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2 Millionen Euro anlegen: Sicherung, Verwaltung und Steuer

2 Millionen liegen auf einem Konto, gesetzlich gesichert sind davon 100.000 €. Und je nach Verwalter kostet die Anlage 8.600 € oder 23.400 € im Jahr.

Hier stehen Banken-Zahl, Kosten in Euro und Steuer für genau 2 Millionen Euro, jede Zahl mit Quelle und Stand.

Wer 2 Millionen Euro anlegen will, stößt auf Grenzen, die bei kleineren Summen keine Rolle spielen: Die gesetzliche Einlagensicherung reicht für ein Zwanzigstel des Betrags, die freiwillige Sicherung der privaten Banken sinkt 2030 auf 1 Million je Person, und Vermögensverwalter rechnen in Staffeln. Diese Seite zeigt die Reihenfolge, die zu dieser Summe gehört: erst sichern, dann Steuer und Nachlass klären, eine Reserve festlegen und erst danach anlegen. Alle Kosten stehen in Euro pro Jahr, jede Zahl mit Quelle.

Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Kurz beantwortet

  • Eine Person braucht für 2 Mio. € 20 Banken, um gesetzlich voll gesichert zu sein; ein Ehepaar mit Gemeinschaftskonten 10 Banken (§ 7 Abs. 4, § 8 Abs. 1 EinSiG).
  • Der freiwillige Fonds der privaten Banken deckt bis 31.12.2029 höchstens 3 Mio. € je Person und Bank, ab 2030 höchstens 1 Mio. €, jeweils ohne Rechtsanspruch (§ 6 Abs. 8 und 19 Statut).
  • Eine digitale Vermögensverwaltung kostet bei 2 Mio. € zwischen 8.600 € (Raisin) und 23.400 € (froots laut Vertrag) im Jahr, berechnet aus Gebühr und Produktkosten.
  • Erbt ein Kind 2 Mio. € in Geld, fallen nach 400.000 € Freibetrag und 15.000 € Pauschbetrag 301.150 € Erbschaftsteuer an (19 %, § 19 ErbStG, berechnet).

Welche Anlage passt zu Ihrem Betrag?

Drei Fragen, dann die passenden Anbieter, sortiert nach Kosten laut Kosteninformation.

Wie legen Sie 2 Millionen Euro an?

2 Millionen Euro legen Sie in vier Schritten an: Geld auf mehrere Banken verteilen, Steuer und Nachlass klären, eine Reserve festlegen und erst dann den langfristigen Teil investieren. Die Reihenfolge schützt vor dem teuersten Fehler bei großen Summen, nämlich eine Anlageentscheidung unter Zeitdruck zu treffen, während der größte Teil des Geldes ungesichert auf einem Konto liegt.

Eine feste Quote für den sicheren und den renditeorientierten Teil gibt es nicht, und wir nennen auch keine persönliche Empfehlung. Die Bausteine sind dieselben wie bei 1 Million: Tages- und Festgeld, Vermögensverwaltung, eigenes Depot. Was sich ändert, sind die Grenzen. Den Schritt davor zeigt 1 Million Euro anlegen, den Schritt danach 5 Millionen Euro anlegen.

  • Sichern: Geld in Tranchen bis 100.000 € je Person und Bank verteilen, Depotbank und Kontobank getrennt prüfen.
  • Steuer und Nachlass: bei einem Erbe die Anzeige beim Finanzamt und die Erbschaftsteuer einplanen, bei einem Verkaufserlös die Einkommensteuer.
  • Reserve: den Betrag festlegen, der in den nächsten Jahren gebraucht wird, und ihn ohne Kursrisiko halten.
  • Anlage: erst dann über Verwalter, Kosten und Strategie entscheiden.

Auf wie viele Banken verteilen Sie 2 Millionen Euro?

Eine einzelne Person braucht für 2 Millionen Euro 20 Banken, um gesetzlich voll gesichert zu sein, und 21, wenn auch die Zinsen gedeckt sein sollen. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt je Person und Institut, gerechnet über alle Konten und Marken derselben Bank (§ 7 Abs. 3, § 8 Abs. 1 EinSiG). Ein Ehepaar mit Gemeinschaftskonten ist je Bank mit 200.000 € gesichert (§ 7 Abs. 4 EinSiG) und kommt mit 10 Banken aus.

Die befristet erhöhte Deckung bis 500.000 € für sechs Monate gilt nur für bestimmte Anlässe wie den Verkauf der selbst genutzten Wohnimmobilie, eine Abfindung oder die Kapitalauszahlung einer Betriebsrente (§ 8 Abs. 2 und 3 EinSiG). Eine gewöhnliche Erbschaft und eine private Lebensversicherung stehen nicht im Katalog; dort ist sie nicht eindeutig. Selbst wo sie greift, deckt sie bei 2 Millionen nur ein Viertel.

Sicherung von 2 Millionen € im Überblick
SicherungswegGrenze je Person und BankBanken für 2 Mio. €Rechtsanspruch
gesetzlich, Einzelperson100.000 €20ja
gesetzlich, Ehepaar mit Gemeinschaftskonto200.000 € je Bank10ja
erhöhte Deckung, 6 Monate, bestimmte Anlässe500.000 €4ja, mit Nachweis
freiwilliger Fonds private Banken bis 31.12.2029bis 3 Mio. €, max. 8,75 % der Eigenmittel1 rechnerischnein
freiwilliger Fonds private Banken ab 01.01.2030bis 1 Mio. €, max. 8,75 % der Eigenmittel2 rechnerischnein

Quelle: §§ 7, 8 EinSiG in der Fassung vom 25.03.2026; § 6 Abs. 8 und 19 Statut des Einlagensicherungsfonds, Fassung Oktober 2023. Banken-Zahl berechnet von geld-was-nun.de.

Die freiwillige Sicherung ist bei 2 Millionen verlockend, weil sie rechnerisch eine einzige Bank genügen ließe. Sie ist aber ein Fonds ohne Rechtsanspruch, ihre Grenze hängt von den Eigenmitteln der jeweiligen Bank ab, und ab 2030 sinkt der Deckel auf 1 Million. Sparkassen und Volksbanken schützen vor allem das Institut selbst; einen Rechtsanspruch über 100.000 € hinaus nennen ihre Sicherungssysteme nicht. Welche Marken zur selben Bank gehören, klärt Einlagensicherung: welche Banken gehören zusammen.

Was kostet eine Vermögensverwaltung bei 2 Millionen Euro?

Bei 2 Millionen Euro kostet eine digitale Vermögensverwaltung zwischen 8.600 € und 23.400 € im Jahr, gerechnet aus Verwaltungsgebühr und laufenden Fondskosten. Keiner der Anbieter weist diesen Betrag selbst aus; alle Werte sind berechnet. Die Spanne von 14.800 € im Jahr entsteht allein durch die Wahl des Anbieters, über zehn Jahre ohne Zinseszins also 148.000 €.

Gegenüber 1 Million ändert sich wenig: Die meisten Staffeln haben ihre letzte Stufe bei 500.000 € oder 1 Million erreicht. LIQID senkt erst ab 3 Millionen wieder, Estably nennt ab 5 Millionen nur noch Preise auf Anfrage. Anbieter ohne Staffel berechnen denselben Satz wie bei 50.000 €.

Kosten pro Jahr bei 2 Millionen €
Anbieter, ProduktGebühr p. a.Produktkosten p. a.Kosten pro Jahr
Raisin Vermögensverwaltung0,25 %0,18 bis 0,19 %8.600 bis 8.800 €
LIQID CORE Global0,40 %0,07 bis 0,22 %9.400 bis 12.400 €
Whitebox Global / Value0,35 %0,21 / 0,22 %11.200 / 11.400 €
FollowMyMoney MyInvestor0,49 % + 0,175 bis 0,25 %nicht gefunden13.300 bis 14.800 € + Performance-Gebühr
bevestor Select0,60 %0,12 bis 0,24 %14.400 bis 16.800 €
OSKAR klassik0,70 %0,15 %17.000 €
comdirect cominvest0,75 %0,23 %19.600 €
Estably Modern Value0,79 % + 0,30 % Bankspesenkeine ausgewiesen21.800 € + Performance-Gebühr
Fidelity Wealth Expert0,55 %0,56 %22.200 €
froots1,00 % (Vertrag)0,17 %23.400 €

Berechnet von geld-was-nun.de aus Staffel und durchschnittlichen Produktkosten laut Preisverzeichnissen und Kostenseiten, Stand Juni bis September 2026, Abruf 01.10.2026. Satz der erreichten Stufe auf den ganzen Betrag angewendet.

Drei Werte haben einen Haken. bevestor nennt auf der Website für die Einmalanlage eine Obergrenze von 100.000 €. froots rechnet auf der Website mit einer Staffel je Kapitaltranche, die bei 2 Millionen 20.050 € ergäbe; Vertrag und Broschüre kennen diese Staffel nicht. FollowMyMoney und Estably verlangen zusätzlich eine Performance-Gebühr, die in der Tabelle fehlt. Den eigenen Betrag rechnet der Rechner, die Merkmale aller Verwalter stehen im Vermögensverwaltung-Vergleich.

Wie ändert sich die LIQID-Gebühr zwischen 1 und 5 Millionen Euro?

Die LIQID-Gebühr bleibt zwischen 1 und 3 Millionen Euro bei 0,40 % und sinkt ab 3 Millionen auf 0,30 %, ab 5 Millionen auf 0,25 %. Das steht im Preisverzeichnis der Vertragsbedingungen, Stand September 2026, inklusive Umsatzsteuer. Dazu kommen 0,07 bis 0,22 % Fondskosten, je nach Risikoklasse.

Wendet LIQID den Satz der erreichten Stufe auf das ganze Depot an, wie die Tabelle rechnet, kostet ein Depot knapp unter 3 Millionen mehr Gebühr als eines mit genau 3 Millionen: 2,9 Mio. € mal 0,40 % sind 11.600 €, 3 Mio. € mal 0,30 % sind 9.000 €. Fragen Sie vor Vertragsschluss schriftlich nach, wie die Stufe angewendet wird; die Kosteninformation vor Vertragsschluss ist Pflicht (§ 63 Abs. 7 WpHG).

LIQID CORE Global: Kosten nach Anlagebetrag
AnlagebetragGebühr p. a.Gebühr in Euromit Fondskosten 0,07 bis 0,22 %
1.000.000 €0,40 %4.000 €4.700 bis 6.200 €
2.000.000 €0,40 %8.000 €9.400 bis 12.400 €
3.000.000 €0,30 %9.000 €11.100 bis 15.600 €
5.000.000 €0,25 %12.500 €16.000 bis 23.500 €

Quelle: LIQID Vertragsbedingungen, Preisverzeichnis IV.1 und IV.2, September 2026. Euro-Beträge berechnet von geld-was-nun.de.

Ich bin 58, habe 2 Millionen Euro von meinen Eltern geerbt, das Haus ist abbezahlt: wie gehe ich vor?

Zuerst sichern und die Erbschaftsteuer zurücklegen, denn sie ist der größte Einzelposten: Erbt ein Kind 2 Millionen Euro in Geld, sind nach 400.000 € Freibetrag (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG) und 15.000 € Erbfallkosten-Pauschbetrag (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG) 1.585.000 € steuerpflichtig. Bei 19 % in Steuerklasse I (§ 19 Abs. 1 ErbStG) sind das 301.150 € (berechnet, ohne Vorschenkungen und Schulden).

Diesen Betrag sollten Sie nicht anlegen, bevor der Bescheid da ist. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 12. und 13.10.2026 über das Erbschaftsteuergesetz; bis zu einer Entscheidung gelten Freibeträge und Sätze unverändert. Wie sich die Steuer zusammensetzt, zeigen Erbschaftsteuer berechnen und Erbschaftsteuer für Kinder.

Ein Rechenbeispiel, keine Anlageberatung: Nach Steuer bleiben 1.698.850 €. Wer 300.000 € als Reserve für die nächsten Jahre auf drei Banken hält, hat bei 2,75 % Festgeld 8.250 € Zinsen im Jahr. Die übrigen knapp 1,4 Millionen kosten in einer Vermögensverwaltung je nach Anbieter grob 6.000 € bis 16.400 € im Jahr. Mit 58 entscheidet vor allem die Frage, ob das Geld bis zur Rente Einkommen ersetzen soll, über die Höhe der Reserve. Die Schritte nach dem Erbfall stehen auf Geld geerbt: was tun.

Können wir mit 62 und 60 von den Zinsen auf 2 Millionen Euro leben?

Nominal ja, real nicht ohne Abstriche: 2 Millionen Euro bringen bei 2,75 % Festgeld 55.000 € Zinsen im Jahr, nach Steuer bleiben einem Ehepaar 41.021,25 €, also 3.418,44 € im Monat. Der Rechenweg: 55.000 € minus 2.000 € Sparer-Pauschbetrag, auf 53.000 € fallen 26,375 % Abgeltungsteuer mit Solidaritätszuschlag an, das sind 13.978,75 € (berechnet, ohne Kirchensteuer).

Die Teuerung von voraussichtlich 3,3 % im September 2026 entspricht auf 2 Millionen 66.000 € Kaufkraft im Jahr. Wer alle Zinsen verbraucht, behält die Summe, aber nicht ihren Wert. Das Commerzbank-Festgeld nimmt zwar Anlagen bis 5 Millionen je Anlage an, gesetzlich gesichert sind davon aber nur 100.000 € je Person. Wie lange Kapital und Zinsen zusammen reichen, rechnen von Zinsen leben und von 1 Million leben; die Auszahlung in Raten erklärt der Entnahmeplan.

Wie viel Steuer fällt auf Erträge aus 2 Millionen Euro an?

Auf Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne fallen 25 % Abgeltungsteuer an (§ 32d Abs. 1 EStG), darauf 5,5 % Solidaritätszuschlag (§ 4 SolZG) und gegebenenfalls Kirchensteuer. Steuerfrei bleiben 1.000 € im Jahr, bei Zusammenveranlagung 2.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG). Bei 2 Millionen ist dieser Betrag schon bei 0,05 % Ertrag ausgeschöpft, er spielt also kaum eine Rolle.

Die Gebühr der Vermögensverwaltung mindert die Steuer nicht, der Abzug tatsächlicher Werbungskosten ist ausgeschlossen (§ 20 Abs. 9 Satz 1 EStG). Bei 15.000 € Verwaltungskosten im Jahr zahlen Sie die Steuer also auf den Ertrag vor Kosten. Wer die Erbschaft oder den Verkauf eines Unternehmens erst noch versteuern muss, sollte das mit einer Steuerberatung klären, bevor das Geld gebunden wird.

Brauche ich für 2 Millionen Euro ein Family Office?

Ein Gesetz, das ab einem Vermögen ein Family Office verlangt, gibt es nicht, und eine belastbare Einstiegsgrenze haben wir in keiner Primärquelle gefunden. Ein Family Office bündelt meist Vermögensverwaltung, Steuer- und Nachlassplanung und Berichtswesen. Für 2 Millionen in liquiden Anlagen leisten Vermögensverwalter mit Staffelpreisen einen großen Teil davon.

Zwei Prüfpunkte gelten für jedes Angebot. Wer Ihr Depot nach eigenem Ermessen verwaltet, betreibt Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG) und braucht dafür eine Erlaubnis der BaFin (§ 15 WpIG); das lässt sich in der BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen. Und vor Vertragsschluss muss der Anbieter alle Kosten in Euro und Prozent ausweisen (§ 63 Abs. 7 WpHG). Wie Sie unabhängige Anbieter finden, beschreiben unabhängige Vermögensverwalter finden und Honorarberater finden.

Welche Risiken hat eine Anlage von 2 Millionen Euro?

Das größte Risiko liegt bei 2 Millionen nicht in der Pleite einer Depotbank, sondern im Kursverlust. Wertpapiere im Depot gehören Ihnen und werden bei einer Insolvenz ausgesondert (§ 47 InsO), Fondsvermögen ist zusätzlich Sondervermögen (§ 92 Abs. 1 KAGB). Gegen fallende Kurse schützt das nicht: Ein Aktienanteil von 1 Million verliert bei einem Rückgang von 30 % rechnerisch 300.000 €.

Das zweite Risiko ist Klumpung bei einem Anbieter, etwa wenn Verrechnungskonto, Festgeld und Depot bei derselben Bankengruppe liegen. Das dritte ist Eile: Wer innerhalb weniger Wochen alles investiert, hat keine Zeit, Verträge und Kosten zu prüfen. Kein Anbieter darf Ihnen eine Rendite versprechen; historische Renditen sagen nichts über künftige.

Häufige Fragen

Wie viel Zinsen bringen 2 Millionen Euro im Monat?

Bei 2,75 % Festgeld 4.583,33 € im Monat vor Steuer, das sind 55.000 € im Jahr (Commerzbank Online-Festgeld, Stand 14.09.2026). Nach Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag bleiben einer Person 40.757,50 € im Jahr oder 3.396,46 € im Monat, einem Ehepaar 3.418,44 € (berechnet, ohne Kirchensteuer). Gesetzlich gesichert sind dabei nur 100.000 € je Person und Bank.

Ich habe 2 Millionen Euro geerbt. Was soll ich als Erstes tun?

Zuerst das Geld auf mehrere Banken verteilen, denn gesetzlich gesichert sind nur 100.000 € je Person und Bank (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Dann die Erbschaftsteuer zurücklegen: Ein Kind zahlt auf 2 Millionen in Geld 301.150 € (berechnet). Erst wenn Steuer und Reserve feststehen, lohnt der Vergleich von Verwaltern. Ein Erbe ist dem Finanzamt binnen drei Monaten anzuzeigen (§ 30 Abs. 1 ErbStG); bei einem amtlich eröffneten Testament entfällt das für reines Geldvermögen (§ 30 Abs. 3 ErbStG).

Wie viele Banken brauche ich für 2 Millionen Euro?

20 Banken als Einzelperson, wenn jeder Euro gesetzlich gesichert sein soll, 21 mit Zinsen. Ein Ehepaar mit Gemeinschaftskonten braucht 10, weil je Kontoinhaber 100.000 € gelten (§ 7 Abs. 4 EinSiG). Marken derselben Bank zählen zusammen. Über Zinsplattformen wie Raisin lassen sich viele Partnerbanken mit einem Login verwalten, jede mit eigener Sicherung bis 100.000 €.

Welche Vermögensverwaltung ist bei 2 Millionen Euro am günstigsten?

Nach Preisverzeichnis ist es Raisin mit 0,25 % Gebühr und 0,18 bis 0,19 % Fondskosten, zusammen 8.600 bis 8.800 € im Jahr bei 2 Millionen (berechnet, Stand Juni 2026). Es folgt LIQID mit 9.400 bis 12.400 €. Günstig heißt nicht passend: Strategie, Depotbank, Anteil an Aktien und Service unterscheiden sich. Den Vergleich aller Merkmale zeigt die Tabelle oben.

Kann man von 2 Millionen Euro leben, ohne das Kapital anzugreifen?

Mit Zinsen von 2,75 % bleiben nach Steuer rund 3.400 € im Monat, das Kapital bleibt nominal erhalten (berechnet, Stand Oktober 2026). Die Inflation von voraussichtlich 3,3 % im September 2026 zehrt den realen Wert aber jedes Jahr um rund 66.000 € an. Wer den Wert halten will, kann nicht alle Zinsen verbrauchen oder braucht renditestärkere Anlagen mit Kursrisiko.

Ab wann lohnt sich ein Family Office?

Eine gesetzliche oder amtlich belegte Grenze gibt es nicht. Entscheidend ist, ob Sie Leistungen brauchen, die ein Vermögensverwalter nicht bietet, etwa die Koordination von Immobilien, Beteiligungen, Steuer und Nachlass. Lassen Sie sich die Kosten vorab in Euro ausweisen (§ 63 Abs. 7 WpHG) und prüfen Sie die BaFin-Erlaubnis für die Finanzportfolioverwaltung. Für 5 Millionen steht mehr dazu auf 5 Millionen Euro anlegen.

Weiterlesen

Quellen

  1. § 7 Einlagensicherungsgesetz (Berechnung, Gemeinschaftskonto), Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
  2. § 8 Einlagensicherungsgesetz (Deckungssumme), Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
  3. Statut des Einlagensicherungsfonds (§ 6 Abs. 8 und 19), Stand Fassung Oktober 2023, Abruf 01.10.2026
  4. Deutsche Bundesbank: Einlagensicherung, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  5. DSGV: Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  6. LIQID Vertragsbedingungen mit Preisverzeichnis, Stand September 2026
  7. Raisin Geschäftsbedingungen Version 19 mit Preisverzeichnis, Stand Juni 2026
  8. Whitebox: Höhe der Gebühren, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  9. FollowMyMoney Preis- und Leistungsverzeichnis, Stand Version 2.0, Abruf 01.10.2026
  10. bevestor Vertragsunterlagen, Stand Abruf 01.10.2026
  11. OSKAR Kundendokumente mit Kosteninformation, Stand Juli 2026
  12. comdirect Preis- und Leistungsverzeichnis, Stand gültig ab 15.07.2026
  13. Estably: Kosten, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  14. Fidelity Wealth Expert, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  15. froots Vermögensverwaltungsvertrag, Stand September 2026
  16. froots: Sicherheit und Kosten, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
  17. Commerzbank Online-Termingeld EUR, Stand 14.09.2026
  18. § 20 EStG (Kapitalvermögen, Sparer-Pauschbetrag), Stand zuletzt geändert 29.06.2026, Abruf 01.10.2026
  19. § 32d EStG (Abgeltungsteuer), Stand Abruf 01.10.2026
  20. § 4 Solidaritätszuschlaggesetz, Stand zuletzt geändert 23.12.2024, Abruf 01.10.2026
  21. § 10 ErbStG (Erbfallkosten-Pauschbetrag), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
  22. § 16 ErbStG (Freibeträge), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
  23. § 19 ErbStG (Steuersätze), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
  24. BVerfG, Pressemitteilung Nr. 48/2026 (Verhandlung ErbStG am 12. und 13.10.2026), Stand 30.07.2026
  25. § 47 InsO (Aussonderung), Stand Abruf 01.10.2026
  26. § 92 KAGB (Sondervermögen), Stand zuletzt geändert 09.04.2026, Abruf 01.10.2026
  27. § 2 WpIG (Finanzportfolioverwaltung, Abs. 2 Nr. 9), Stand Abruf 01.10.2026
  28. § 15 WpIG (Erlaubnispflicht), Stand Abruf 01.10.2026
  29. § 63 WpHG (Kosteninformation), Stand zuletzt geändert 26.05.2026, Abruf 01.10.2026
  30. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 348: Inflationsrate September 2026, Stand 30.09.2026
  31. § 30 ErbStG (Anzeige des Erwerbs), Stand Abruf 01.10.2026

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