €750 €

Berechnet von geld-was-nun.de: Abgeltungsteuer 25 % und Solidaritätszuschlag 5,5 % auf den Betrag über 1.000 € (Person) bzw. 2.000 € (Ehepaar), ohne Kirchensteuer, ohne andere Kapitalerträge.

Ich bin 67 und will aus 100.000 € jeden Monat Zinsen als Rentenzuschuss: wie viel kommt raus?

Mit den besten Sätzen vom 01.10.2026 kommen rund 218 € im Monat nach Steuer heraus, wenn das ganze Geld ein Jahr im Festgeld der norisbank liegt. Beim Festgeld schreibt die Bank die Zinsen allerdings nach ihren Bedingungen gut, oft erst am Laufzeitende; das steht im Produktinformationsblatt. Für eine monatliche Zahlung eignet sich Tagesgeld besser, das aber nach der Aktion meist deutlich weniger bringt.

Ein Rechenbeispiel, keine Anlageberatung: 30.000 € auf Tagesgeld bei der Commerzbank mit 2,25 % für zwölf Monate, 70.000 € im Festgeld mit 3,20 %. Das ergibt 675 € plus 2.240 €, zusammen 2.915 € vor Steuer und 2.409,92 € nach Steuer für eine Person, im Schnitt 200,83 € im Monat (berechnet). Die 30.000 € bleiben jederzeit verfügbar.

Wer als Rentner so wenig Einkommen hat, dass keine Einkommensteuer anfällt, kann beim Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen; dann behält die Bank keine Abgeltungsteuer ein (§ 44a EStG). Ob das für Sie gilt, klärt das Finanzamt. Wer Zinsen und Kapital über Jahre verbrauchen will, rechnet mit einem Entnahmeplan; was Rentner sonst beachten, steht auf Geld anlegen als Rentner.

Wir sind verheiratet und haben 100.000 € gemeinsam: lohnt sich ein Gemeinschaftskonto?

Ja, für Zinsen und Sicherung bringt ein Gemeinschaftskonto zwei Vorteile: Sie nutzen zusammen 2.000 € Sparer-Pauschbetrag, und die gesetzliche Einlagensicherung gilt je Kontoinhaber, bei zwei Personen also bis 200.000 € je Bank (§ 7 Abs. 4 EinSiG). Beim Festgeld mit 3,20 % bleiben dem Paar 2.883,50 € statt 2.619,75 €, also 263,75 € mehr im Jahr (berechnet).

Voraussetzung für den gemeinsamen Pauschbetrag ist die Zusammenveranlagung und ein gemeinsamer Freistellungsauftrag. Gehört das Geld nur einem Partner, etwa aus einem Erbe, sollten Sie vorher klären, ob die Einzahlung auf ein Gemeinschaftskonto als Schenkung zählt; das beantwortet das Finanzamt oder eine Steuerberatung. Mehr zur Sicherung steht unter Einlagensicherung beim Gemeinschaftskonto.

Bringt es mehr, nach jeder Aktion die Bank zu wechseln?

Rechnerisch ja: Wer 100.000 € nacheinander jeweils vier Monate in drei Aktionszinsen legt, kommt mit den Sätzen vom Oktober 2026 auf 3.616,67 € im ersten Jahr, gut 400 € mehr als mit dem besten Festgeld. Der Rechenweg, ein Beispiel ohne Empfehlung: Openbank 4,00 % für vier Monate ergibt 1.333,33 €, TF Bank 3,65 % ergibt 1.216,67 €, ING 3,20 % ergibt 1.066,67 €.

Die Bedingungen schränken das ein. Openbank verlangt zuerst ein Girokonto und gewährt die Aktion nur Kunden ohne Tagesgeld in den letzten zwölf Monaten. ING zahlt 3,20 % nur auf das erste Extra-Konto, mit Girokonto 3,75 %. Alle drei Sätze sind variabel und können sich bis zum Wechsel ändern. Bei der TF Bank ist die Sicherung in schwedischen Kronen gedeckelt (siehe unten). Jeder Wechsel heißt: neue Kontoeröffnung, neue Legitimation, neuer Freistellungsauftrag.

Sind 100.000 Euro mit Zinsen voll gesichert?

Nicht ganz: Die gesetzliche Einlagensicherung deckt 100.000 € je Person und Bank, Zinsen zählen mit, der Anspruch bleibt aber auf 100.000 € begrenzt (§ 7 Abs. 1 und 2, § 8 Abs. 1 EinSiG). Liegen genau 100.000 € auf einem Konto, sind die Zinsen gesetzlich nicht mehr gedeckt. Bei 3.200 € Zinsen sind das 3.200 € ohne Rechtsanspruch.

Private Banken wie Openbank, ING, Commerzbank und Deutsche Bank gehören zusätzlich dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds an, der deutlich höhere Beträge schützt, allerdings ohne Rechtsanspruch (§ 6 Abs. 19 Statut). Die TF Bank fällt unter die schwedische Einlagensicherung mit 1.150.000 Kronen je Einleger, ausgezahlt in Kronen; was das in Euro ist, hängt vom Wechselkurs ab. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, legt 95.000 € bei einer Bank und den Rest bei einer zweiten an. Einen Überblick gibt Einlagensicherung über 100.000 Euro, die Fondsregeln erklärt freiwillige Einlagensicherung.

Was bleibt von 100.000 Euro Zinsen nach der Inflation?

Nach der Inflation bleibt mit keinem Konto aus den Tabellen ein Plus. Die Teuerung lag im September 2026 laut Statistischem Bundesamt bei voraussichtlich 3,3 % (vorläufiger Wert). Auf 100.000 € entspricht das rechnerisch 3.300 € Kaufkraft in einem Jahr. Selbst das beste Festgeld bringt netto 2.619,75 €; real fehlen damit rund 680 € (berechnet).

Das heißt nicht, dass Zinsanlagen falsch sind. Tagesgeld und Festgeld haben kein Kursrisiko und sind für Geld gedacht, das in den nächsten Jahren gebraucht wird. Wie viel davon sinnvoll auf dem Konto liegt, besprechen die Seiten Wie viel Geld auf Tagesgeld und Geldmarkt-ETF oder Tagesgeld. Wer von den Erträgen leben will, findet die Rechnung unter von Zinsen leben. Für den Teil, der länger liegen kann, vergleicht 100.000 Euro anlegen Vermögensverwaltung und Depot.

Häufige Fragen

Wie viel Zinsen bekomme ich für 100.000 Euro im Monat?

Im Durchschnitt zwischen 25 € und 266,67 € im Monat vor Steuer, gerechnet aufs erste Jahr. Den oberen Wert bringt das norisbank-Festgeld mit 3,20 % für zwölf Monate (Stand 01.10.2026), nach Steuer sind das 218,31 € für eine Person. Beim Tagesgeld liegt der Monatsschnitt im ersten Jahr bei höchstens 222,22 €, weil die Aktionszinsen nach vier Monaten enden.

Wie viel Zinsen bringen 100.000 Euro bei 3 Prozent?

3.000 € im Jahr oder 250 € im Monat vor Steuer. Nach Abzug von 1.000 € Sparer-Pauschbetrag fallen auf 2.000 € Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag an, zusammen 527,50 €. Einer Person bleiben 2.472,50 € im Jahr, also 206,04 € im Monat (berechnet, ohne Kirchensteuer). 3,00 % zahlt zum Beispiel das Neugeld-Festgeld der Deutschen Bank bis 250.000 €, Stand 01.10.2026.

Wie viel Steuer zahle ich auf Zinsen von 100.000 Euro?

26,375 % auf den Teil der Zinsen über 1.000 €, bei zusammen veranlagten Ehepaaren über 2.000 €, plus Kirchensteuer, falls Sie kirchensteuerpflichtig sind. Bei 3.200 € Zinsen zahlt eine Person 580,25 €, ein Ehepaar 316,50 €. Grundlage sind § 20 Abs. 9 und § 32d Abs. 1 EStG sowie § 4 SolZG. Ohne Freistellungsauftrag zieht die Bank die Steuer ab dem ersten Euro ab.

Ich habe 100.000 Euro geerbt. Wie viel Zinsen bringt das ohne Risiko?

Ohne Kursrisiko, also auf Tages- oder Festgeld, im ersten Jahr bis 3.200 € vor Steuer und 2.619,75 € netto für eine Person (Stand 01.10.2026). Vorher gehört das Erbe gesichert und steuerlich geklärt: Die Einlagensicherung deckt 100.000 € je Bank, eine gewöhnliche Erbschaft steht nicht im Katalog der erhöhten Deckung nach § 8 EinSiG. Die Schritte nach dem Erbfall stehen auf Geld geerbt: was tun.

Ist Festgeld oder Tagesgeld bei 100.000 Euro besser?

Für das erste Jahr bringt das beste Festgeld mit 3.200 € mehr als das beste Tagesgeld mit 2.666,67 €, weil der Tagesgeld-Aktionszins nach vier Monaten endet (Stand Oktober 2026). Festgeld bindet das Geld aber fest; bei der Commerzbank ist vor Laufzeitende keine Verfügung möglich. Tagesgeld bleibt täglich verfügbar. Viele teilen deshalb auf, mit einem Teil für Unvorhergesehenes.

Gibt es irgendwo 4 Prozent Zinsen auf 100.000 Euro?

Ja, aber nur kurz: Openbank zahlt 4,00 % auf Tagesgeld bis 100.000 €, vier Monate lang und nur für Neukunden mit Openbank-Girokonto, danach 2,00 % (Preisverzeichnis, Stand 28.09.2026). Über zwölf Monate ergibt das 2.666,67 €, also im Schnitt 2,67 %. Ein Festgeld mit 4 % für ein Jahr war am 01.10.2026 in unserer Auswahl nicht dabei.

Sind die Zinsen auf 100.000 Euro von der Einlagensicherung gedeckt?

Gesetzlich nicht, wenn das Guthaben schon 100.000 € beträgt. Zinsen zählen zur gesicherten Einlage, der Anspruch bleibt aber auf 100.000 € je Person und Bank begrenzt (§ 7 Abs. 1 und 2 EinSiG). Bei privaten Banken mit Mitgliedschaft im freiwilligen Einlagensicherungsfonds reicht der Schutz weiter, aber ohne Rechtsanspruch. Sicher ist, den Betrag auf zwei Banken aufzuteilen.

Weiterlesen

Quellen

  1. Openbank Preis- und Leistungsverzeichnis, Stand 28.09.2026, Abruf 01.10.2026
  2. norisbank Zinsaushang, Stand 01.10.2026
  3. Commerzbank Tagesgeld, Stand Preisaushang 01.10.2026, Abruf 01.10.2026
  4. Commerzbank Online-Termingeld EUR, Stand 14.09.2026
  5. TF Bank Produktinformationsblatt Tagesgeldkonto, Stand 21.09.2026, Abruf 01.10.2026
  6. TF Bank Produktinformationsblatt Festgeldkonto, Stand 30.09.2026, Abruf 01.10.2026
  7. ING Extra-Konto: Konditionen, Stand 01.10.2026
  8. ING Festgeld: Konditionen, Stand Festzinssätze seit 22.09.2026
  9. Deutsche Bank FestzinsSparen, Stand 01.10.2026
  10. Deutsche Bank Flexgeld, Stand Zinsangabe 01.06.2025, Abruf 01.10.2026
  11. comdirect Tagesgeld PLUS, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  12. comdirect Festgeld, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  13. Deutsche Skatbank Tagesgeld, Stand 24.09.2026
  14. Sparda-Bank Hamburg Tagesgeld, Stand Zinsstand 16.01.2026, Abruf 01.10.2026
  15. Raisin StartZins, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  16. § 20 EStG (Sparer-Pauschbetrag Abs. 9), Stand zuletzt geändert 29.06.2026, Abruf 01.10.2026
  17. § 32d EStG (Abgeltungsteuer), Stand Abruf 01.10.2026
  18. § 4 Solidaritätszuschlaggesetz, Stand zuletzt geändert 23.12.2024, Abruf 01.10.2026
  19. § 7 Einlagensicherungsgesetz, Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
  20. § 8 Einlagensicherungsgesetz, Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
  21. Statut des Einlagensicherungsfonds, Stand Fassung Oktober 2023, Abruf 01.10.2026
  22. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 348: Inflationsrate September 2026, Stand 30.09.2026

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