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1 Million Euro anlegen: Zinsen pro Monat, Kosten und Sicherung
1 Million € bei einer Bank sind gesetzlich nur zu 100.000 € gesichert. Die freiwillige Zusatzsicherung sinkt 2030 auf 1 Mio. €, ohne Rechtsanspruch.
Diese Seite rechnet Zinsen, Kosten und Steuer für genau 1 Million Euro durch und zeigt, wie viele Banken die Sicherung braucht.
Wer 1 Million Euro anlegen will, bekommt bei den günstigsten Verwaltern die niedrigsten Gebührenstufen und braucht für volle gesetzliche Sicherung zehn Banken. Bei dieser Summe entscheidet die Wahl des Anbieters über bis zu 7.400 € Kosten im Jahr. Hier stehen die Zinsen pro Monat mit Stand, die Kosten aller Verwalter in Euro, die Grenzen der Einlagensicherung und die Steuer. Wer 1 Million Euro geerbt hat, findet unten die Reihenfolge und die Erbschaftsteuer je Steuerklasse.
Stand: Oktober 2026 · Redaktion geld-was-nun.de, verantwortlich Rico Peuker · So arbeiten wir

Kurz beantwortet
- 1 Million € bringen auf einjährigem Festgeld 2,75 % (Commerzbank, Stand 14.09.2026) 27.500 € Zinsen im Jahr, also 2.291,67 € im Monat vor Steuern und 1.709,22 € nach Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag.
- Eine digitale Vermögensverwaltung kostet bei 1 Million € zwischen 4.300 € (Raisin) und 11.700 € (froots laut Vertrag) im Jahr, berechnet aus den Preisverzeichnissen.
- Gesetzlich gesichert sind 100.000 € je Person und Bank (§ 8 Abs. 1 EinSiG); eine Person braucht für 1 Million € zehn Banken.
- Der freiwillige Einlagensicherungsfonds der privaten Banken deckt bis 3 Mio. € je Person, ab 01.01.2030 nur noch bis 1 Mio. €, jeweils ohne Rechtsanspruch.
Welche Anlage passt zu Ihrem Betrag?
Drei Fragen, dann die passenden Anbieter, sortiert nach Kosten laut Kosteninformation.
Wie viel Zinsen bringt 1 Million Euro im Monat?
1 Million Euro bringt bei den geprüften Banken zwischen 1.183,33 € und 2.291,67 € Zinsen im Monat vor Steuern, je nach Konto und Laufzeit. Der obere Wert gilt für das Online-Festgeld der Commerzbank mit 2,75 % für ein Jahr, das Anlagen bis 5 Mio. € annimmt (Stand 14.09.2026). Der untere gilt für das Tagesgeld der Skatbank mit 1,42 %, ohne Höchstbetrag (Stand 24.09.2026).
Nach Steuern bleibt deutlich weniger. Beim Festgeld sind es 20.510,62 € im Jahr oder 1.709,22 € im Monat, beim Tagesgeld 10.718,50 € oder 893,21 € (berechnet für eine Person, ohne Kirchensteuer). Die Teuerung lag im September 2026 bei voraussichtlich 3,3 % (Statistisches Bundesamt, vorläufig). Auf 1 Million € entspricht das rechnerisch 33.000 € Kaufkraft in einem Jahr, mehr als jeder Zins in der Tabelle bringt.
| Bank, Produkt | Zins p. a. | Stand | pro Jahr | pro Monat |
|---|---|---|---|---|
| Commerzbank Online-Festgeld, 1 Jahr, bis 5 Mio. € | 2,75 % | 14.09.2026 | 27.500 € | 2.291,67 € |
| ING Festgeld, 12 Monate, bis 1 Mio. € je Festgeld | 2,70 % | 22.09.2026 | 27.000 € | 2.250 € |
| Commerzbank Topzinskonto Plus, Neugeld bis 1 Mio. € | 2,25 % | 01.10.2026 | 22.500 € | 1.875 € |
| Skatbank Festgeld, 12 Monate | 1,95 % | 24.09.2026 | 19.500 € | 1.625 € |
| Skatbank Tagesgeld, kein Höchstbetrag | 1,42 % | 24.09.2026 | 14.200 € | 1.183,33 € |
Quelle: Preisaushänge und Konditionenseiten der Banken, Abruf 01.10.2026. Beträge berechnet, vor Steuern. Gesetzlich gesichert sind bei jeder dieser Banken nur 100.000 € je Person.
Ob der Ertrag zum Leben reicht, rechnet die Seite von Zinsen leben mit denselben Zinssätzen und der amtlichen Inflationsrate durch.
Auf wie viele Banken verteilen Sie 1 Million Euro?
Eine einzelne Person braucht für 1 Million € zehn Banken, um gesetzlich voll gesichert zu sein, und elf, wenn auch die Zinsen gedeckt sein sollen. Die Einlagensicherung gilt je Person und Institut, Marken derselben Bank zählen zusammen (§ 7 Abs. 3, § 8 Abs. 1 EinSiG). Ein Paar mit Gemeinschaftskonten ist je Bank mit 200.000 € gesichert (§ 7 Abs. 4 EinSiG) und braucht fünf Banken.
Die befristete Deckung nach einer Abfindung oder dem Verkauf einer privat genutzten Wohnimmobilie reicht nur bis 500.000 € und nur sechs Monate (§ 8 Abs. 2 EinSiG). Ein gewöhnliches Erbe und die Auszahlung einer privaten Lebensversicherung stehen nicht im Katalog des Gesetzes; dort ist sie nicht eindeutig. Für eine Million deckt sie also auch kurzfristig nur die Hälfte.
| Sicherungsweg | Grenze | Rechtsanspruch | Stand |
|---|---|---|---|
| Gesetzliche Einlagensicherung | 100.000 € je Person | ja | § 8 Abs. 1 EinSiG |
| Erhöhte Deckung nach Abfindung oder Wohnimmobilienverkauf, 6 Monate | 500.000 € je Person | ja, mit Glaubhaftmachung | § 8 Abs. 2 und 5 EinSiG |
| Freiwilliger Fonds private Banken, bis 31.12.2029 | 3 Mio. €, max. 8,75 % der Eigenmittel | nein | Statut Oktober 2023 |
| Freiwilliger Fonds private Banken, ab 01.01.2030 | 1 Mio. €, max. 8,75 % der Eigenmittel | nein | Statut Oktober 2023 |
Quelle: EinSiG in der Fassung vom 25.03.2026; § 6 Abs. 8 und 19 Statut des Einlagensicherungsfonds.
Für Millionenbeträge ist die Stufe 2030 wichtig: Sie steht bereits im Statut des Fonds, sie ist beschlossen und nicht nur geplant. Ab dann deckt der Fonds eine Million je Person, gesetzliche und freiwillige Sicherung zusammen also nicht mehr. Nur ING und Openbank nennen die Grenze von 3 Mio. € je Person selbst. Sparkassen und Volksbanken sichern das Institut als Ganzes; einen Rechtsanspruch über 100.000 € hinaus nennen ihre Seiten nicht. Mehr unter freiwillige Einlagensicherung.
Was kostet eine Vermögensverwaltung bei 1 Million Euro?
Bei 1 Million € kostet eine digitale Vermögensverwaltung zwischen 4.300 € und 11.700 € im Jahr, berechnet aus Gebühr und Produktkosten. Kein Anbieter weist diesen Betrag in seiner Kosteninformation aus; alle Werte sind selbst gerechnet.
Bei 1 Million erreichen LIQID und Estably eine weitere Stufe: LIQID senkt die Gebühr von 0,50 % auf 0,40 %, Estably von 0,89 % auf 0,79 %. Raisin liegt seit 500.000 € auf der niedrigsten Stufe von 0,25 %. Anbieter ohne Staffel berechnen dagegen denselben Satz wie bei 50.000 €.
| Anbieter, Produkt | Gebühr p. a. | Produktkosten p. a. | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Raisin Vermögensverwaltung | 0,25 % | 0,18 bis 0,19 % | 4.300 bis 4.400 € |
| LIQID CORE Global | 0,40 % | 0,07 bis 0,22 % | 4.700 bis 6.200 € |
| Whitebox Global | 0,35 % | 0,21 % | 5.600 € |
| Whitebox Value | 0,35 % | 0,22 % | 5.700 € |
| FollowMyMoney MyInvestor | 0,49 % + 0,175 bis 0,25 % | nicht gefunden | 6.650 bis 7.400 € + Performance-Gebühr |
| bevestor Select | 0,60 % | 0,12 bis 0,24 % | 7.200 bis 8.400 € |
| OSKAR klassik | 0,70 % | 0,15 % | 8.500 € |
| comdirect cominvest | 0,75 % | 0,23 % | 9.800 € |
| Estably Modern Value | 0,79 % + 0,30 % Bankspesen | keine ausgewiesen | 10.900 € + Performance-Gebühr |
| Fidelity Wealth Expert | 0,55 % | 0,56 % | 11.100 € |
| froots | 1,00 % (Vertrag) | 0,17 % | 11.700 € |
Alle Werte berechnet aus Staffel plus durchschnittlichen Produktkosten laut Preisverzeichnis, Stand Juni bis September 2026, Abruf 01.10.2026.
Zwei Werte haben eine zweite Lesart. froots nennt auf der Website eine Staffel je Kapitaltranche, mit der sich 1,035 % oder 10.350 € ergäben; Vertrag und Broschüre kennen diese Staffel nicht. Fidelity kündigt auf derselben Seite eine Pauschale „je nach Höhe der Anlagesumme“ an, veröffentlicht aber nur 0,55 %. Ältere Fidelity-Seiten nennen 0,88 % statt 0,56 % Fondskosten, das ergäbe 14.300 €.
Den eigenen Betrag rechnet der Rechner; die Merkmale aller Verwalter stehen im Vermögensverwaltung-Vergleich.
Wie legen Sie 1 Million Euro richtig an?
Richtig anlegen heißt bei 1 Million €, Sicherung, Verfügbarkeit und Kosten zu trennen, bevor ein Produkt gewählt wird. Eine allgemeingültige Aufteilung gibt es nicht, und eine persönliche Empfehlung geben wir nicht. Die Bausteine sind dieselben wie bei kleineren Beträgen, nur die Grenzen greifen früher.
Der sichere Teil verteilt sich auf mehrere Banken, jeweils bis 100.000 € je Person. Der Teil im Depot liegt bei einer Depotbank; Wertpapiere gehören dort Ihnen und fallen bei einer Pleite nicht in die Insolvenzmasse (§ 47 InsO). Fondsvermögen ist zusätzlich Sondervermögen (§ 92 Abs. 1 KAGB). Für ein Depot ist die Höhe des Betrags deshalb keine Sicherungsfrage, wohl aber eine Kostenfrage.
Bei LIQID kommt ab 1 Million der Private-Equity-Dachfonds PRO mit 0,59 % Gebühr hinzu, nur für semiprofessionelle Anleger, 12 Jahre ohne Rückgabe. Zwischen 500.000 € und 1.000.000 € nennt die Website 0,69 %, sodass genau 1 Million ein Grenzfall ist. Wie sich die Beträge in Stufen entwickeln, zeigt die Übersicht 100.000 Euro anlegen, den Schritt davor 500.000 Euro anlegen.
Was gilt, wenn Sie 1 Million Euro im Ausland anlegen?
Im EU-Ausland gilt für Bankguthaben dieselbe Grenze von 100.000 € je Person und Bank, gesichert über das System des Sitzlandes. Bei Plattformen wie Raisin ist die Partnerbank Vertragspartner, und deren Heimatland sichert. Außerhalb der EU gelten andere Regeln: Die TF Bank sichert über das schwedische System bis 1.150.000 SEK, in Kronen.
Zwei Vermögensverwalter unserer Recherche sitzen im Ausland. Estably in Vaduz untersteht der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein; Kontoguthaben bei der St. Galler Kantonalbank sind über esisuisse bis 100.000 Franken gesichert. froots in Wien untersteht der österreichischen Finanzmarktaufsicht, der Vertrag unterliegt österreichischem Recht mit Gerichtsstand Wien. Ob froots Kunden mit Steuersitz in Deutschland aufnimmt und Kapitalertragsteuer abführt, war in den Unterlagen nicht zu finden.
Ihre Steuerpflicht folgt Ihrem Wohnsitz, nicht dem Ort des Kontos. Wie ausländische Erträge zu erklären sind, klärt das Finanzamt oder eine Steuerberatung.

Wie viel Steuer fällt auf Erträge aus 1 Million Euro an?
Auf Erträge über 1.000 €, für zusammen veranlagte Paare über 2.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG), fallen 25 % Abgeltungsteuer (§ 32d Abs. 1 EStG) und 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf an (§ 4 SolZG), bei Kirchenmitgliedern zusätzlich Kirchensteuer. Bei 1 Million € ist der Pauschbetrag ab 0,1 % Ertrag ausgeschöpft.
Rechenbeispiel mit 2,75 % Festgeldzins, ohne Kirchensteuer:
- Eine Person: 27.500 € Zinsen, 26.500 € steuerpflichtig, 6.625 € Abgeltungsteuer, 364,38 € Solidaritätszuschlag. Netto 20.510,62 €.
- Ein zusammen veranlagtes Paar: 25.500 € steuerpflichtig, 6.375 € Abgeltungsteuer, 350,63 € Solidaritätszuschlag. Netto 20.774,37 €.
Kommt die Million aus einem Erbe, fällt vorher Erbschaftsteuer an. Ein Kind hat 400.000 € Freibetrag (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG), die übrigen 600.000 € werden in Steuerklasse I mit 15 % besteuert (§ 19 Abs. 1 ErbStG). Das ergibt 90.000 € (berechnet). Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 12.10.2026 über Freibeträge und Steuersätze; bis dahin gelten die Werte unverändert. Mehr unter Erbschaftsteuer-Freibeträge.
Welche Risiken hat eine Anlage von 1 Million Euro?
- Kursverlust: Ein Rückgang des Depots um ein Fünftel kostet bei 1 Million 200.000 €. Kein Verwalter garantiert einen Wert.
- Inflation: Bei 3,3 % Teuerung sinkt die Kaufkraft von 1 Million € rechnerisch um 33.000 € im Jahr, wenn das Geld unverzinst liegt.
- Sicherungsgrenzen: Über 100.000 € je Bank gibt es keinen Rechtsanspruch, ab 2030 sinkt auch die freiwillige Grenze auf 1 Mio. €.
- Gebundenes Kapital: Private-Equity-Fonds begrenzen oder schließen die Rückgabe aus, Festgeld ist bis Laufzeitende fest.
- Anbieterwechsel: Ein Depotübertrag kann kosten; bei froots verlangt die Depotbank 27,50 € zuzüglich USt je Auftrag und je Position.
1 Million Euro geerbt: was tun?
Wer 1 Million Euro geerbt hat, sichert das Geld zuerst auf zehn Banken, legt die Erbschaftsteuer zurück, die bei diesem Betrag in jeder Steuerklasse anfällt, und entscheidet erst danach über Reserve und Anlage. Für die Anlage gibt es keine Frist, für die Anzeige beim Finanzamt drei Monate (§ 30 Abs. 1 ErbStG).
- Sichern: zehn Banken je 100.000 €, mit Zinsen elf (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Ein gewöhnliches Erbe fällt nicht eindeutig unter den erhöhten Schutz bis 500.000 €, und der freiwillige Fonds der privaten Banken zahlt ohne Rechtsanspruch.
- Steuer prüfen: Ein Kind zahlt 90.000 €, Geschwister 294.000 € (Tabelle im nächsten Abschnitt). Dieser Betrag bleibt bis zum Bescheid auf Tages- oder Festgeld.
- Reserve festlegen: Puffer für Ausgaben der nächsten Jahre plus größere Vorhaben. Wer eine Immobilie kaufen oder einen Kredit ablösen will, rechnet das vorher ein: Erbe als Eigenkapital, Erbe Kredit tilgen.
- Anlegen: Erst dann den Rest. Die Kosten der Verwalter für 1 Million stehen oben, ob der Betrag zum Leben reicht, rechnet von 1 Million leben durch. Beratung gegen Honorar statt Provision: Honorarberater finden.
1 Million geerbt: Steuern je Steuerklasse im Überblick
Bei 1 Million € geerbt zahlt ein Kind nach heutiger Rechtslage 90.000 € Erbschaftsteuer, Geschwister und nicht verwandte Erben je 294.000 €. Entscheidend sind Steuerklasse und Freibetrag: Ehegatten haben 500.000 € frei, Kinder 400.000 €, Enkel 200.000 €, Eltern 100.000 €, alle übrigen 20.000 € (§§ 15, 16 ErbStG). Der Rest wird mit einem einzigen Satz für den ganzen Betrag besteuert, nicht stufenweise (§ 19 Abs. 1 ErbStG).
| Erbe | Klasse | Freibetrag | steuerpflichtig | Satz | Steuer |
|---|---|---|---|---|---|
| Ehegatte, eingetragener Lebenspartner | I | 500.000 € | 500.000 € | 15 % | 75.000 € |
| Ehegatte mit vollem Versorgungsfreibetrag | I | 756.000 € | 244.000 € | 11 % | 26.840 € |
| Kind, Stiefkind | I | 400.000 € | 600.000 € | 15 % | 90.000 € |
| Enkel (Elternteil lebt) | I | 200.000 € | 800.000 € | 19 % | 152.000 € |
| Eltern, Großeltern | I | 100.000 € | 900.000 € | 19 % | 171.000 € |
| Geschwister, Nichte, Neffe | II | 20.000 € | 980.000 € | 30 % | 294.000 € |
| nicht verwandt, Lebensgefährte | III | 20.000 € | 980.000 € | 30 % | 294.000 € |
Berechnet von geld-was-nun.de nach §§ 15, 16, 17 und 19 ErbStG, Stand 01.10.2026, ohne Vorschenkungen, Schulden und Erbfallkosten. Enkel: 200.000 € gelten, solange der Elternteil lebt, sonst 400.000 € (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 und 3 ErbStG). Versorgungsfreibetrag 256.000 € nach § 17 Abs. 1 ErbStG, gekürzt um steuerfreie Versorgungsbezüge wie eine Hinterbliebenenrente.
Mit dem Pauschbetrag von 15.000 € für Bestattung, Grabmal und Nachlassabwicklung, den das Finanzamt ohne Nachweis abzieht (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG), sinkt die Steuer eines Kindes auf 87.750 €, die von Geschwistern auf 289.500 € (berechnet). Geschwister und nicht verwandte Erben zahlen trotz unterschiedlicher Steuerklasse dasselbe, weil beide Klassen zwischen 600.000 € und 6 Mio. € 30 % ansetzen.
Rechenwege für andere Beträge stehen unter Erbschaftsteuer berechnen, die Regeln für Ehegatten und den Versorgungsfreibetrag unter Erbschaftsteuer für Ehepartner.
Wie gehen Sie mit 1 Million Euro jetzt vor?
- Den Betrag zuerst auf mehrere Banken verteilen; Hilfe dazu unter Verkaufserlös parken und Einlagensicherung.
- Laufende Ausgaben und feste Termine der nächsten Jahre beziffern, dieser Teil bleibt auf Tages- und Festgeld.
- Für den Depot-Teil Kosten im Rechner vergleichen und von jedem Anbieter die Ex-ante-Kosteninformation für Ihren Betrag anfordern, denn für 1 Million weist sie bisher niemand öffentlich aus.
- Wer eine persönliche Beratung will, prüft die Rolle: Vermögensverwalter, Anlageberater, Finanzanlagenvermittler oder Honorarberater. Die Unterschiede stehen unter Vermögensverwaltung ab welchem Betrag.

Häufige Fragen
Wie viel Zinsen bekomme ich für 1 Million Euro im Monat?
Bei den geprüften Banken zwischen 1.183,33 € (Skatbank Tagesgeld, 1,42 %, Stand 24.09.2026) und 2.291,67 € (Commerzbank Festgeld ein Jahr, 2,75 %, Stand 14.09.2026) vor Steuern. Nach Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag bleiben beim Festgeld 1.709,22 € im Monat für eine Person ohne Kirchensteuer. Zinsen ändern sich laufend, jeder Wert gilt nur mit seinem Stand.
Ist 1 Million Euro auf einer Bank sicher?
Gesetzlich nur zu 100.000 € je Person (§ 8 Abs. 1 EinSiG). Bei privaten Banken kommt der freiwillige Einlagensicherungsfonds hinzu, bis 3 Mio. € je Person und höchstens 8,75 % der Eigenmittel, ab 2030 bis 1 Mio. €. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht (§ 6 Abs. 19 Statut). Wer nur auf gesetzlichen Schutz setzt, verteilt auf zehn Banken.
Was kostet eine Vermögensverwaltung für 1 Million Euro?
Zwischen 4.300 € und 11.700 € im Jahr, berechnet aus den Preisverzeichnissen mit Stand Juni bis September 2026. Raisin liegt mit 0,25 % Gebühr plus 0,18 bis 0,19 % Produktkosten unten, froots laut Vertrag mit 1,17 % oben. LIQID kommt mit 0,40 % Gebühr auf 4.700 bis 6.200 €. Kein Anbieter weist die Kosten für 1 Million selbst aus.
Kann man von 1 Million Euro Zinsen leben?
Mit 2,75 % Festgeldzins bleiben nach Steuern 1.709,22 € im Monat, wenn das Kapital unangetastet bleibt. Ob das reicht, hängt von Ihren Ausgaben ab. Die Teuerung von zuletzt 3,3 % liegt aber über diesem Zins, sodass die Kaufkraft des Kapitals sinkt, wenn alle Zinsen verbraucht werden. Die Seite von Zinsen leben rechnet das ausführlich.
Wie viel Erbschaftsteuer zahlt ein Kind auf 1 Million Euro?
90.000 € nach heutiger Rechtslage: Vom Erbe gehen 400.000 € Freibetrag ab (§ 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG), die übrigen 600.000 € werden in Steuerklasse I mit 15 % besteuert (§ 19 Abs. 1 ErbStG). Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am 12.10.2026 über Freibeträge und Steuersätze. Danach prüfen wir die Werte neu.
Sollte ich 1 Million Euro in ETFs anlegen?
Das ist eine persönliche Entscheidung, die wir nicht treffen. Feststeht: ETFs sind Sondervermögen und bei einer Pleite der Fondsgesellschaft geschützt (§ 92 Abs. 1, § 99 Abs. 3 KAGB), aber nicht gegen Kursverluste. Eine Verwaltung mit ETFs kostet bei 1 Million zwischen 4.300 € und 11.700 € im Jahr. Ein eigenes Depot ist günstiger, verlangt aber eigene Entscheidungen.
Ich habe 1 Million geerbt. Was würdest du damit machen?
Eine persönliche Empfehlung geben wir nicht, die Reihenfolge ist aber bei jedem Erbe dieser Größe gleich: auf zehn Banken sichern, die Erbschaftsteuer von 90.000 € (Kind) bis 294.000 € (Geschwister) zurücklegen, eine Reserve für die nächsten Jahre festlegen und erst den Rest anlegen. Eine digitale Vermögensverwaltung kostet bei 1 Million zwischen 4.300 € und 11.700 € im Jahr, ein eigenes Depot weniger. Kursverluste sind in beiden Fällen möglich.
Wie viel Steuern zahle ich, wenn ich 1 Million von meinem Onkel erbe?
294.000 € nach heutiger Rechtslage. Als Nichte oder Neffe gehören Sie zur Steuerklasse II mit 20.000 € Freibetrag (§ 15 Abs. 1, § 16 Abs. 1 Nr. 5 ErbStG). Auf die übrigen 980.000 € gelten 30 % (§ 19 Abs. 1 ErbStG). Mit dem Pauschbetrag von 15.000 € für Erbfallkosten (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG) sinkt die Steuer auf 289.500 € (berechnet von geld-was-nun.de). Ein Kind zahlt auf denselben Betrag 90.000 €.
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Entnahmeplan: Wie lange das Geld reicht und was er kostet
Wie lange 100.000 bis 500.000 € bei fester Entnahme reichen und wie viel Monate die Verwaltungskosten kosten.
WeiterlesenQuellen
- Einlagensicherungsgesetz § 8, Stand zuletzt geändert 25.03.2026, Abruf 01.10.2026
- Statut des Einlagensicherungsfonds, Stand Fassung Oktober 2023, Abruf 01.10.2026
- Einkommensteuergesetz § 20 (Sparer-Pauschbetrag), Stand zuletzt geändert 29.06.2026, Abruf 01.10.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 19 (Steuersätze), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
- Commerzbank Online-Termingeld EUR, Stand 14.09.2026
- Skatbank Konditionen- und Preisverzeichnis, Stand gültig ab 24.09.2026
- ING Einlagensicherung, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
- LIQID Vertragsbedingungen mit Preisverzeichnis, Stand September 2026
- Estably Kosten, Stand ohne Datum, Abruf 01.10.2026
- Fidelity Wealth Expert, Stand PIA1407, Stand 09.2026
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 348: Inflationsrate September 2026, Stand 30.09.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 10 (steuerpflichtiger Erwerb, Erbfallkosten-Pauschbetrag), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 15 (Steuerklassen), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 16 (Freibeträge), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 17 (Versorgungsfreibetrag), Stand zuletzt geändert 22.06.2026, Abruf 01.10.2026
- Erbschaftsteuergesetz § 30 (Anzeige des Erwerbs), Stand Abruf 01.10.2026
- BVerfG, Pressemitteilung Nr. 48/2026 (Verhandlung ErbStG am 12.10.2026), Stand 30.07.2026
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